27.12.2025, 02:36
Genieblick
O Augen des Genies! Der Psyche Sitze
Die sie zum Thron im Körper sich erwählet!
O Pole, wo sich Geist und Stoff vermählet,
Ihr in den Götterhimmel lichte Ritze!
Säh’ von der Märtyrkrone Dorn und Spitze
Des Genius Antlitz noch so sehr zerquälet,
Wär’ nicht ein Zug, der seine Art erzählet,
verrietzen doch ihn seiner Augen Blitze.
Denn wie’s dem Lästerer, dem Gottverneiner,
Aus des bestirnten Himmels Weltenferne
„Es ist ein Gott!“ herniedertönt zum Spotte:
So, wär’ er häßlich selbst, wie irgend einer,
Es riefen doch des Genius Augensterne:
„Hier thront der Geist!“ und „Dieser ist vom Gotte!“
O Augen des Genies! Der Psyche Sitze
Die sie zum Thron im Körper sich erwählet!
O Pole, wo sich Geist und Stoff vermählet,
Ihr in den Götterhimmel lichte Ritze!
Säh’ von der Märtyrkrone Dorn und Spitze
Des Genius Antlitz noch so sehr zerquälet,
Wär’ nicht ein Zug, der seine Art erzählet,
verrietzen doch ihn seiner Augen Blitze.
Denn wie’s dem Lästerer, dem Gottverneiner,
Aus des bestirnten Himmels Weltenferne
„Es ist ein Gott!“ herniedertönt zum Spotte:
So, wär’ er häßlich selbst, wie irgend einer,
Es riefen doch des Genius Augensterne:
„Hier thront der Geist!“ und „Dieser ist vom Gotte!“
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

