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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Sonette zu Musik]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 16:09:16 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[munter schimmeln unter wolken schummeln]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25058</link>
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 10:17:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5413">Theo Breuer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25058</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">munter schimmeln unter wolken schummeln</span><br />
<br />
und kindlings fingern wind<br />
lings schlingern kernhageltollwild<br />
im furchtwasser schwimmeln<br />
lunatisches wummern des paukisten<br />
<br />
hinterholdhaarsträhne blind anhimmeln<br />
zu janáčeks krasser g-durphonie röhren<br />
nebelbeizweidrei hören : was bensch unverklärt<br />
lichtvoll ∥: erkennt :∥ kraus geblauso<br />
<br />
( sofern quer’s ihm bloß nicht vernüstert ) —<br />
summeln wintergoldparmäne kimmeln<br />
schlummern auf der nagelbank lümmeln<br />
<br />
fleh schnurlos weiter mollheiter mümmeln<br />
an gebild und gras gedank und gerank<br />
beschwören die neun trompeten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">munter schimmeln unter wolken schummeln</span><br />
<br />
und kindlings fingern wind<br />
lings schlingern kernhageltollwild<br />
im furchtwasser schwimmeln<br />
lunatisches wummern des paukisten<br />
<br />
hinterholdhaarsträhne blind anhimmeln<br />
zu janáčeks krasser g-durphonie röhren<br />
nebelbeizweidrei hören : was bensch unverklärt<br />
lichtvoll ∥: erkennt :∥ kraus geblauso<br />
<br />
( sofern quer’s ihm bloß nicht vernüstert ) —<br />
summeln wintergoldparmäne kimmeln<br />
schlummern auf der nagelbank lümmeln<br />
<br />
fleh schnurlos weiter mollheiter mümmeln<br />
an gebild und gras gedank und gerank<br />
beschwören die neun trompeten]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Straßenmusiker in Palma]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4897</link>
			<pubDate>Tue, 01 Sep 2020 14:18:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4897</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Straßenmusiker in Palma</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">an der Treppe beim Palast</span><br />
<br />
<br />
Er spielt dort wie für sich vor alten Mauern,<br />
denn die Vorübergehenden zu achten<br />
ist er es leid. Die Ferne anzuschmachten,<br />
bringt mehr Gefühl ins Spiel, als nur zu lauern,<br />
<br />
ob irgendjemand zehn Cent übrig hat.<br />
Er spielt, auch weil er es nicht anders kann.<br />
Es ist heut kein Betrieb. Nur dann und wann<br />
weht etwas Baulärm durch die Innenstadt.<br />
<br />
Woanders heult kurz ein Motorrad auf.<br />
Ein Trolley rumpelt ungerührt treppauf.<br />
Nichts stört ihn, ganz allein mit seinem Spiel.<br />
<br />
Kommt's doch mal vor, dass jemand auf ihn blickt,<br />
zwei Takte stehen bleibt, dass eine Münze fiel,<br />
dann lächelt er nur kurz, -  und spielt, - und nickt.  <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Straßenmusiker in Palma</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">an der Treppe beim Palast</span><br />
<br />
<br />
Er spielt dort wie für sich vor alten Mauern,<br />
denn die Vorübergehenden zu achten<br />
ist er es leid. Die Ferne anzuschmachten,<br />
bringt mehr Gefühl ins Spiel, als nur zu lauern,<br />
<br />
ob irgendjemand zehn Cent übrig hat.<br />
Er spielt, auch weil er es nicht anders kann.<br />
Es ist heut kein Betrieb. Nur dann und wann<br />
weht etwas Baulärm durch die Innenstadt.<br />
<br />
Woanders heult kurz ein Motorrad auf.<br />
Ein Trolley rumpelt ungerührt treppauf.<br />
Nichts stört ihn, ganz allein mit seinem Spiel.<br />
