Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Sonnets 080
#1
William Shakespeare
1564 – 1616 England


LXXX.

O, how I faint when I of you do write,
Knowing a better spirit doth use your name,
And in the praise thereof spends all his might,
To make me tongue-tied, speaking of your fame!
But since your worth, wide as the ocean is,
The humble as the proudest sail doth bear,
My saucy bark inferior far to his
On your broad main doth wilfully appear.
Your shallowest help will hold me up afloat,
Whilst he upon your soundless deep doth ride;
Or being wreck'd, I am a worthless boat,
He of tall building and of goodly pride:
Then if he thrive and I be cast away,
The worst was this; my love was my decay.



.
Zitieren
#2
Übersetzung von
Terese Robinson



LXXX.


Wie müd’ ist alles, was ich schreibe jetzt,
Seitdem ein Besserer preist deinen Namen,
Der in dies Werk all seine Kraft gesetzt,
So daß sein Lied mein Singen macht erlahmen.
Doch da dein Wert, weit wie der Ozean,
Bescheidene wie stolze Schiffe trägt,
Muß er es dulden, daß mein schwacher Kahn
Sich keck auf deinen mächt’gen Wellen regt.
Mich hältst du mit der kleinsten Hilfe flott,
Er zieht getrost auf deiner weiten Flut,
Bin ich zerschellt, dann war’s ein Kinderspott,
Er wiegt den stolzen Bau voll Kraft und Mut.

Und wenn er glücklich, ich verworfen bin,
Ist dies das Schlimmste: Liebe warf mich hin.



.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren
#3
In der Übersetzung von
Johann Gottlob Regis



LXXX.

O, wie verzag’ ich, wenn ich, von dir dichtend,
Weiß, wie ein bess’rer Geist dich hoch erhob,
Auf deinen Ruhm all seine Kräfte richtend,
Daß ich verstummen muß mit meinem Lob.

Doch, weil dein Wert, weit, wie der Ozean,
Die ärmsten Segel trägt wie reichste Schiffe,
Wagt sich mein kecker, weit gering’rer Kahn
Mutwillig in die Fluten deiner Tiefe.

Mir macht zur Fahrt dein kleinster Beistand Bahn,
Wenn er auf deiner vollsten Woge ruht:
Und scheit’r ich, bin ich nur ein schlechter Kahn;
Er aber lang gebaut, und bläht sich gut.

Nun, wenn ich sänk’, und er geborgen bliebe,
Was läg daran! – Mein Tod war meine Liebe.


.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
Forenfarbe auswählen: