23.09.2025, 20:20
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCLI.
O jammervolles, schreckliches Gesichte!
So ist’s denn wahr, daß vor der Zeit dies hehre
Gestirn erlosch, das in des Jammers Schwere,
In Hoffnung bei mir stand mit seinem Lichte?
Wie aber kommt’s, daß ich so groß Gerüchte
Von andern Boten, von ihr selbst nicht höre?
Nein! Gott nicht hätte des, Natur nicht Ehre;
Mein Glaube war ein eiteles Gedichte!
Wohl mir, daß noch den Anblick zu erleben
des schönen Angesichts, ich hoff und träume,
Zur Stütze mir, der Welt zum Schmuck gegeben!
Doch wenn der schönen Herberg irdsche Räume
Sie floh, zur ewgen Wohnung aufzuschweben,
So bitt ich, daß mein letzter Tag nicht säume.
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1784 – 1841
CCLI.
O jammervolles, schreckliches Gesichte!
So ist’s denn wahr, daß vor der Zeit dies hehre
Gestirn erlosch, das in des Jammers Schwere,
In Hoffnung bei mir stand mit seinem Lichte?
Wie aber kommt’s, daß ich so groß Gerüchte
Von andern Boten, von ihr selbst nicht höre?
Nein! Gott nicht hätte des, Natur nicht Ehre;
Mein Glaube war ein eiteles Gedichte!
Wohl mir, daß noch den Anblick zu erleben
des schönen Angesichts, ich hoff und träume,
Zur Stütze mir, der Welt zum Schmuck gegeben!
Doch wenn der schönen Herberg irdsche Räume
Sie floh, zur ewgen Wohnung aufzuschweben,
So bitt ich, daß mein letzter Tag nicht säume.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