<br />
Kommt's doch mal vor, dass jemand auf ihn blickt,<br />
zwei Takte stehen bleibt, dass eine Münze fiel,<br />
dann lächelt er nur kurz, -  und spielt, - und nickt.  <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein Sommernachtstraum]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2673</link>
			<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 17:24:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=13">cameleon</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2673</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.liebe-lose-gedichte.de/emma-und-das-jahr-der-eule/schweden.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: schweden.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ein sommernachtstraum<br />
</span><br />
(zur musik von mendelssohn-bartholdy)<br />
<br />
aus dunklen tönen steigen sie<br />
gehörnt, zu meiner seele lust<br />
gestalten einer märchenwelt<br />
sekundenbang wird mir bewusst<br />
<br />
auch du mein lieb treibst schabernack<br />
erscheinst als loses hirngespinst<br />
spielst mir die abendsinfonie<br />
eh du im vierteltakt zerrinnst<br />
<br />
zu ende ging der lichte tag<br />
ich sehne mich nach froher runde <br />
nach lauer luft und liebelei<br />
 <br />
hör nur nicht hin, wenn ich dir sag<br />
süß klang das lied aus deinem munde<br />
da lacht der puck, das ist vorbei <br />
<br />
 © Karin Rohner 2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.liebe-lose-gedichte.de/emma-und-das-jahr-der-eule/schweden.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: schweden.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ein sommernachtstraum<br />
</span><br />
(zur musik von mendelssohn-bartholdy)<br />
<br />
aus dunklen tönen steigen sie<br />
gehörnt, zu meiner seele lust<br />
gestalten einer märchenwelt<br />
sekundenbang wird mir bewusst<br />
<br />
auch du mein lieb treibst schabernack<br />
erscheinst als loses hirngespinst<br />
spielst mir die abendsinfonie<br />
eh du im vierteltakt zerrinnst<br />
<br />
zu ende ging der lichte tag<br />
ich sehne mich nach froher runde <br />
nach lauer luft und liebelei<br />
 <br />
hör nur nicht hin, wenn ich dir sag<br />
süß klang das lied aus deinem munde<br />
da lacht der puck, das ist vorbei <br />
<br />
 © Karin Rohner 2011]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mäßiges Konzert]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1740</link>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:44:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=97">Sonettista</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1740</guid>
			<description><![CDATA[Wo die Musik zwar Klang, doch nicht Gemüt hat,<br />
wo ihre Töne mir das Herz nicht brechen<br />
und wo sie nicht zu meiner Seele sprechen,<br />
wo eine klare Stimme nie geglüht hat,<br />
<br />
wo in dem frohen, ernsten, düstern, frechen<br />
Getöne nichts gegrünt und nichts geblüht hat,<br />
wo mich nichts schaudern ließ und nichts verbrüht hat,<br />
wo stumpf die Spitzen sind und matt die Flächen,<br />
<br />
da ist Musik mir nur Geräuschkulisse,<br />
die kittet nicht und fetzt nicht neue Risse,<br />
die kann mich nicht erheben und nicht beugen.<br />
<br />
Mir soll Musik nicht nur von Größe zeugen,<br />
sie soll die Größe sein und soll sie haben.<br />
Wo nicht – du lieber Gott, laß sie begraben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wo die Musik zwar Klang, doch nicht Gemüt hat,<br />
wo ihre Töne mir das Herz nicht brechen<br />
und wo sie nicht zu meiner Seele sprechen,<br />
wo eine klare Stimme nie geglüht hat,<br />
<br />
wo in dem frohen, ernsten, düstern, frechen<br />
Getöne nichts gegrünt und nichts geblüht hat,<br />
wo mich nichts schaudern ließ und nichts verbrüht hat,<br />
wo stumpf die Spitzen sind und matt die Flächen,<br />
<br />
da ist Musik mir nur Geräuschkulisse,<br />
die kittet nicht und fetzt nicht neue Risse,<br />
die kann mich nicht erheben und nicht beugen.<br />
<br />
Mir soll Musik nicht nur von Größe zeugen,<br />
sie soll die Größe sein und soll sie haben.<br />
Wo nicht – du lieber Gott, laß sie begraben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Blue Seven]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1684</link>
			<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 14:51:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=12">Friedrich</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1684</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Blue Seven</span><br />
<br />
<br />
Kokett hat sie, die Nacht,  ihr Haar gebunden,<br />
als still der Tag im roten Samt versinkt -<br />
sie kostet, ehe sie vom Becher trinkt,<br />
den Widerhall schon längst verklungner Stunden.<br />
 <br />
Sie ist bereit, sie intoniert die Sphären,<br />
phrasiert die Galaxien im Wechselsang<br />
der Sternenchöre, schnippt vom innern Drang<br />
beseelt den Zwischenschlag, lässt ihn gewähren.<br />
<br />
Gestirne tanzen ihre Spur, verschleifen<br />
zu Silberschauern, weichen Mustern, Hall<br />
als Kontrapunkt, Schall, den sie umgreifen.   <br />
<br />
In vollen Zügen trinkt sie nun vom All,<br />
denn sie, die Nacht, sie lässt ihn wieder reifen,<br />
den Tag, sein Licht, im Werden, im Zerfall. <br />
<br />
<br />
<br />
© Friedrich 2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Blue Seven</span><br />
<br />
<br />
Kokett hat sie, die Nacht,  ihr Haar gebunden,<br />
als still der Tag im roten Samt versinkt -<br />
sie kostet, ehe sie vom Becher trinkt,<br />
den Widerhall schon längst verklungner Stunden.<br />
 <br />
Sie ist bereit, sie intoniert die Sphären,<br />
phrasiert die Galaxien im Wechselsang<br />
der Sternenchöre, schnippt vom innern Drang<br />
beseelt den Zwischenschlag, lässt ihn gewähren.<br />
<br />
Gestirne tanzen ihre Spur, verschleifen<br />
zu Silberschauern, weichen Mustern, Hall<br />
als Kontrapunkt, Schall, den sie umgreifen.   <br />
<br />
In vollen Zügen trinkt sie nun vom All,<br />
denn sie, die Nacht, sie lässt ihn wieder reifen,<br />
den Tag, sein Licht, im Werden, im Zerfall. <br />
<br />
<br />
<br />
© Friedrich 2009]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hexe / The Witch]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1352</link>
			<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 11:24:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1352</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hexe</span><br />
frei nach "The Witch" von den Rattles<br />
<br />
<iframe width="560" height="315" src="//www.youtube-nocookie.com/embed/IseoYP6oR_M" frameborder="0" allowfullscreen="true"></iframe><br />
<br />
Siehst du denn im Dunst nicht ihre Züge?<br />
Ich laufe schneller, doch ihr Blick kommt mit<br />
und tückisch ändert schon mit jedem Schritt<br />
der Grund zu meinen Füßen sein Gefüge.<br />
<br />
Hörst du nicht ihre bittersüße Lüge?<br />
Hast du ihren Brodem nicht im Ohr?<br />
Die alte Wicce nistet wach im Rohr<br />
und meine Seele wird ihr nicht genügen.<br />
<br />
Siehst du nicht die Hexe, die dort hockt,<br />
die wispernd mich aus jeder Ranke lockt,<br />
mit Nebelstimme, die mich fast erstickt?<br />
<br />
Womit begegne ich ihrem Gelächter; -<br />
Es müßte wohl verruchter sein und schlechter,<br />
daß sogar eine Hexe jäh erschrickt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hexe</span><br />
frei nach "The Witch" von den Rattles<br />
<br />
<iframe width="560" height="315" src="//www.youtube-nocookie.com/embed/IseoYP6oR_M" frameborder="0" allowfullscreen="true"></iframe><br />
<br />
Siehst du denn im Dunst nicht ihre Züge?<br />
Ich laufe schneller, doch ihr Blick kommt mit<br />
und tückisch ändert schon mit jedem Schritt<br />
der Grund zu meinen Füßen sein Gefüge.<br />
<br />
Hörst du nicht ihre bittersüße Lüge?<br />
Hast du ihren Brodem nicht im Ohr?<br />
Die alte Wicce nistet wach im Rohr<br />
und meine Seele wird ihr nicht genügen.<br />
<br />
Siehst du nicht die Hexe, die dort hockt,<br />
die wispernd mich aus jeder Ranke lockt,<br />
mit Nebelstimme, die mich fast erstickt?<br />
<br />
Womit begegne ich ihrem Gelächter; -<br />
Es müßte wohl verruchter sein und schlechter,<br />
daß sogar eine Hexe jäh erschrickt!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Teufelstrillersonate]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1105</link>
			<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 12:27:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1105</guid>
			<description><![CDATA[Giuseppe Tartini<br />
1692 - 1770 Italien<br />
<br />
Sonata in G Minor Chapter II<br />
<br />
<iframe width="560" height="315" src="//www.youtube-nocookie.com/embed/7UI1EE21PsA" frameborder="0" allowfullscreen="true"></iframe><br />
<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/26b3327c843ed2bc37a47edcb8cce1" loading="lazy"  alt="[Bild: 26b3327c843ed2bc37a47edcb8cce1]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Legende der Teufelstrillersonate </span><br />
<br />
"Eines Nachts träumte mir, ich hätte einen Pakt mit dem Teufel um meine Seele geschlossen. Alles ging nach meinem Kommando, mein neuer Diener erkannte im voraus all meine Wünsche. Da kam mir der Gedanke ihm meine Fiedel zu überlassen und zu sehen was er damit anfangen würde. Wie groß war mein Erstaunen, als ich ihn mit vollendetem Geschick eine Sonate von derart erlesener Schönheit spielen hörte, dass meine kühnsten Erwartungen übertroffen wurden. Ich war verzückt, hingerissen und bezaubert; mir stockte der Atem, und ich erwachte. Dann griff ich zu meiner Violine und versuchte die Klänge nachzuvollziehen. Doch vergebens. Das Stück, das ich daraufhin geschrieben habe, mag das Beste sein, das ich je komponiert habe, doch es bleibt weit hinter dem zurück, was ich im Traum gehört habe." <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Giuseppe Tartini</span></blockquote>
<br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/forum/images/attachments/171.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: 171.gif]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Teufelstrillersonate</span><br />
<br />
Prinz Luzifer erbot mir einen Pakt,<br />
als mich ein Klang in meinen Trämen traf.<br />
Ich war so leicht verführt in meinem Schlaf;<br />
Noch eh ich mich besinnen konnte packt<br />
<br />
mich schon der treibende Stakkato-Takt.<br />
"Ich schenk dir," sprach der schillernste Seraph,<br />
"die Welt! - fur mich begehr ich nur dein Ave."<br />
und greift im Spiel schon vor unsrem Kontrakt,<br />
<br />
spannt seine Flügel aus, um zu durchmessen<br />
die Höhn und Tiefen dieser Welt - und kurz<br />
hält er den Atem an um mich im Sturz<br />
zu lehren meine Schwere zu vergessen,<br />
<br />
entfesselt Stürme und der Sterne gleißen,<br />
um mich zum Schluß aus meinem Traum zu reißen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Giuseppe Tartini<br />
1692 - 1770 Italien<br />
<br />
Sonata in G Minor Chapter II<br />
<br />
<iframe width="560" height="315" src="//www.youtube-nocookie.com/embed/7UI1EE21PsA" frameborder="0" allowfullscreen="true"></iframe><br />
<br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/26b3327c843ed2bc37a47edcb8cce1" loading="lazy"  alt="[Bild: 26b3327c843ed2bc37a47edcb8cce1]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Legende der Teufelstrillersonate </span><br />
<br />
"Eines Nachts träumte mir, ich hätte einen Pakt mit dem Teufel um meine Seele geschlossen. Alles ging nach meinem Kommando, mein neuer Diener erkannte im voraus all meine Wünsche. Da kam mir der Gedanke ihm meine Fiedel zu überlassen und zu sehen was er damit anfangen würde. Wie groß war mein Erstaunen, als ich ihn mit vollendetem Geschick eine Sonate von derart erlesener Schönheit spielen hörte, dass meine kühnsten Erwartungen übertroffen wurden. Ich war verzückt, hingerissen und bezaubert; mir stockte der Atem, und ich erwachte. Dann griff ich zu meiner Violine und versuchte die Klänge nachzuvollziehen. Doch vergebens. Das Stück, das ich daraufhin geschrieben habe, mag das Beste sein, das ich je komponiert habe, doch es bleibt weit hinter dem zurück, was ich im Traum gehört habe." <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Giuseppe Tartini</span></blockquote>
<br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/forum/images/attachments/171.gif" loading="lazy"  alt="[Bild: 171.gif]" class="mycode_img" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Teufelstrillersonate</span><br />
<br />
Prinz Luzifer erbot mir einen Pakt,<br />
als mich ein Klang in meinen Trämen traf.<br />
Ich war so leicht verführt in meinem Schlaf;<br />
Noch eh ich mich besinnen konnte packt<br />
<br />
mich schon der treibende Stakkato-Takt.<br />
"Ich schenk dir," sprach der schillernste Seraph,<br />
"die Welt! - fur mich begehr ich nur dein Ave."<br />
und greift im Spiel schon vor unsrem Kontrakt,<br />
<br />
spannt seine Flügel aus, um zu durchmessen<br />
die Höhn und Tiefen dieser Welt - und kurz<br />
hält er den Atem an um mich im Sturz<br />
zu lehren meine Schwere zu vergessen,<br />
<br />
entfesselt Stürme und der Sterne gleißen,<br />
um mich zum Schluß aus meinem Traum zu reißen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Vergebens]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=732</link>
			<pubDate>Sat, 27 Oct 2007 02:45:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=25">renerpho</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=732</guid>
			<description><![CDATA[Im Land, das scheu sich jedem Blick entzieht,<br />
Dort wo Struktur das Licht in Farben spaltet<br />
Hat sich bei Abendröte stumm ein Lied,<br />
Ein bunter Klang wie aus dem Nichts entfaltet.<br />
<br />
Und als er aufbrach, stand in voller Blüte<br />
Für einen Augenblick er still im Glanz<br />
Und zehrte doch zu schnell von seiner Güte,<br />
Noch als er sich erhob, empor zum Tanz.<br />
<br />
Ein letztes Mal noch, bald, hob er die Schwinge –<br />
Und versank. Wer hätte es gedacht?<br />
Was träumt ein Klang, wenn nicht: gedacht zu werden?<br />
<br />
Dass einmal nur sein Lied nicht unterginge<br />
Im großen Ozean, in schwarzer Nacht, -<br />
Dies wünscht er mehr als alles sich auf Erden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Land, das scheu sich jedem Blick entzieht,<br />
Dort wo Struktur das Licht in Farben spaltet<br />
Hat sich bei Abendröte stumm ein Lied,<br />
Ein bunter Klang wie aus dem Nichts entfaltet.<br />
<br />
Und als er aufbrach, stand in voller Blüte<br />
Für einen Augenblick er still im Glanz<br />
Und zehrte doch zu schnell von seiner Güte,<br />
Noch als er sich erhob, empor zum Tanz.<br />
<br />
Ein letztes Mal noch, bald, hob er die Schwinge –<br />
Und versank. Wer hätte es gedacht?<br />
Was träumt ein Klang, wenn nicht: gedacht zu werden?<br />
<br />
Dass einmal nur sein Lied nicht unterginge<br />
Im großen Ozean, in schwarzer Nacht, -<br />
Dies wünscht er mehr als alles sich auf Erden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Choral]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=549</link>
			<pubDate>Thu, 17 May 2007 12:07:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=549</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Choral</span><br />
Nach der Himmelfahrtsmesse im Mainzer Dom<br />
