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Die Toskanischen Sonette
#12
O trübgewordnes Herz, ermanne dich!
Heb dich zur ahen Klarheit neu empor!
O müdes, sonst so treues Herz, zerbrich
Mit letzter Kraft den Riegelschluß am Tor!

Du darfst dich nicht verzehren im Verließ
Der Leidenschaft: du mußt lebendig sein
Im Odem, den der Heilige in dich blies:
Dir selbst zum Ruhm, der Welt zum schönen Schein.

Sei doch getrost, du sehr verzagtes Herz,
Der dich zu seiner Stimme auserkor,
Läßt dich nicht sinken in gemeine Nacht:

Er ruft dich wieder — und sein Ruf ist Schmerz,
Ist Doppelschmerz, da er dich fest verlor:
O fühle doch, wie dein Beschützer wacht!
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Die Toskanischen Sonette - von ZaunköniG - 20.04.2014, 15:05

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