11.10.2025, 11:39
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis
LXXIII.
Die Zeit des Jahres kannst du an mir sehn,
Wenn, kaum mit wenig gelbem Laub behangen
Die Zweige zittern in der Fröste Wehn,
Verfallnen Chören gleich, wo einst die Vögel sangen.
Ein solches Dämmerlicht stell’ ich dir vor,
Wie, wenn die Sonne sank, im Westen bleichet
Allmählich hüllt’s die Nacht in trüben Flor,
In Todes Schein, der alles Leben scheuchet.
Du siehst in mir des Feuers Überdruß,
Das auf der Asche seiner Jugend liegt
Wie auf dem Todbett, wo es sterben muß,
Und an dem Stoff, der es ernährt, versiecht.
Du siehst es ein, und deine Lieb’ umfaßt
Noch feuriger, was du nicht lang mehr hast.
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Johann Gottlob Regis
LXXIII.
Die Zeit des Jahres kannst du an mir sehn,
Wenn, kaum mit wenig gelbem Laub behangen
Die Zweige zittern in der Fröste Wehn,
Verfallnen Chören gleich, wo einst die Vögel sangen.
Ein solches Dämmerlicht stell’ ich dir vor,
Wie, wenn die Sonne sank, im Westen bleichet
Allmählich hüllt’s die Nacht in trüben Flor,
In Todes Schein, der alles Leben scheuchet.
Du siehst in mir des Feuers Überdruß,
Das auf der Asche seiner Jugend liegt
Wie auf dem Todbett, wo es sterben muß,
Und an dem Stoff, der es ernährt, versiecht.
Du siehst es ein, und deine Lieb’ umfaßt
Noch feuriger, was du nicht lang mehr hast.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

