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Sonnets 018 - ZaunköniG - 13.08.2007 William Shakespeare 1564 – 1616 England XVIII. Shall I compare thee to a summer's day? Thou art more lovely and more temperate: Rough winds do shake the darling buds of May, And summer's lease hath all too short a date: Sometime too hot the eye of heaven shines, And often is his gold complexion dimm'd; And every fair from fair sometime declines, By chance or nature's changing course untrimm'd; But thy eternal summer shall not fade Nor lose possession of that fair thou owest; Nor shall Death brag thou wander'st in his shade, When in eternal lines to time thou growest: So long as men can breathe or eyes can see, So long lives this and this gives life to thee. . RE: Sonnets 018 - ZaunköniG - 26.02.2023 Übersetzung von Terese Robinson 1873 – 1933 XVIII. Soll ich dich einem Sommertag vergleichen, Der du viel lieblicher und sanfter bist? Durch Maienblüten rauhe Winde streichen, Und Sommers Pracht hat allzu kurze Frist. Oft fühlst zu heiß des Himmels Aug' du brennen, Oft hüllt zu dunkler Schleier sein Azur, Und stets muß Schönes sich vom Schönen trennen Durch Zufall oder Wandel der Natur. Doch deines Sommers Glanz wird nie ermatten, Nie von dir fallen deine Herrlichkeit, Nie wirst du wandeln in des Todes Schatten, In ewigen Reimen strahlst du durch die Zeit. So lange Menschen atmen, Augen sehn, Wird dies mein Lied, wirst du in ihm bestehn. . RE: Sonnets 018 - ZaunköniG - 08.07.2024 In der Übersetzung von Johann Gottlob Regis XVIII. Soll ich dich einem Sommertag vergleichen? Anmutiger, gemäßigter bist du. Des Maies Lieblinge jagt Sturmwind von den Zweigen, Und nur zu früh gehn Sommers Pforten zu. Bald scheint zu heiß des Himmels Auge, bald Umdunkelt sich sein goldner Kreis; es weilet Das Schöne nie in seiner Wohlgestalt, vom Zufall, vom Naturlauf übereilet. Du aber sollst in ew'gem Sommer blühn, Nie deiner Schönheit Eigentum veralten; Nie soll dich Tod in seine Schatten ziehn, Wenn ew'ge Zeilen dich der Zeit erhalten. Solange Menschen atmen, Augen sehen, So lang lebt dies, und heißt dich fortbestehn. . RE: Sonnets 018 - ZaunköniG - 03.12.2024 Übersetzung von Max Josef Wolff XVIII Soll ich dich einem Sommertag vergleichen? Er ist wie du so lieblich nicht und lind; Nach kurzer Dauer muß sein Glanz verbleichen, Und selbst in Maienknospen tobt der Wind. Oft blickt zu heiß des Himmels Auge nieder, Oft ist verdunkelt seine goldne Bahn, Denn alle Schönheit blüht und schwindet wieder, Ist wechselndem Geschicke untertan. Dein ew'ger Sommer doch soll nie verrinnen, Nie fliehn die Schönheit, die dir eigen ist, Nie kann der Tod Macht über dich gewinnen, Wenn du in meinem Lied unsterblich bist! Solange Menschen atmen, Augen sehn, Lebt mein Gesang und schützt dich vor Vergehn! . RE: Sonnets 018 - ZaunköniG - 25.02.2025 In Übersetzung von Emil Wagner 1810 - 1889 (eigentlich: Ludwig Reinhold Walesrode) XVIII. Soll ich vergleichen dich dem Sommertag? Nein, nicht so lieblich ist er und so mild; Wie oft der Sturm des Frühlings Knospen brach, Und Sommer weilt nur flüchtig im Gefild! Oft scheint des Himmels goldnes Aug’ zu heiß, Oft trübet sich sein strahlend Angesicht, Und wie oft schwindet seiner Schönheit Preis, Wenn Zufall oder die Natur sie bricht! Doch nie ein Ende deinem Sommer droht, Verlust des Schönen nie, was dir gehört; Dich zu umschatten, rühmt sich nie der Tod, Wenn du in ew’gen Liedern wirst verklärt; So lang ein Athem weht, ein Auge sieht, Lebt und verleiht dir Leben dieses Lied. . |