22.09.2024, 01:12
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841
CLX.
Amor und ich stehn wundernd, sie zu schauen,
Wie wer etwas Unglaubliches ersiehet,
Spricht oder lächelt sie, die, hold erblühet,
Allein sich selber gleicht, nicht andern Frauen.
Aus schönem Himmel ruhig heitrer Brauen
Flimmt so mein treues Sternenpaar und glühet,
Daß, wer da aus nach hohem Lieben ziehet,
Sich keinem andern Licht darf anvertrauen.
Welch Wunder, wann, ein Blümlein, mitten innen
Sie unter Gräsern sitzt, die grünen Sprossen
Ihr weißer Busen drückt mit sanftem Drucke!
Wie süß, wann, von des Frühlings Schein umflossen,
Allein sie wandelt und in stillem Sinnen
Ein Kränzlein flicht dem krausen Gold zum Schmucke!
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1784 – 1841
CLX.
Amor und ich stehn wundernd, sie zu schauen,
Wie wer etwas Unglaubliches ersiehet,
Spricht oder lächelt sie, die, hold erblühet,
Allein sich selber gleicht, nicht andern Frauen.
Aus schönem Himmel ruhig heitrer Brauen
Flimmt so mein treues Sternenpaar und glühet,
Daß, wer da aus nach hohem Lieben ziehet,
Sich keinem andern Licht darf anvertrauen.
Welch Wunder, wann, ein Blümlein, mitten innen
Sie unter Gräsern sitzt, die grünen Sprossen
Ihr weißer Busen drückt mit sanftem Drucke!
Wie süß, wann, von des Frühlings Schein umflossen,
Allein sie wandelt und in stillem Sinnen
Ein Kränzlein flicht dem krausen Gold zum Schmucke!
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

