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Sonnets 078
#2
Übersetzung von
Terese Robinson



LXXVIII.


Oft rief ich dich als meine Muse an,
Und du hast so viel Kraft dem Lied geschenkt,
Daß manche Feder es mir nachgetan
Und nun zu deinem Preis zu dichten denkt.
Dein Auge lehrt ja selbst den Stummen singen,
Macht träge Dumpfheit schwebend und beredt,
Beflügelt neu des schon Beschwingten Schwingen,
Gibt seiner Anmut Kraft und Majestät.
Doch stolzer sei auf meiner Lieder Spiel,
Aus dir geboren, ziehn sie deine Pfade;
In Andrer Werk verschönst du nur den Stil,
Begnadest Kunst mit deiner Schönheit Gnade;

Doch meine Kunst bist du, der mich erhebt,
So hoch wie Weisheit über Dumpfheit schwebt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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Nachrichten in diesem Thema
Sonnets 078 - von ZaunköniG - 13.08.2007, 01:10
RE: Sonnets 078 - von ZaunköniG - 12.04.2023, 19:20
RE: Sonnets 078 - von ZaunköniG - 25.11.2025, 07:56

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