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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - CoLibri]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 14:06:38 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Von chinesischen Trinkversen zum modernen Nano-Sonett]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=33261</link>
			<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 23:12:58 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=33261</guid>
			<description><![CDATA[.<br />
<br />
Wer sich schon mal mit den theoretischen Grundlagen und der Geschichte des Sonetts befasst hat, kennt vermutlich den alten Streit ob das Sonett nun in Frankreich oder Italien erfunden wurde. Der Streit wurde zugunsten Italiens entschieden, obwohl angeführte Beispiele gar nicht der späteren strengen Definition entsprechen. Einen aus Paarreimen gebildeten Vierzehnzeiler wie sie <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Giacomo da Lentini</span> vorgelegt hat, hätte Schlegel jedenfalls nicht als Sonett akzeptiert. Es ist ohnehin fraglich ob ein einzelnes Gedicht schon eine neue Lyrikgattung begründet, oder ob es dazu einer gewissen "Population" bedarf. Schließlich ist der Endreim keine italienische, nicht einmal eine europäische Erfindung. Ein Orientalist hätte sicher keine Probleme ein paar vierzehnzeilige Ghaselen zu finden, die der üblichen Sonettvorstellung näher kommen als manches Lentini-Gedicht. Auch die chinesische Lyrik kennt den Endreim und so könnte man mit Verweis auf <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Li Ba</span>i's Gedicht "月下獨酌" (Alleine trinkend im Mondschein), die Erfindung des Sonetts ohne Weiteres noch 500 Jahre zurückdatieren.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Alleine trinkend im Mondschein</span><br />
<br />
So unter Obstbaumblüten ein Glas Wein<br />
ganz ohne Kompagnon zu kosten,<br />
gefiel es mir dem Vollmond zuzuprosten;<br />
Mit meinem Schatten sind wir schon zu dreien.<br />
<br />
Der Mond macht sich nichts aus der Zecherei;<br />
mein Schatten hält sich grad an mir aufrecht.<br />
Den Mond zum Freund, den Schatten als mein Knecht,<br />
muss ich doch feiern, eh der Lenz vorbei!<br />
<br />
Das Mondlicht schimmert, passend zum Gesang,<br />
mein Schatten tanzt mit mir, noch etwas schüchtern.<br />
Wir teilen dieses seltne Glück, noch nüchtern;<br />
Betrunken geht ein jeder seinen Gang.<br />
<br />
Ach, schwelgen wir noch lange im Genuß!<br />
Wir sehn uns im gestirnten Wolkenfluss!<br />
<br />
<br />
Was ist nun Anlass für diese Gedanken?<br />
<br />
Ende 2023 bekam ich von <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dirk Schindelbeck</span> einen Jahreskalender 2024 mit "Nano-Sonetten" und vor Weihnachten, die Nachricht, dass nun ein ganzes Buch mit diesem "neu-entwickelten Gedichtformat erschienen sei.<br />
Neu entwickelt? Ich musste dabei sofort an <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Johann Heinrich Voss</span> und seine dreiteilige Klingsonate denken, die offenkundig als Sonett-Parodie angelegt ist und deren ersten beiden Teile diesem neuen "Nano-Sonett" entsprechen, dessen Clou es ist, die Zeilen soweit es geht zu verkürzen, im Idealfall auf Reimworte alleine. Ich bin mir recht sicher, dass fündig wird, wer nach weiteren Beispielen sucht, aber dass jemand einen größeren Zyklus oder ein ganzes Buch mit diesen verknappten Sonetten vorgelegt hätte ist mir nicht in Erinnerung. Und so kann man wohl sagen, dass Dirk Schindelbeck das Nano-Sonett wohl nicht erfunden hat, aber von einer Spielerei in den Rang einer Lyrikgattung erhoben hat.<br />
<br />
All diese Überlegungen sind natürlich in erste Linie das Glasperlenspiel eines Sonett-Enthusiasten. <br />
Man kann sich auch einfach an den humorvollen Versen erfreuen ohne sich um die Form Gedanken zu machen, wie am folgenden Beispiel<br />
<br />
Gut satte Schweizer<br />
<br />
Saßen<br />
drei Schweizer<br />
