25.11.2025, 07:53
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLXXXIV.
Zeit und Gedanke, die zurück mir bringen
Die tote Herrin, ach! so schnell entfliegen,
Daß die Arznei dem Schmerz nicht will genügen;
Nur, seh ich sie, kann mich kein Leid bezwingen.
Amor, der fest mich hält in Band und Schlingen,
Bebt, sieht er sie am Tor des Herzens liegen,
Wo sie nicht abläßt, Wunden mir zu fügen
Mit süßem Blick, mit holder Stimm Erklingen.
Wie in ihr Haus, als Herrin, eingegangen,
treibt sie aus dunkeln, schweren Herzens Grunde
Mit heitrer Stirn die traurigen Gedanken.
Die Seele, von so großem Licht befangen,
Seufzet undspricht: „Gesegnet sei die Stunde,
Wo deine Augen öffneten die Schranken!“
.
1784 – 1841
CCLXXXIV.
Zeit und Gedanke, die zurück mir bringen
Die tote Herrin, ach! so schnell entfliegen,
Daß die Arznei dem Schmerz nicht will genügen;
Nur, seh ich sie, kann mich kein Leid bezwingen.
Amor, der fest mich hält in Band und Schlingen,
Bebt, sieht er sie am Tor des Herzens liegen,
Wo sie nicht abläßt, Wunden mir zu fügen
Mit süßem Blick, mit holder Stimm Erklingen.
Wie in ihr Haus, als Herrin, eingegangen,
treibt sie aus dunkeln, schweren Herzens Grunde
Mit heitrer Stirn die traurigen Gedanken.
Die Seele, von so großem Licht befangen,
Seufzet undspricht: „Gesegnet sei die Stunde,
Wo deine Augen öffneten die Schranken!“
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

