17.12.2025, 08:51
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
LXXXIX.
Du flohest mich. Nenn’ einen schlimmen Streich,
Warum? und ich beweise meine Sünde.
Sprich, ich sei lahm, und sieh! ich hinke gleich:
Mit keinem Wort bestreit’ ich deine Gründe.
Du kannst mir Herz, nicht halb so kalt begegnen,
Ersehnte Trennung zu beschönigen,
Als ich mir selber, deines Friedens wegen,
Will sein, Bekanntschaft würgen, fremde sehn,
Fern deinen Wegen sein will. – Lippen schweiget,
Nennt künftig nur den teuern Namen nicht!
Damit der Ungeweihte ihn nicht bleichet,
Wenn er vielleicht von alter Freundschaft spricht.
Für dich hier biet’ ich Krieg der eignen Brust;
Denn nimmer lieb’ ich, wen du hassen mußt.
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Johann Gottlob Regis
LXXXIX.
Du flohest mich. Nenn’ einen schlimmen Streich,
Warum? und ich beweise meine Sünde.
Sprich, ich sei lahm, und sieh! ich hinke gleich:
Mit keinem Wort bestreit’ ich deine Gründe.
Du kannst mir Herz, nicht halb so kalt begegnen,
Ersehnte Trennung zu beschönigen,
Als ich mir selber, deines Friedens wegen,
Will sein, Bekanntschaft würgen, fremde sehn,
Fern deinen Wegen sein will. – Lippen schweiget,
Nennt künftig nur den teuern Namen nicht!
Damit der Ungeweihte ihn nicht bleichet,
Wenn er vielleicht von alter Freundschaft spricht.
Für dich hier biet’ ich Krieg der eignen Brust;
Denn nimmer lieb’ ich, wen du hassen mußt.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

