30.10.2025, 09:53
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLXXI.
Der Tod zerriß den Knoten, der seit Jahren,
Seit einundzwanzig, glühend mich gebunden;
Und nimmer hab ich solche Last empfunden;
Daß Schmerz nicht tötet, hab ich da erfahren.
Amor, sein Recht an mir sich zu bewahren,
Hat unterm Gras ein andres Netz gewunden,
Mit neuem Zunder andre Glut entbunden,
Und nur mit Müh entrann ich den Gefahren.
Und war nicht ersten Kummers langes Wissen,
War ich gefangen und so mehr entzündet,
Je mehr die Glut vermag an dürrem Stamme.
Zum zweitenmal hat mich der Tod entrissen,
Zersprengt das Netz, verlöscht, zerteilt die Flamme,
Er, den nicht Kraft noch Klugheit überwindet.
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1784 – 1841
CCLXXI.
Der Tod zerriß den Knoten, der seit Jahren,
Seit einundzwanzig, glühend mich gebunden;
Und nimmer hab ich solche Last empfunden;
Daß Schmerz nicht tötet, hab ich da erfahren.
Amor, sein Recht an mir sich zu bewahren,
Hat unterm Gras ein andres Netz gewunden,
Mit neuem Zunder andre Glut entbunden,
Und nur mit Müh entrann ich den Gefahren.
Und war nicht ersten Kummers langes Wissen,
War ich gefangen und so mehr entzündet,
Je mehr die Glut vermag an dürrem Stamme.
Zum zweitenmal hat mich der Tod entrissen,
Zersprengt das Netz, verlöscht, zerteilt die Flamme,
Er, den nicht Kraft noch Klugheit überwindet.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

