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Rime 239. Com'esser, donna, può quel c'alcun vede
#1
Com’esser, donna, può quel c’alcun vede
per lunga sperïenza, che più dura
l’immagin viva in pietra alpestra e dura
che ’l suo fattor, che gli anni in cener riede?

  La causa a l’effetto inclina e cede,
onde dall’arte è vinta la natura.
I’ ’l so, che ’l pruovo in la bella scultura,
c’all’opra il tempo e morte non tien fede.

  Dunche, posso ambo noi dar lunga vita
in qual sie modo, o di colore o sasso,
di noi sembrando l’uno e l’altro volto;

  sì che mill’anni dopo la partita,
quante voi bella fusti e quant’io lasso
si veggia, e com’amarvi i’ non fu’ stolto.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
In Übersetzung von
Sophie Hasenclever



Wie kann es sein, was doch Erfahrung kündet,
Dass ein lebendig Bild aus Stein gemacht
Den Meister überlebt, der es erdacht!
Das Bild besteht, wenn er zu Asche schwindet.

Sieh, wie das Bild den Bildner überwindet l
Es weichet die Natur der Kunst an Macht;
Mich lehrt's die Bildnerei, was sie vollbracht.
Nicht Zeit und Tod zerstören es verbündet.

So könnt' im Stein ich oder auch in Farben
Uns langes Dasein leili'n, dass unser Wesen
Und unser Antlitz treu bewahret bliebe;

Dann sieht man tausend Jahr, nachdem wir starben,
Wie schön du warst, wie traurig ich gewesen.
Doch thöricht nicht, dass ich dich maasslos liebe.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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