03.03.2025, 09:29
In Übersetzung von
Hermann Simon
1814 – 1890
IV.
Im weißen Schleier und im Glutgewand
Steht sie vor Dir die einst Dein junges Herz
Mit Leidenschaft erfüllt, mit Sehnsuchtsschmerz,
Bei der Derin Lied all seine Gluten fand.
Als Deinen Namen zürnend sie genannt.
Zerschmilzt wie Schnee auf Bergeshöh’n Dein Herz,
Vor Scham strömt über Deiner Seele Schmerz,
Und Deine Lippen schluchzen unverwandt.
Du beichtest Alles. morgendämm’rungsglanz
Scheint, wie den dunklen Wald, Dir zu umbeben
Die Stirne, welche sich zu ihr erhebt,
Lethe und Eunoe – Dein Traumesglanz,
Vergess’nes Elend, - Alles ist vergeben,
Und sel’ger Himmelsfrieden Dich durchbebt.
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Hermann Simon
1814 – 1890
IV.
Im weißen Schleier und im Glutgewand
Steht sie vor Dir die einst Dein junges Herz
Mit Leidenschaft erfüllt, mit Sehnsuchtsschmerz,
Bei der Derin Lied all seine Gluten fand.
Als Deinen Namen zürnend sie genannt.
Zerschmilzt wie Schnee auf Bergeshöh’n Dein Herz,
Vor Scham strömt über Deiner Seele Schmerz,
Und Deine Lippen schluchzen unverwandt.
Du beichtest Alles. morgendämm’rungsglanz
Scheint, wie den dunklen Wald, Dir zu umbeben
Die Stirne, welche sich zu ihr erhebt,
Lethe und Eunoe – Dein Traumesglanz,
Vergess’nes Elend, - Alles ist vergeben,
Und sel’ger Himmelsfrieden Dich durchbebt.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