<br />
Ganz wie ein Echo aufwärts hallt im Tal,<br />
erhebt sich die Gemeinde auf und singt.<br />
So friedlich, wie das Weihrauchpendel schwingt,<br />
so neigt und so erhebt sich der Choral<br />
<br />
und stößt an jeder Wand auf Resonanz;<br />
die ganze Kuppel eine Klangfigur.<br />
Ein Bildnis ohne Bild zu sein, Natur<br />
des Himmelfahrtsgedankens und der Glanz<br />
<br />
der Schöpfung, die sich jeden Tag erneuert,<br />
von einem Wort in immer neuen Liedern.<br />
Von so direkter Antwort angefeuert,<br />
stimmt eine Seele in die andre ein,<br />
bestimmt ein Allbewußtsein jedes Sein<br />
und hell klingt es aus jeder Sphäre wieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Choral</span><br />
Nach der Himmelfahrtsmesse im Mainzer Dom<br />
<br />
Ganz wie ein Echo aufwärts hallt im Tal,<br />
erhebt sich die Gemeinde auf und singt.<br />
So friedlich, wie das Weihrauchpendel schwingt,<br />
so neigt und so erhebt sich der Choral<br />
<br />
und stößt an jeder Wand auf Resonanz;<br />
die ganze Kuppel eine Klangfigur.<br />
Ein Bildnis ohne Bild zu sein, Natur<br />
des Himmelfahrtsgedankens und der Glanz<br />
<br />
der Schöpfung, die sich jeden Tag erneuert,<br />
von einem Wort in immer neuen Liedern.<br />
Von so direkter Antwort angefeuert,<br />
stimmt eine Seele in die andre ein,<br />
bestimmt ein Allbewußtsein jedes Sein<br />
und hell klingt es aus jeder Sphäre wieder.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fehlklänge]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=414</link>
			<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 16:12:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=9">Margret</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=414</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fehlklänge </span><br />
<br />
Es drangen leise Töne her zu meinen Ohren, <br />
die Stimme war wie Glockenklang im Abendwind, <br />
ich hörte sie und meine Augen wurden blind, <br />
schon gaben meine Sinne sich verloren. <br />
<br />
Die feine Melodie hat sie herauf beschworen, <br />
die Bilder, die in mir seit dem gefangen sind. <br />
Ich wähnte mich so glücklich wie ein kleines Kind, <br />
auch, wie von einem Liebsten auserkoren. <br />
<br />
Das Saitenspiel, es klang so meisterlich, <br />
so zauberhaft durchwebte es die Räume; <br />
ich sank in dieses trügerische Dich und Mich. <br />
<br />
In dem Moment, da eine Saite sprang, <br />
erkannte ich den Trugschluss meiner Träume; <br />
er las die Noten nur vom Blatt zu dem Gesang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fehlklänge </span><br />
<br />
Es drangen leise Töne her zu meinen Ohren, <br />
die Stimme war wie Glockenklang im Abendwind, <br />
ich hörte sie und meine Augen wurden blind, <br />
schon gaben meine Sinne sich verloren. <br />
<br />
Die feine Melodie hat sie herauf beschworen, <br />
die Bilder, die in mir seit dem gefangen sind. <br />
Ich wähnte mich so glücklich wie ein kleines Kind, <br />
auch, wie von einem Liebsten auserkoren. <br />
<br />
Das Saitenspiel, es klang so meisterlich, <br />
so zauberhaft durchwebte es die Räume; <br />
ich sank in dieses trügerische Dich und Mich. <br />
<br />
In dem Moment, da eine Saite sprang, <br />
erkannte ich den Trugschluss meiner Träume; <br />
er las die Noten nur vom Blatt zu dem Gesang.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Greensleeves (Hommage an eine Weise)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=317</link>
			<pubDate>Mon, 29 Jan 2007 12:30:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=12">Friedrich</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=317</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Greensleeves</span> (Hommage an eine Weise)<br />
<br />
Erinnerungen driften aus dem Duft <br />
des Augenblicks, verschwinden wieder <br />
im Atem ferner Zeit - es bleiben Lieder <br />
und Widerhall. Unwiderstehlich ruft <br />
<br />
die Melodie, sie öffnet, schließt die Kluft, <br />
verbirgt, vibriert, verführt und löst die Glieder, <br />
entlässt im Wähnen, Hoffen liegt darnieder <br />
und keimt doch wieder, raubt die Atemluft. <br />
<br />
Und wieder, immer wieder, lockt die Weise <br />
aus ihrem Feengesicht, wenn Grün den Bund <br />
mit lang gehegtem Sehnen schließt und leise <br />
<br />
die Hügelpforten öffnet wie den Mund, <br />
dem dieses Lied entspringt und Klang die Reise <br />
begleitet, bis der Nu versinkt im Rund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Greensleeves</span> (Hommage an eine Weise)<br />
<br />
Erinnerungen driften aus dem Duft <br />
des Augenblicks, verschwinden wieder <br />
im Atem ferner Zeit - es bleiben Lieder <br />
und Widerhall. Unwiderstehlich ruft <br />
<br />
die Melodie, sie öffnet, schließt die Kluft, <br />
verbirgt, vibriert, verführt und löst die Glieder, <br />
entlässt im Wähnen, Hoffen liegt darnieder <br />
und keimt doch wieder, raubt die Atemluft. <br />
<br />
Und wieder, immer wieder, lockt die Weise <br />
aus ihrem Feengesicht, wenn Grün den Bund <br />
mit lang gehegtem Sehnen schließt und leise <br />
<br />
die Hügelpforten öffnet wie den Mund, <br />
dem dieses Lied entspringt und Klang die Reise <br />
begleitet, bis der Nu versinkt im Rund.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Wellen von Vigo]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=252</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 14:02:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=252</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> Die Wellen von Vigo rollen heute an die Küste der geschäftigen Industriestadt Vigo im Norden Spaniens. Wellen der Sehnsucht und der Liebe sind diese Wellen von Vigo in den wohl ältesten überlieferten <br />
Liebesliedern Spaniens, den CANTIGAS DE AMIGO. <br />
Im Jahr 1914 findet man im Einband eines alten Buches ein loses, beschädigtes Pergament; darauf sieben Gedichte und sechs Melodien - wie sich später herausstellt, ist dieser Fund ein unbezahlbarer Schatz <br />
aus der Vergangenheit: Lieder des 13. Jahrhunderts - "Cantigas de amigo" - der erste uns erhaltene Liederzyklus. <br />
Verfasser war der Dichter und Musiker Martín Códax. </blockquote>
<br />
Das Zitat stammt aus dem Booklet der CD "Waves of Vigo" von den Freiburger Spielleyt <br />
<br />
<br />
Hier zunächst der Original-Text <br />
<br />
<br />
CANTIGAS DE AMIGO <br />
<br />
<br />
1.<br />
<br />
Ondas do mar de Vigo <br />
se vistes meu amigo? <br />
E ai Deus, se verrá cedo! <br />
<br />
Ondas do mar levado, <br />
se vistes meu amado? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
Se vistes meu amigo, <br />
o porque eu sospiro? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
Se vistes meu amado, <br />
por que ei gran coidado? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
<br />
2.<br />
<br />
Mandad' ei comigo <br />
ca ven meu amigo, <br />
E irei, madr' a Vigo! <br />
<br />
Comig'ei mandado, <br />
ca ven meu amado, <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven meu amigo <br />
e ven san' e vivo: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven meu amado <br />
e ven viv' e sano: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven san' e vivo <br />
e del rei amigo: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven vivo e sano <br />
e del rei privado. <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
<br />
3.<br />
<br />
Quantas sabedes amar amigo, <br />
treides comig'a lo mar de Vigo, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
Quantas sabedes d'amor amado <br />
treides comig'a lo mar levado, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
