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188 La Vec[c]hia
#2
Übertragung von
Richard Zoozmann



CLXXXVIII.


„Hat sich die Frau bequemt, zu ihm zu schleichen,
Daß über Nacht sie bei ihm schlaf im Bette,
So lasse sie ihn warten; denn ich wette,
Zum Vorteil dient ihrs, läßt sie Zeit verstreichen.

Gewiß, er fühlt sein Herz nur mehr erweichen,
Wenn lang er ausblickt von verborgner Stätte
Nach ihr, und wünscht, daß sie doch Flügel hätte:
Denn säumige liebe wird viel mehr erreichen.

Und ist sie endlich da, mag sie voll Zagnis
Und scheu zuflüstern dem verliebten Kater,
Daß solche Liebe doch ein großes Wagnis.

Des Gatten Eifrsucht sei wie ein Krater
Schrecklich im Zorn: sie fürchte Tätlichkeiten. –
So mag sie tüchtig Schrecken ihm bereiten.“


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
188 La Vec[c]hia - von ZaunköniG - 19.03.2007, 09:26
RE: 188 La Vec[c]hia - von ZaunköniG - 30.10.2025, 09:54

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