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Die Toskanischen Sonette
#15
Vom Dunkel schwer und schwer vom Heimverlangen
Zahlloser Träume in den Einen Traum,
Hat meines Auges Glanz an dir gehangen
Und wagte seine heiße Bitte kaum.

Da schobst du plötzlich in den toten Raum,
Der zwischen uns unendlich angefangen,
Ein Endliches auf eines Wortes Saum
Und gabst die Straße frei, die du gegangen.

Ich hob die Hände nur und fand die deinen
Aus andrem Dunkel mir entgegenstreben:
Da waren wir Gestalt — und mußten weinen

Ganz mit den Tränen dieser Wirklichkeit
Und mußten uns die irdischen Küsse geben:
Jedwedem Glück und Weh fortan geweiht.
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Die Toskanischen Sonette - von ZaunköniG - 20.04.2014, 15:05

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