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Es rauscht der Wald das Lied vom Vagabunden
#1
Es rauscht der Wald das Lied vom Vagabunden
hinüber in des Dorfes stumme Gassen.
Die lauten Zecher all den Krug verlassen
und ziehn zum Talgrund, wo man ihn gefunden.

Schneeweiss sein Angesicht! Zwei dunkle Wunden
verschwimmen kühl auf seiner Stirn, der blassen.
Daneben ein Papier: "Ein Kind der Strassen,
das heiss geliebt, gefehlt - und Reu' empfunden."

Und einer raunt: "Am Wegesrand verdorben!"
Er schlägt ein Kreuz und flieht zum Dorfe wieder:
"Kein Grab für den, der so den Tod geworben!"

Den Wald ergreift ein tiefes, wildes Weh,
und sacht, erbarmend auf den Toten nieder
senkt leis der Himmel seinen reinen Schnee.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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