15.03.2025, 08:46
In Übersetzung von
Hermann Simon
1814 – 1890
V.
Ich blick’ empor und jedes Fenster strahlt
Von todten Heil’gen, die im Glaubensstreite
Gemartert erst, verklärt dann ob dem Leide;
Der mächt’gen Rose Blätter sind bemalt
Mit Engelsang, mit Christ’s Triumphgewalt;
Glanz häuft auf Glanz sich und an Dante’s Seite
Steht Beatrice wieder, strahlt vor Freude,
Zürnt nicht, ihr Liebeswort ihr Lächeln malt.
Die Orgel rauscht und Chöre, unsichtbar
Latein’sche Friedens-, Liebes-Lieder singen
Und segen Dir ertheilt der heil’ge Geist.
Vom Thurm’ das Läuten tönt melosisch klar;
Der Stadt, dem Himmel will’s die Kunde bringen
daß jetzt die Hostie der Priester weist.
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Hermann Simon
1814 – 1890
V.
Ich blick’ empor und jedes Fenster strahlt
Von todten Heil’gen, die im Glaubensstreite
Gemartert erst, verklärt dann ob dem Leide;
Der mächt’gen Rose Blätter sind bemalt
Mit Engelsang, mit Christ’s Triumphgewalt;
Glanz häuft auf Glanz sich und an Dante’s Seite
Steht Beatrice wieder, strahlt vor Freude,
Zürnt nicht, ihr Liebeswort ihr Lächeln malt.
Die Orgel rauscht und Chöre, unsichtbar
Latein’sche Friedens-, Liebes-Lieder singen
Und segen Dir ertheilt der heil’ge Geist.
Vom Thurm’ das Läuten tönt melosisch klar;
Der Stadt, dem Himmel will’s die Kunde bringen
daß jetzt die Hostie der Priester weist.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