(mit Schneuzer)<br />
im Straßen-<br />
<br />
kreuzer,<br />
und aßen<br />
(nein: fraßen)<br />
Greyerzer –<br />
<br />
Dem feiern-<br />
den Schlemmen<br />
folgt Qual<br />
<br />
(… und Reiern<br />
ins Emmen-<br />
tal).<br />
<br />
<br />
<br />
Dirk Schindelbeck<br />
nano-sonett<br />
<br />
erschienen in der<br />
Edition Signathur]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[.<br />
<br />
Wer sich schon mal mit den theoretischen Grundlagen und der Geschichte des Sonetts befasst hat, kennt vermutlich den alten Streit ob das Sonett nun in Frankreich oder Italien erfunden wurde. Der Streit wurde zugunsten Italiens entschieden, obwohl angeführte Beispiele gar nicht der späteren strengen Definition entsprechen. Einen aus Paarreimen gebildeten Vierzehnzeiler wie sie <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Giacomo da Lentini</span> vorgelegt hat, hätte Schlegel jedenfalls nicht als Sonett akzeptiert. Es ist ohnehin fraglich ob ein einzelnes Gedicht schon eine neue Lyrikgattung begründet, oder ob es dazu einer gewissen "Population" bedarf. Schließlich ist der Endreim keine italienische, nicht einmal eine europäische Erfindung. Ein Orientalist hätte sicher keine Probleme ein paar vierzehnzeilige Ghaselen zu finden, die der üblichen Sonettvorstellung näher kommen als manches Lentini-Gedicht. Auch die chinesische Lyrik kennt den Endreim und so könnte man mit Verweis auf <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Li Ba</span>i's Gedicht "月下獨酌" (Alleine trinkend im Mondschein), die Erfindung des Sonetts ohne Weiteres noch 500 Jahre zurückdatieren.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Alleine trinkend im Mondschein</span><br />
<br />
So unter Obstbaumblüten ein Glas Wein<br />
ganz ohne Kompagnon zu kosten,<br />
gefiel es mir dem Vollmond zuzuprosten;<br />
Mit meinem Schatten sind wir schon zu dreien.<br />
<br />
Der Mond macht sich nichts aus der Zecherei;<br />
mein Schatten hält sich grad an mir aufrecht.<br />
Den Mond zum Freund, den Schatten als mein Knecht,<br />
muss ich doch feiern, eh der Lenz vorbei!<br />
<br />
Das Mondlicht schimmert, passend zum Gesang,<br />
mein Schatten tanzt mit mir, noch etwas schüchtern.<br />
Wir teilen dieses seltne Glück, noch nüchtern;<br />
Betrunken geht ein jeder seinen Gang.<br />
<br />
Ach, schwelgen wir noch lange im Genuß!<br />
Wir sehn uns im gestirnten Wolkenfluss!<br />
<br />
<br />
Was ist nun Anlass für diese Gedanken?<br />
<br />
Ende 2023 bekam ich von <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dirk Schindelbeck</span> einen Jahreskalender 2024 mit "Nano-Sonetten" und vor Weihnachten, die Nachricht, dass nun ein ganzes Buch mit diesem "neu-entwickelten Gedichtformat erschienen sei.<br />
Neu entwickelt? Ich musste dabei sofort an <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Johann Heinrich Voss</span> und seine dreiteilige Klingsonate denken, die offenkundig als Sonett-Parodie angelegt ist und deren ersten beiden Teile diesem neuen "Nano-Sonett" entsprechen, dessen Clou es ist, die Zeilen soweit es geht zu verkürzen, im Idealfall auf Reimworte alleine. Ich bin mir recht sicher, dass fündig wird, wer nach weiteren Beispielen sucht, aber dass jemand einen größeren Zyklus oder ein ganzes Buch mit diesen verknappten Sonetten vorgelegt hätte ist mir nicht in Erinnerung. Und so kann man wohl sagen, dass Dirk Schindelbeck das Nano-Sonett wohl nicht erfunden hat, aber von einer Spielerei in den Rang einer Lyrikgattung erhoben hat.<br />
<br />
All diese Überlegungen sind natürlich in erste Linie das Glasperlenspiel eines Sonett-Enthusiasten. <br />
Man kann sich auch einfach an den humorvollen Versen erfreuen ohne sich um die Form Gedanken zu machen, wie am folgenden Beispiel<br />
<br />
Gut satte Schweizer<br />
<br />
Saßen<br />
drei Schweizer<br />
(mit Schneuzer)<br />
im Straßen-<br />
<br />
kreuzer,<br />
und aßen<br />
(nein: fraßen)<br />
Greyerzer –<br />
