Machado de Assis
1839 – 1908 Brasilien
CÍRCULO VICIOSO
Bailando no ar, gemia inquieto vaga-lume:
"Quem me dera que fosse aquela loura estrela,
Que arde no eterno azul, como uma eterna vela!"
Mas a estrela, fitando a lua, com ciúme:
"Pudesse eu copiar o transparente lume,
Que, da grega coluna à gótica janela,
Contemplou, suspirosa, a fronte amada e bela!"
Mas a lua, fitando o sol, com azedume:
"Mísera! tivesse eu aquela enorme, aquela
Claridade imortal, que toda a luz resume!"
Mas o sol, inclinando a rútila capela:
"Pesa-me esta brilhante auréola de nume...
Enfara-me esta azul e desmedida umbela...
Por que não nasci eu um simples vaga-lume?"
Teufelskreis
Ein Glühwürmchen, das tänzelnd in der Nachtluft wohnt,
schaut in ewiges Blau und stöhnt: "Ich wär so gern
ein stetes Licht, genau wie dieser blonde Stern."
Der Stern jedoch blickt voller Neid nur auf cen Mond:
"Warum kann ich dies durchscheinende Feuer nicht
kopier'n, das von der Säule bis zum Fenster reicht!".
Sein Sehnsuchtsblick seufzend die schöne Stirne streicht.
Der Mond jedoch schaut auf die Sonne säuerlich:
"Verdammt! Wenn sich bei mir doch diese klarheit zeigte,
die alles Licht der Welt in sich zusammenfasst!"
Der Sonne, die sich über die Kapelle neigte,
ist dieser ungezählte Strahlenkranz nur Last.
Sie spürt auch in der blauen Schleppe nur die Schwere
und wunschte sich, dass sie ein Glühwürmchen nur wäre.
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1839 – 1908 Brasilien
CÍRCULO VICIOSO
Bailando no ar, gemia inquieto vaga-lume:
"Quem me dera que fosse aquela loura estrela,
Que arde no eterno azul, como uma eterna vela!"
Mas a estrela, fitando a lua, com ciúme:
"Pudesse eu copiar o transparente lume,
Que, da grega coluna à gótica janela,
Contemplou, suspirosa, a fronte amada e bela!"
Mas a lua, fitando o sol, com azedume:
"Mísera! tivesse eu aquela enorme, aquela
Claridade imortal, que toda a luz resume!"
Mas o sol, inclinando a rútila capela:
"Pesa-me esta brilhante auréola de nume...
Enfara-me esta azul e desmedida umbela...
Por que não nasci eu um simples vaga-lume?"
Teufelskreis
Ein Glühwürmchen, das tänzelnd in der Nachtluft wohnt,
schaut in ewiges Blau und stöhnt: "Ich wär so gern
ein stetes Licht, genau wie dieser blonde Stern."
Der Stern jedoch blickt voller Neid nur auf cen Mond:
"Warum kann ich dies durchscheinende Feuer nicht
kopier'n, das von der Säule bis zum Fenster reicht!".
Sein Sehnsuchtsblick seufzend die schöne Stirne streicht.
Der Mond jedoch schaut auf die Sonne säuerlich:
"Verdammt! Wenn sich bei mir doch diese klarheit zeigte,
die alles Licht der Welt in sich zusammenfasst!"
Der Sonne, die sich über die Kapelle neigte,
ist dieser ungezählte Strahlenkranz nur Last.
Sie spürt auch in der blauen Schleppe nur die Schwere
und wunschte sich, dass sie ein Glühwürmchen nur wäre.
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Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.

