29.12.2025, 02:59
Über Nacht mein Gast
Des Augenblicks vergess’ ich nie im Leben,
Als, ledig halb von samtner Kleider Zwang,
Der Liebling auf die schönen Kniee sank,
Den schönern Geist zum Himmel zu erheben.
Ich stand, der Menschen seligster, daneben,
Berauscht mein Wesen wie vom Nektartrank,
Es faßte mich ein keuscher Wonnedrang,
den nachzufühlen Künstlern nur gegeben.
Zwei Menschenkinder beugten hier das Knie:
Das eine, in der Unschuld holdem Wähnen,
vor einem Gott der kind’schen Phantasie,
Das andre, Nachgebor’ner der Hellenen,
Vor dieser wunderbaren Harmonie
Des Seelenschönen und des Körperschönen.
Des Augenblicks vergess’ ich nie im Leben,
Als, ledig halb von samtner Kleider Zwang,
Der Liebling auf die schönen Kniee sank,
Den schönern Geist zum Himmel zu erheben.
Ich stand, der Menschen seligster, daneben,
Berauscht mein Wesen wie vom Nektartrank,
Es faßte mich ein keuscher Wonnedrang,
den nachzufühlen Künstlern nur gegeben.
Zwei Menschenkinder beugten hier das Knie:
Das eine, in der Unschuld holdem Wähnen,
vor einem Gott der kind’schen Phantasie,
Das andre, Nachgebor’ner der Hellenen,
Vor dieser wunderbaren Harmonie
Des Seelenschönen und des Körperschönen.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