Treides comig' a lo mar de Vigo <br />
e veremos o meu amigo, <br />
e bannar nos emos nas ondas <br />
<br />
Treides comig'a lo mar levado <br />
e veeremo meu amado, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
<br />
4.<br />
<br />
Eno sagrado en Vigo <br />
bailava corpo velido. <br />
Amor ei <br />
<br />
En Vigo, no sagrado, <br />
bailava corpo delgado. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Bailava corpo delgado <br />
que nunca ouver amado. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Bailava corpo velido <br />
que nunca ouver amigo. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Que nunca ouver amigo <br />
ergas no sagrad' en Vigo, <br />
Amor ei. <br />
<br />
Que nunca ouver amado <br />
ergas en vigo, no sagrado. <br />
Amor ei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> Die Wellen von Vigo rollen heute an die Küste der geschäftigen Industriestadt Vigo im Norden Spaniens. Wellen der Sehnsucht und der Liebe sind diese Wellen von Vigo in den wohl ältesten überlieferten <br />
Liebesliedern Spaniens, den CANTIGAS DE AMIGO. <br />
Im Jahr 1914 findet man im Einband eines alten Buches ein loses, beschädigtes Pergament; darauf sieben Gedichte und sechs Melodien - wie sich später herausstellt, ist dieser Fund ein unbezahlbarer Schatz <br />
aus der Vergangenheit: Lieder des 13. Jahrhunderts - "Cantigas de amigo" - der erste uns erhaltene Liederzyklus. <br />
Verfasser war der Dichter und Musiker Martín Códax. </blockquote>
<br />
Das Zitat stammt aus dem Booklet der CD "Waves of Vigo" von den Freiburger Spielleyt <br />
<br />
<br />
Hier zunächst der Original-Text <br />
<br />
<br />
CANTIGAS DE AMIGO <br />
<br />
<br />
1.<br />
<br />
Ondas do mar de Vigo <br />
se vistes meu amigo? <br />
E ai Deus, se verrá cedo! <br />
<br />
Ondas do mar levado, <br />
se vistes meu amado? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
Se vistes meu amigo, <br />
o porque eu sospiro? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
Se vistes meu amado, <br />
por que ei gran coidado? <br />
E ai Deus, se verra cedo! <br />
<br />
<br />
2.<br />
<br />
Mandad' ei comigo <br />
ca ven meu amigo, <br />
E irei, madr' a Vigo! <br />
<br />
Comig'ei mandado, <br />
ca ven meu amado, <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven meu amigo <br />
e ven san' e vivo: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven meu amado <br />
e ven viv' e sano: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven san' e vivo <br />
e del rei amigo: <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
Ca ven vivo e sano <br />
e del rei privado. <br />
E irei, madr'a Vigo! <br />
<br />
<br />
3.<br />
<br />
Quantas sabedes amar amigo, <br />
treides comig'a lo mar de Vigo, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
Quantas sabedes d'amor amado <br />
treides comig'a lo mar levado, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
Treides comig' a lo mar de Vigo <br />
e veremos o meu amigo, <br />
e bannar nos emos nas ondas <br />
<br />
Treides comig'a lo mar levado <br />
e veeremo meu amado, <br />
e bannar nos emos nas ondas. <br />
<br />
<br />
4.<br />
<br />
Eno sagrado en Vigo <br />
bailava corpo velido. <br />
Amor ei <br />
<br />
En Vigo, no sagrado, <br />
bailava corpo delgado. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Bailava corpo delgado <br />
que nunca ouver amado. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Bailava corpo velido <br />
que nunca ouver amigo. <br />
Amor ei. <br />
<br />
Que nunca ouver amigo <br />
ergas no sagrad' en Vigo, <br />
Amor ei. <br />
<br />
Que nunca ouver amado <br />
ergas en vigo, no sagrado. <br />
Amor ei]]></content:encoded>
		</item>
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