27.11.2025, 09:01
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLXXXV.
Kein frommes Mutterherz hat je beglücket
Den teuren Sohn, kein Mädchen den Getreuen
So unter Seufzern, unter bangem Scheuen
Mit besserm Rat, wann Zweifel ihn umstricket,
Wie sie, wann sie mich so verbannt erblicket,
Aus ihres hohen Hauses ewgen Bläuen
Oft kehrt, die alte Huld mir zu erneuen,
Mit Doppelmitleid ihre Stirn geschmücket,
Mutter und Liebende. In frommen Gluten
Entbrennt und zaget sie und zeigt im Sprechen,
was fliehn ich soll und was erspähn hienieden,
Zählt auf des Lebens mancherlei Gebrechen,
Und fleht, der Seel Erhebung froh zu sputen;
Und wenn sie spricht nur, hab ich Ruh und Frieden.
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1784 – 1841
CCLXXXV.
Kein frommes Mutterherz hat je beglücket
Den teuren Sohn, kein Mädchen den Getreuen
So unter Seufzern, unter bangem Scheuen
Mit besserm Rat, wann Zweifel ihn umstricket,
Wie sie, wann sie mich so verbannt erblicket,
Aus ihres hohen Hauses ewgen Bläuen
Oft kehrt, die alte Huld mir zu erneuen,
Mit Doppelmitleid ihre Stirn geschmücket,
Mutter und Liebende. In frommen Gluten
Entbrennt und zaget sie und zeigt im Sprechen,
was fliehn ich soll und was erspähn hienieden,
Zählt auf des Lebens mancherlei Gebrechen,
Und fleht, der Seel Erhebung froh zu sputen;
Und wenn sie spricht nur, hab ich Ruh und Frieden.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

