02.01.2025, 04:32
Ganymedes
Von aller Knaben schönstem lehrt die Mythe,
Den Eltern hab’ ein Adler ihn entwendet,
Den einst der Gott der Götter ausgesendet,
Für ihn zu rauben diese Menschenblüte.
Denn um die Gunst des Herrlichen sich mühte,
Der sonst sie seine Frauen bloß gespendet,
Vor eines Knaben Schönheit stand geblendet,
Der sonst in Liebe nur zum Weib erglühte.
Das durfte einst die Gottheit selber wagen,
Vor jenem schönen Volke der Hellenen,
Das noch als Muster gilt in unsern Tagen.
Und rufst du heute: Liebe jedem Schönen!
So fehlt nicht viel, daß sie ans Kreuz dich schlagen
Und dich mit Dorn und Ketzermütze krönen.
Von aller Knaben schönstem lehrt die Mythe,
Den Eltern hab’ ein Adler ihn entwendet,
Den einst der Gott der Götter ausgesendet,
Für ihn zu rauben diese Menschenblüte.
Denn um die Gunst des Herrlichen sich mühte,
Der sonst sie seine Frauen bloß gespendet,
Vor eines Knaben Schönheit stand geblendet,
Der sonst in Liebe nur zum Weib erglühte.
Das durfte einst die Gottheit selber wagen,
Vor jenem schönen Volke der Hellenen,
Das noch als Muster gilt in unsern Tagen.
Und rufst du heute: Liebe jedem Schönen!
So fehlt nicht viel, daß sie ans Kreuz dich schlagen
Und dich mit Dorn und Ketzermütze krönen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

