16.09.2024, 11:06
In Übertragungen von
Richard Zoozmann
1921
Neuntes Sonett
Der Liebe muß ich sinnend oftmals denken,
Die ums Gemüt mir dumpfes Dunkel breitet,
Muß fragend selbst in Mitleid mich versenken:
Hat Amor andern auch solch Weh bereitet?
Mein Leben zagt, wenn er mich wild bestreitet,
So jäh pflegt sich sein Haß auf mich zu lenken!
ein Geist nur aus dem Sturm gerettet gleitet
Und bleibt und spricht von Euch, mir Trost zu schenken.
Verhärmt und kraftlos, weil mein Herz so leidet,
Bezwing ich mich, gesunknen Mut zu heben
Und hoff, in Eurer Nähe zu genesen.
Doch kaum, daß sich an Euch mein Auge weidet,
Bebt jähe Schwäche durch mein ganzes Wesen
Und aus den Pulsen will die Seele schweben!
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Richard Zoozmann
1921
Neuntes Sonett
Der Liebe muß ich sinnend oftmals denken,
Die ums Gemüt mir dumpfes Dunkel breitet,
Muß fragend selbst in Mitleid mich versenken:
Hat Amor andern auch solch Weh bereitet?
Mein Leben zagt, wenn er mich wild bestreitet,
So jäh pflegt sich sein Haß auf mich zu lenken!
ein Geist nur aus dem Sturm gerettet gleitet
Und bleibt und spricht von Euch, mir Trost zu schenken.
Verhärmt und kraftlos, weil mein Herz so leidet,
Bezwing ich mich, gesunknen Mut zu heben
Und hoff, in Eurer Nähe zu genesen.
Doch kaum, daß sich an Euch mein Auge weidet,
Bebt jähe Schwäche durch mein ganzes Wesen
Und aus den Pulsen will die Seele schweben!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

