08.04.2026, 10:57
Pendant zu Shakespeares 29. Sonett.
Erörtr’ ich einsam, unter seufzern, Qualen,
Wie fremd mein Nam’, wie ungehört mein Singen,
Wie Seichtem, Krankem lohnt Erfolg, Gelingen,
Doch Taubheit, Kälte, Spott dem Idealen;
Und seh’ ich Vers um Vers mich hart bezahlen
Mit Leiden, Kämpfen, Kettenrütteln, Ringen,
Und Stunden, Tage, Jahre stets mich zwingen
Ins Joch der Pflicht, der falschen, kleinen, schalen;
Und fällst nur du mir ein, geliebter Knabe,
Wie du an jenem Abend dich mir zeigtest,
Als Paradiese du ins Herz mir geigtest:
Dann sinkt mit eins mein ganzes Leid zu Grabe,
Es schwelgt mein Sein in solchem Geistesrausche,
Daß ich mein Los mit keines Königs tausche!
Erörtr’ ich einsam, unter seufzern, Qualen,
Wie fremd mein Nam’, wie ungehört mein Singen,
Wie Seichtem, Krankem lohnt Erfolg, Gelingen,
Doch Taubheit, Kälte, Spott dem Idealen;
Und seh’ ich Vers um Vers mich hart bezahlen
Mit Leiden, Kämpfen, Kettenrütteln, Ringen,
Und Stunden, Tage, Jahre stets mich zwingen
Ins Joch der Pflicht, der falschen, kleinen, schalen;
Und fällst nur du mir ein, geliebter Knabe,
Wie du an jenem Abend dich mir zeigtest,
Als Paradiese du ins Herz mir geigtest:
Dann sinkt mit eins mein ganzes Leid zu Grabe,
Es schwelgt mein Sein in solchem Geistesrausche,
Daß ich mein Los mit keines Königs tausche!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

