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Spielkram: Sonette nach aufgegebenem Endreim
#36
Da baumelt er, der Schuft, am Galgenbaum.
Sein letzter Atemzug ist längst verpufft
und bald verwahrt man ihn in einer Gruft.
Ob irgendwer noch um ihn trauert? Kaum.

Schon spähen Krähen her vom Waldessaum.
Die finden ja Geschmack an einem Schuft.
Und – horch – ein Bellen schallt aus schwarzer Kluft:
Die Bestie – sie hält sich kaum im Zaum!

Mit rotem Schlund lechzt dort der Höllenhund,
was andern Unheil bringt, das bringt ihm Heil,
ihm schmecken Mord und Totschlag, Schmutz und Schund.

Der Henker aber streichelt sanft sein Beil.
Er weiß, es fühlt sich ausgehöhlt und wund:
Den Vorzug gab man diesmal ja dem Seil.
Zur gefälligen Fortsetzung...

starrt
Meise
leise
hart

Gegenwart
weise
Reise
vernarrt

Quarz
Flöte
schwarz

böte
Harz
Nöte
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Traumwelt - von Don Quixote - 13.02.2007, 01:14
Der arme Schuft - von Don Quixote - 13.02.2007, 12:35

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