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Sonnets 154
#2
 Übersetzung von
Terese Robinson
 

CLIV.

 
Der kleine Liebesgott lag schlafverloren,
Zur Seite ihm der Liebesfackel Brand,
Da kamen, die der Keuschheit sich verschworen,
Die Nymphen trippelnd an. Der Schönsten Hand
Ergriff die Fackel, die der Liebe Kummer,
Der Liebe Glut schon tausendmal entfacht;
So ward der Liebeswünsche Herr im Schlummer
Wehrlos durch einer Jungfrau Hand gemacht.
Das Feuer löschte sie in kühler Quelle,
In die nun ewige Wärme niedersank,
Ein heilend Bad ward, wundertätige Welle;
Doch ich, der Liebsten Knecht, blieb liebeskrank.
 
Denn eher heizt die Liebe eisige Flut,
Als Wasser löschen mag der Liebe Glut.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 154 - von ZaunköniG - 28.10.2007, 15:16
RE: Sonnets 154 - von ZaunköniG - 12.05.2023, 22:12

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