Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
266 Signor mio caro, ogni pensier mi tira
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CCLXVI.

Mein teurer Herr, mich treibet all mein Sinnen,
Zu sehen dich, den immerdar ich sehe;
Doch mein Geschick (und gäb’s ein größres Wehe?)
Treibt mich umher und läßt mich nicht entrinnen.

Daß Amor in mich haucht, mein sehnend Minnen
Führt mich zum Tod, bevor ich mir’s versehe;
Und weil ich rings nach zweien Lichtern spähe,
Seufzt, wo ich sei, mir Tag und Nacht es innen.

Liebe zum Herrn und zu der Herrin, glaube,
Sie sind die Ketten, drin ich lieg in Schmerzen,
Obwohl ich selber sie mir umgewunden.

Adlige Säule mit des Lorbeers Laube,
Dies achtzehn, jene fünfzehn Jahr, im Herzen
Trug ich; und hab Erlösung nie gefunden.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: 266 Signor mio caro, ogni pensier mi tira - von ZaunköniG - 24.10.2025, 08:37

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
Forenfarbe auswählen: