05.08.2024, 09:58
II.
Sie plaudern abendlich in leisen Tönen,
Die armen Blumen, die am Fenster schmachten,
Die nur nach einem Windeshauche trachten
Und nach des Himmels vollem Anblick sehnen.
Eh’ Menschen noch, ihr Zimmer zu verschönen,
Die duft’gen Blumen in’s Gefängniß brachten,
Da sie noch frei in grüner Erde lachten,
Bedurften sie der Sprache nicht, der Thränen.
Doch als in das Gemach man sie geschlossen,
Da gab der Himmel ihnen eine Sprache,
Daß nun die Blume es der Blume sage
Wann Leid sie quält, wann sie ein Glück genossen.
Man hört, was sie gesehn vom Edlen, Schönen,
Aus Worten, die sie nicht verstanden wähnen.
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Sie plaudern abendlich in leisen Tönen,
Die armen Blumen, die am Fenster schmachten,
Die nur nach einem Windeshauche trachten
Und nach des Himmels vollem Anblick sehnen.
Eh’ Menschen noch, ihr Zimmer zu verschönen,
Die duft’gen Blumen in’s Gefängniß brachten,
Da sie noch frei in grüner Erde lachten,
Bedurften sie der Sprache nicht, der Thränen.
Doch als in das Gemach man sie geschlossen,
Da gab der Himmel ihnen eine Sprache,
Daß nun die Blume es der Blume sage
Wann Leid sie quält, wann sie ein Glück genossen.
Man hört, was sie gesehn vom Edlen, Schönen,
Aus Worten, die sie nicht verstanden wähnen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

