07.11.2025, 12:36
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLXXV.
O Augen, unsre Sonn ist untergangen,
Leuchtend vielmehr zum Himmel aufgeglommen!
Dort sehn wir sie dereinst; dort, die wir kommen,
Harrt sie und klagt, daß wir nicht angelangen.
O meine Ohren, andre Ort empfangen
Die Engellaute, besser da vernommen;
Ihr Füße, habt kein Recht dahin bekommen,
Wo sie, die euch so müht, ist eingegangen.
O daß ihr diesen Kampf mir drum erließet!
Durch mich nicht habt ihr den Besitz der Hehren,
Ihr Sehn, Vernehmen, Finden eingebüßet.
Tadelt den Tod; doch nein! den sollt ihr ehren,
Der knüpft und löst, der öffnet so als schließet,
Und der auch froh zu machen weiß nach Zähren.
.
1784 – 1841
CCLXXV.
O Augen, unsre Sonn ist untergangen,
Leuchtend vielmehr zum Himmel aufgeglommen!
Dort sehn wir sie dereinst; dort, die wir kommen,
Harrt sie und klagt, daß wir nicht angelangen.
O meine Ohren, andre Ort empfangen
Die Engellaute, besser da vernommen;
Ihr Füße, habt kein Recht dahin bekommen,
Wo sie, die euch so müht, ist eingegangen.
O daß ihr diesen Kampf mir drum erließet!
Durch mich nicht habt ihr den Besitz der Hehren,
Ihr Sehn, Vernehmen, Finden eingebüßet.
Tadelt den Tod; doch nein! den sollt ihr ehren,
Der knüpft und löst, der öffnet so als schließet,
Und der auch froh zu machen weiß nach Zähren.
.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

