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Sonnets 074
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



LXXIV.


Doch, fürchte nicht! Wenn jenes Schergen Wut,
Der keinen Bürgen duldet, mich vertreibt,
Lebt etwas fort von meiner Lebensglut
In dieser Schrift, das dir zum Denkmal bleibt.

Wenn du sie liesest, findest du darin
Den Teil, das eben was sich widmet dir.
Denn Erd’ ist irden, geht zur Erde hin:
Mein Geist ist dein, der bess’re Teil von mir.

So nur des Lebens Schutt verlierst du, bloßes
Wurmeigentum mit dieses Leichnams Spur;
Das Feiglingsopfer eines Mörderstoßes,
Zu niedrig, daß du sein gedächtest nur.

Der Wert von dem ist das, was enthält;
Und das ist dies, und dies bleibt dir gesellt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 074 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 074 - von ZaunköniG - 09.04.2023, 12:45
RE: Sonnets 074 - von ZaunköniG - 13.11.2025, 08:18

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