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Sonnets 084
#1
William Shakespeare
1564 – 1616 England



LXXXIV.


Who is it that says most? which can say more
Than this rich praise, that you alone are you?
In whose confine immured is the store
Which should example where your equal grew.
Lean penury within that pen doth dwell
That to his subject lends not some small glory;
But he that writes of you, if he can tell
That you are you, so dignifies his story,
Let him but copy what in you is writ,
Not making worse what nature made so clear,
And such a counterpart shall fame his wit,
Making his style admired every where.
You to your beauteous blessings add a curse,
Being fond on praise, which makes your praises worse.


.
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#2
Übersetzung von
Terese Robinson



LXXXIV.


Wer sagt am meisten? was kann höher loben
Als dieses reiche Wort: nur du bist du?
Dies Wort, das dich umfaßt hält und umwoben,
Das deinen Wert gibt und das Maß dazu.
Aus jedes Dichters Schöpfung Armut lies,
Der seinem Gegenstand nicht Glanz verleiht,
Doch wer von dir schreibt, schreibe nichts als dies:
Nur du bist du, so ist sein Lied geweiht.
Laß ihn nur schreiben was in dir geschrieben,
Und nichts verderben, was Natur erschuf,
So wird die Welt ihn um sein Vorbild loben
Und überall verkünden seinen Ruf.

Doch deiner Schönheit Lob verwelkt, erstarrt
Durch diesen Fluch, daß du ins Lob vernarrt.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



LXXXIV.

Und wer das meiste sagt – wer überbietet
Dies reiche Lob: du bist du selbst allein?
In des Bezirk sich aller Wert umfriedet,
Wonach zu messen wer dir gleich soll sein.

Unfruchtbar dürftig wär fürwahr der Mann,
Dem nicht der kleinste Schmuck für seinen Stoff sich böte:
Doch wer, von dir berichtend, sagen kann,
Daß du du bist, der adelt seine rede.

Er bilde nach nur, was an dir sich weist,
Entkräfte nicht der Schöpfung schöne Stärke;
Und solch ein Abbild lobt dann seinen Geist,
Daß alle Welt sich beugt vor seinem Werke.

Du fluchst der Schönheit Segen, dir gefällt
Lob, das dein Lobenswertes nur entstellt.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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