13.08.2024, 10:54
12.
So lebe wohl! Mein Lied hat ausgeklungen.
Mir ist so still und feierlich zu Sinne,
Wie Einem, der zu reinster Gottesminne
Nach schwerem Kampfe froh sich aufgeschwungen.
Ein schöner Sieg, er ist auch mir gelungen:
Entsagung wandelt nun sich zum Gewinne;
Des reichsten Seelenfriedens werd' ich inne,
Und ungetrübt aufblühn Erinnerungen.
Nur geist'ge Liebe dauert unvergänglich,
Weil sie des Lebens Wechsel bleibt enthoben,
Und lohnt mit Wonnen still, doch überschwenglich.
O schau hinauf, wo ew'ge Sterne funkeln!
Sie kann Gewölk, vom Winde leicht zerstoben,
Dem Blick entziehn, doch nimmermehr verdunkeln.
So lebe wohl! Mein Lied hat ausgeklungen.
Mir ist so still und feierlich zu Sinne,
Wie Einem, der zu reinster Gottesminne
Nach schwerem Kampfe froh sich aufgeschwungen.
Ein schöner Sieg, er ist auch mir gelungen:
Entsagung wandelt nun sich zum Gewinne;
Des reichsten Seelenfriedens werd' ich inne,
Und ungetrübt aufblühn Erinnerungen.
Nur geist'ge Liebe dauert unvergänglich,
Weil sie des Lebens Wechsel bleibt enthoben,
Und lohnt mit Wonnen still, doch überschwenglich.
O schau hinauf, wo ew'ge Sterne funkeln!
Sie kann Gewölk, vom Winde leicht zerstoben,
Dem Blick entziehn, doch nimmermehr verdunkeln.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

