24.08.2025, 02:15
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CCXXXIV.
O Kämmerlein, du Port mir sonst nach Tagen
Voll schwerer Stürme, freundlich aufgeschlossen;
Ein Quell der Tränen nun, zu Nacht ergossen,
Die tags vor Scham ich muß verborgen tragen!
O Bettlein, Ruhstatt einst und Trost in Plagen!
Aus welchem Schmerzenskrug hält dich umflossen
Amor mit jener schneegen Hand, entschlossen,
Grausam und wider Recht nur mich zu schlagen?
Nicht dich nur, Heiligtum und Ruhstatt, flieh ich!
Mir selbst mehr will ich und dem Bild entrinnen,
Mit dem ich sonst emporflog zu den Höhen.
Zu mir verhaßt-feindsel’gem Pöbel zieh ich,
(Wer glaubt’s?) da eine Zuflucht zu gewinnen;
So fürcht ich mich, mit mir allein zu stehen.
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1784 – 1841
CCXXXIV.
O Kämmerlein, du Port mir sonst nach Tagen
Voll schwerer Stürme, freundlich aufgeschlossen;
Ein Quell der Tränen nun, zu Nacht ergossen,
Die tags vor Scham ich muß verborgen tragen!
O Bettlein, Ruhstatt einst und Trost in Plagen!
Aus welchem Schmerzenskrug hält dich umflossen
Amor mit jener schneegen Hand, entschlossen,
Grausam und wider Recht nur mich zu schlagen?
Nicht dich nur, Heiligtum und Ruhstatt, flieh ich!
Mir selbst mehr will ich und dem Bild entrinnen,
Mit dem ich sonst emporflog zu den Höhen.
Zu mir verhaßt-feindsel’gem Pöbel zieh ich,
(Wer glaubt’s?) da eine Zuflucht zu gewinnen;
So fürcht ich mich, mit mir allein zu stehen.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

