06.05.2025, 12:46
Übertragung von
Richard Zoozmann
CII.
“Dann wähl ich, meiner Freundin nachzugehen,
Die sich bekanntlich nennt Frau Ungernfasten,
Noch andre Kleider, wie ihr solche paßten,
Weil ihre Lustigkeit ich kann verstehen,
Und gern sie mag an meiner Seite sehen;
Denn demutvoll erleichtert sie die Lasten
Und liebreich jenem, den sie ungern gasten
Hier sieht: wollt ihn der Wind nach Spanien wehen!
Betschwester ist sie, dann Äbtissin wieder,
Bald Klosterfrau, Beschließerin und Nonne,
Zur Obrin auf, zur Dienrin steigt sie nieder.
Gott weiß, woher sie mag ihr Frommsein borgen!
Novize heute, Ordensschwester morgen –
Doch was sie tu, Bosheit ist ihre Wonne.“
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Richard Zoozmann
CII.
“Dann wähl ich, meiner Freundin nachzugehen,
Die sich bekanntlich nennt Frau Ungernfasten,
Noch andre Kleider, wie ihr solche paßten,
Weil ihre Lustigkeit ich kann verstehen,
Und gern sie mag an meiner Seite sehen;
Denn demutvoll erleichtert sie die Lasten
Und liebreich jenem, den sie ungern gasten
Hier sieht: wollt ihn der Wind nach Spanien wehen!
Betschwester ist sie, dann Äbtissin wieder,
Bald Klosterfrau, Beschließerin und Nonne,
Zur Obrin auf, zur Dienrin steigt sie nieder.
Gott weiß, woher sie mag ihr Frommsein borgen!
Novize heute, Ordensschwester morgen –
Doch was sie tu, Bosheit ist ihre Wonne.“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

