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La Tersicore overo scherzi: 00 (Eingang)
#1
In der Übertragung von
Hans Assmann von Abschatz

1656 - 1699


Eingang.

Der  Himmel pflanʒt ung selbſt die Neigung zu euch ein/
Drum will ich euer Lob /ihr Nimphen / izt erheben.
Ob gleich der Warheit scheint mein Wort zu widerstreben /
Wer Franenzimmer lobt/ kan nimmer unrecht seyn.

Was schadet in der Höh der Sonne lichtem Schein /
Ob sie in Wolken steckt/ ob Dünste sie umgeben ?
So muß auch eure Zier stets siegend oben schweben /
Ist sie gleich dann und wann verdeckt und minder rein,

Ein Glantz von oben her feurt eure Sinnen an/
Und spielet unvermerckt anff uns mit so viel Strahlen /
Daß sie kein Mangel nicht von aussen blenden kan.

Hilf mir / Terpsichore / der Welt für Augen mahlen/
daß, wann man die Vernunfft dev Warheit leger bey /
Die Frauen Alte schoön / und keine greulich sey.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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