03.12.2025, 08:21
Das Duell
Am Wirtshaustisch bei starken Weines Quelle
Entspinnt sich Zank ob einer Nichtigkeit;
Den Guten schilt der Schlechte was im Streit,
Der andern Richtspruch zwingt sie zum Duelle.
Sie fechten, weil man anders sie bespeit,
Da bleibt der gute leblos auf der Stelle;
Doch durch die Frommen geht’s mit Windesschnelle:
Wer glaubt an Gott noch und Gerechtigkeit?
O Menschen, wahnbetörte, blinde Meute!
was klagt ihr Gott ob eig’nes Irrsinns an?
Hieß er euch, also schlichten Knabenstreite?
Gott ist gerecht und war’s nicht minder heute,
Da er gerächt barbar’scher Satzung Wahn:
Nur eurer Dummheit fiel der Mann zur Beute!
Am Wirtshaustisch bei starken Weines Quelle
Entspinnt sich Zank ob einer Nichtigkeit;
Den Guten schilt der Schlechte was im Streit,
Der andern Richtspruch zwingt sie zum Duelle.
Sie fechten, weil man anders sie bespeit,
Da bleibt der gute leblos auf der Stelle;
Doch durch die Frommen geht’s mit Windesschnelle:
Wer glaubt an Gott noch und Gerechtigkeit?
O Menschen, wahnbetörte, blinde Meute!
was klagt ihr Gott ob eig’nes Irrsinns an?
Hieß er euch, also schlichten Knabenstreite?
Gott ist gerecht und war’s nicht minder heute,
Da er gerächt barbar’scher Satzung Wahn:
Nur eurer Dummheit fiel der Mann zur Beute!
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

