31.12.2013, 15:33
Morgendämmern
Still. In der Nacht ein Kirchenbogen ist erglommen,
Erwarten – wie vor Menschen, die zur Kanzel treten,
Erhob er sich – ich werd dich morgen sehn – sie beten
Selig: „Fürchtet euch nicht! Ihr werdet zu mir kommen.“
O Qual, o süß. Und von des Bogens Rändern biegen
Sich Degen himmelan – ja Erde und Sieg mein Denken –
Die schlank sich dehnen und vor ihm zusammen senken
Und bleich in einen schmalen Streif von Dämmrung schmiegen.
Und hier die Blumen. Träumt ich nicht von Kelchesbogen?
Für dich sind sie gekauft. Daß ich an euch gedacht,
Ihr frohn im Fenster, lieben, stillt ihr meine Not?
Ach still wird sie wie ihr, ihr Blüten in der Nacht,
Das Dunkel ist von eurer Farbe Duft durchzogen
Wie von des kommenden Tages seligem Morgenrot.
Still. In der Nacht ein Kirchenbogen ist erglommen,
Erwarten – wie vor Menschen, die zur Kanzel treten,
Erhob er sich – ich werd dich morgen sehn – sie beten
Selig: „Fürchtet euch nicht! Ihr werdet zu mir kommen.“
O Qual, o süß. Und von des Bogens Rändern biegen
Sich Degen himmelan – ja Erde und Sieg mein Denken –
Die schlank sich dehnen und vor ihm zusammen senken
Und bleich in einen schmalen Streif von Dämmrung schmiegen.
Und hier die Blumen. Träumt ich nicht von Kelchesbogen?
Für dich sind sie gekauft. Daß ich an euch gedacht,
Ihr frohn im Fenster, lieben, stillt ihr meine Not?
Ach still wird sie wie ihr, ihr Blüten in der Nacht,
Das Dunkel ist von eurer Farbe Duft durchzogen
Wie von des kommenden Tages seligem Morgenrot.

