26.10.2024, 09:01
Sonette eines Deutschen
I.
Seit jene unterm Schein des Rechtes raubten,
Mit Waffen schlugen, dem die Wehr gefallen,
Entsanken uns die Worte, die wir glaubten,
Mißtraun wir zweifelnd selber uns und allen.
Denn ob, gedenkend unsrer bessren Stunden,
Wir leicht uns feiern, einsam spiegelnd loben,
Sind wir nicht dennoch insgeheim verbunden
Den bösen Geistern, die in jenen toben?
Sind wir nicht alle eines Bodens Kinder,
Die argen Brüder und die klugen, zarten -
Desselben Blutes, Richter wir und Sünder,
Wie Gift und Rose Gabe eines Garten?
Der Seele Frieden wurde uns genommen,
Nun sich die Wütenden vermengt den Frommen.
.
I.
Seit jene unterm Schein des Rechtes raubten,
Mit Waffen schlugen, dem die Wehr gefallen,
Entsanken uns die Worte, die wir glaubten,
Mißtraun wir zweifelnd selber uns und allen.
Denn ob, gedenkend unsrer bessren Stunden,
Wir leicht uns feiern, einsam spiegelnd loben,
Sind wir nicht dennoch insgeheim verbunden
Den bösen Geistern, die in jenen toben?
Sind wir nicht alle eines Bodens Kinder,
Die argen Brüder und die klugen, zarten -
Desselben Blutes, Richter wir und Sünder,
Wie Gift und Rose Gabe eines Garten?
Der Seele Frieden wurde uns genommen,
Nun sich die Wütenden vermengt den Frommen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

