14.04.2026, 09:11
Gare du Nord
Hier einst geschah das große letzte Scheiden,
Hier halst’ ich, küßt’ ich dich zum letztenmal,
Hier schlürft’ ich deines Auges letzten Strahl,
Durft’ noch zuletzt an deinem Bild mich weiden.
Dann kam das lange, unbarmherz’ge Meiden;
O, wie ertrug ich all die Marterqual?
Wer einmal trank des Nektars Goldpokal,
Trinkt Gift nach ihm und Galle nur und Leiden.
O schwerster Abschied! Qualvoll bitt’re Stunde!
Noch standen Arm in Arm wir fest verkettet,
Noch hing mein Mund an deinem süßen Munde.
Da, horch, ein Pfiff - ! Du wünschst mir Glück zur Reise. –
Ich aber hätt’ am liebsten mir gebettet
Dort vor den Schnellzug quer übers Geleise.
.
Hier einst geschah das große letzte Scheiden,
Hier halst’ ich, küßt’ ich dich zum letztenmal,
Hier schlürft’ ich deines Auges letzten Strahl,
Durft’ noch zuletzt an deinem Bild mich weiden.
Dann kam das lange, unbarmherz’ge Meiden;
O, wie ertrug ich all die Marterqual?
Wer einmal trank des Nektars Goldpokal,
Trinkt Gift nach ihm und Galle nur und Leiden.
O schwerster Abschied! Qualvoll bitt’re Stunde!
Noch standen Arm in Arm wir fest verkettet,
Noch hing mein Mund an deinem süßen Munde.
Da, horch, ein Pfiff - ! Du wünschst mir Glück zur Reise. –
Ich aber hätt’ am liebsten mir gebettet
Dort vor den Schnellzug quer übers Geleise.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

