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122 Dicesette anni à già rivolto il cielo
#2
Übersetzung von Karl Förster
1784 – 1841



CXXII.

Schon wälzt sich hinab der Himmel siebzehn Jahre,
Seit ich entbrannt und nie mehr konnt erkalten.
Nur wenn mein Leiden ich mir vorgehalten,
Mitten in Flammen ich wie Frost erfahre.

Wahr ist der Spruch: Eh wandeln sich die Haare,
Als alter Brauch. Und wie die Sinn auch alten,
Nicht mindert sich der Leidenschaften walten;
Das macht der Erdenleib, der wandelbare.

O wehe mir! wann wird der Tag sich zeigen,
Wo ich, der ich so nahe bin dem Ziele,
Der Glut entrinn’ und dem so langen Wehe?

Kommt je der Tag, wo nur, wann gern ich’s sähe,
Des schönen Angesichtes süßes Neigen,
Und nur, so weit es gut wär, mir gefiele?


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: 122 Dicesette anni à già rivolto il cielo - von ZaunköniG - 28.06.2024, 06:08

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