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Sonnets 018
#10
In Übersetzung von
Benno Tschischwitz
1828 – 1890



18.

Soll ich dich einem Sommertage gleichen?
Maßvoller bist und holder du von Sinn.
Maiknöspchen kann der rauhe Sturm erreichen,
Und Sommerfreuden fliehen bald dahin.

Des Himmels Strahlenaug, oft glüht’s zu heiß,
Oft ist sein golden Angesicht umnachtet;
Was schön, entsinkt des Schönen Zauberkreis,
Weil Zufall und Natur nach Wechsel trachtet.

Dein Sommer soll einst ohne Wechsel dauern,
Der Schönheit Recht dir nie verloren sein,
Nie wandeln sollst du in des Todes Schauern,
Der Ewigkeit wird dieses Lied dich weihn.

So lang ein Mensch noch lebt, ein Auge sieht,
So lang lebt dies, und du in diesem Lied.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Sonnets 018 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
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