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Sonnets 080
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



LXXX.

O, wie verzag’ ich, wenn ich, von dir dichtend,
Weiß, wie ein bess’rer Geist dich hoch erhob,
Auf deinen Ruhm all seine Kräfte richtend,
Daß ich verstummen muß mit meinem Lob.

Doch, weil dein Wert, weit, wie der Ozean,
Die ärmsten Segel trägt wie reichste Schiffe,
Wagt sich mein kecker, weit gering’rer Kahn
Mutwillig in die Fluten deiner Tiefe.

Mir macht zur Fahrt dein kleinster Beistand Bahn,
Wenn er auf deiner vollsten Woge ruht:
Und scheit’r ich, bin ich nur ein schlechter Kahn;
Er aber lang gebaut, und bläht sich gut.

Nun, wenn ich sänk’, und er geborgen bliebe,
Was läg daran! – Mein Tod war meine Liebe.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 080 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 080 - von ZaunköniG - 12.04.2023, 19:23
RE: Sonnets 080 - von ZaunköniG - 29.11.2025, 08:22

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