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Sonnets 019
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



XIX.

Stumpfe, du gierige Zeit! des Löwen Krallen,
Der Erde gib zum Fraß die eigne Kinderbrut;
Laß wildem Tigerschlund die scharfen Zähn entfallen,
Flamm auf den Phönix im uralten Blut:

Gib froh und bang auf deiner Flucht die Stunden
Der weiten Welt, tu was du willst mit ihr
Und allem Schönen drin entstanden wie verschwunden;
Nur einen ärgsten Frevel wehr ich dir:

O furche nicht die schöne Stirn des Lieben!
Mit deinem grauen Kiel zieh keine Linien dort:
Ihn wolle nicht in deinem Laufe trüben!
Der Schönheit Muster leucht er künftgen Tagen fort.

Doch tu dein ärgstes, alte Zeit! es blüht
Trotz deiner Wut mein Lieb doch jung in meinem Lied.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 019 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 019 - von ZaunköniG - 26.02.2023, 02:15
RE: Sonnets 019 - von ZaunköniG - 10.07.2024, 10:28
RE: Sonnets 019 - von ZaunköniG - 05.12.2024, 11:23
RE: Sonnets 019 - von ZaunköniG - 27.02.2025, 10:58

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