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286 Se quell'aura soave de' sospiri
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CCLXXXVI.

Könnt ich die leisen Seufzer wiedergeben
Der Herrin, die nun weilt in Himmelshöhen,
Und hier noch scheint zu fühlen und zu gehen,
Zu atmen und zu lieben und zu leben,

O, wecken müßt es heißer Sehnsucht Beben;
So kehrt mit liebend-eifersüchtgem Spähen
Zurück sie, fürchtend, mich erschöpft zu sehen
Und rückwärts oder nach der Linken streben.

Grad auf weist sie, und ich, der wohl ergründet
Ihr keusches Locken und die frommen Bitten,
Ihr süßes Flüstern, freundlich-sanft Belehren,

Muß, wie sie’s heißt, gebieten meinen Schritten,
Von ihrer Rede Süßigkeit entzündet,
Die einem Felsen wohl entlockte Zähren.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 286 Se quell'aura soave de' sospiri - von ZaunköniG - 29.11.2025, 08:19

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