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281 Quante fïate, al mio dolce ricetto
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CCLXXXI.

Wie oft, von süßer Einsamkeit umfangen,
Der Welt entflohn und mir (wär mir vergönnet),
Bad ich in Tränen Hals und Brust und Wangen,
Weil mein Gestöhn die nahen Lüfte trennet!

Wie oft ging ich allein mit scheuem Bangen
Durch dunkle Schatten, die der Tag nicht kennet,
Im Geist mein Höchstes suchend, mein Verlangen,
Das tot nun; drum mein Mund so oft es nennet!

Bald sah ich sie als Nymph, als Göttin steigen
Hervor aus meiner Sorga klarstem Grunde
Und nieder sich am strand zum Sitzen neigen;

Bald sah ich sie auf frischem Wiesengrunde,
Gleich irdschen Frauen, über Blumen steigen;
Von ihrem Mitleid gab ihr Blick mir Kunde.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 281 Quante fïate, al mio dolce ricetto - von ZaunköniG - 19.11.2025, 08:04

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