11.12.2025, 08:52
Mein Drang zu dir
Oft frag’ ich mich: was ist zu dir mein Lieben?
Ist’s nur ob deines Spiels die Gunstbezeugung?
Antiker Freundschaft holde Doppelneigung?
Ist’s wahre Lieb’, was mich zu dir getrieben?
Sind’s Dichterphantasien, die bald zerstieben?
Ist’s bloß der Seelen himmlische Verzweigung?
sind’s Lüste, denen besser wär’ Verschweigung?
So frag’ ich oft. Was ist zu dir mein Lieben?
Ach, alles, nichts! Mein Drang zu dir ist ethisch,
Rein Herzenstrieb, und Schauens Wonn’ ästhetisch,
Und geistig, engelsrein, und heischend physisch,
Und keusch, und taubenmild, und wild ekstatisch,
Und Anbetung, und Griechenliebe attisch,
Und Künstlerrausch, und Aufschwung dionysisch!
Oft frag’ ich mich: was ist zu dir mein Lieben?
Ist’s nur ob deines Spiels die Gunstbezeugung?
Antiker Freundschaft holde Doppelneigung?
Ist’s wahre Lieb’, was mich zu dir getrieben?
Sind’s Dichterphantasien, die bald zerstieben?
Ist’s bloß der Seelen himmlische Verzweigung?
sind’s Lüste, denen besser wär’ Verschweigung?
So frag’ ich oft. Was ist zu dir mein Lieben?
Ach, alles, nichts! Mein Drang zu dir ist ethisch,
Rein Herzenstrieb, und Schauens Wonn’ ästhetisch,
Und geistig, engelsrein, und heischend physisch,
Und keusch, und taubenmild, und wild ekstatisch,
Und Anbetung, und Griechenliebe attisch,
Und Künstlerrausch, und Aufschwung dionysisch!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