<br />
Dem feiern-<br />
den Schlemmen<br />
folgt Qual<br />
<br />
(… und Reiern<br />
ins Emmen-<br />
tal).<br />
<br />
<br />
<br />
Dirk Schindelbeck<br />
nano-sonett<br />
<br />
erschienen in der<br />
Edition Signathur]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rick Mullin: Sonnets from the voyage of the Beagle]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4554</link>
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 08:24:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4554</guid>
			<description><![CDATA[Rick Mullin ist schon mit einigen Sonetten im Forum vertreten, und es könnten einige mehr sein, wenn er es seinen Übersetzern nicht so schwer machen würde, denn sie strotzen von Slang- und Fachbegriffen, von Eigennamen und Historismen. Natürlich sollte das kein Grund zur Kapitulation sein, sondern ein Ansporn und so werde ich mich immer wieder mal an dem einen oder anderen Sonett versuchen.<br />
<br />
Empfehlen möchte ich an dieser Stelle die <br />
<br />
"Sonnets from the voyage of the Beagle"<br />
Dos Madres, 2014<br />
ISBN 978-1-939929-22-8<br />
<br />
Topic ist hier die zweite Forschungsreise der Beagle, während der Darwin seine Beobachtungen machte, die ihn letztlich zu seiner Evolutionstheorie inspirierten.<br />
Natürlich spielen Tier- Pflanzen- Landschaftsbeobachtungen eine große Rolle, aber nicht Darwins Reisebericht ist Grundlage dieser Sonette, sondern seine Tagebuchaufzeichnungen, die auch viel Persönliches preisgeben über seine Aufbruchstimmung, über finanzielle Sorgen und die Gemeinschaft auf dem Schiff.<br />
<br />
Ein Buch für Sonettliebhaber, Naturfreunde, Historiker und eigentlich jeden neugierigen Genussmenschen. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Rick Mullin ist schon mit einigen Sonetten im Forum vertreten, und es könnten einige mehr sein, wenn er es seinen Übersetzern nicht so schwer machen würde, denn sie strotzen von Slang- und Fachbegriffen, von Eigennamen und Historismen. Natürlich sollte das kein Grund zur Kapitulation sein, sondern ein Ansporn und so werde ich mich immer wieder mal an dem einen oder anderen Sonett versuchen.<br />
<br />
Empfehlen möchte ich an dieser Stelle die <br />
<br />
"Sonnets from the voyage of the Beagle"<br />
Dos Madres, 2014<br />
ISBN 978-1-939929-22-8<br />
<br />
Topic ist hier die zweite Forschungsreise der Beagle, während der Darwin seine Beobachtungen machte, die ihn letztlich zu seiner Evolutionstheorie inspirierten.<br />
Natürlich spielen Tier- Pflanzen- Landschaftsbeobachtungen eine große Rolle, aber nicht Darwins Reisebericht ist Grundlage dieser Sonette, sondern seine Tagebuchaufzeichnungen, die auch viel Persönliches preisgeben über seine Aufbruchstimmung, über finanzielle Sorgen und die Gemeinschaft auf dem Schiff.<br />
<br />
Ein Buch für Sonettliebhaber, Naturfreunde, Historiker und eigentlich jeden neugierigen Genussmenschen. <br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hiroshima]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3626</link>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2016 08:25:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3626</guid>
			<description><![CDATA[Im vergangenen Jahr jährte sich zum 70. Mal der Atombombenabwurf auf Hiroshima.<br />
Für die Partnerstadt Hannover und die hiesige Deutsch-Japanische Gesellschaft Anlass genug für einen ganzen Reigen von Veranstaltungen rund um das Thema, darunter auch eine szenische Lesung mit der Gruppe Poesie im Künstlerhaus.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=402" target="_blank" title="">Hiroshima-Cover.jpg</a> (Größe: 60,61 KB / Downloads: 352)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Als Mitglied der Gruppe Poesie bin ich auch mit ein paar Texten in der nun erschienenen Dokumentation zur Veranstaltung vertreten. Sie enthält neben den Texten der Lesung auch sehr gute Grafiken und Fotografien von Petra und Hartmut Freese.<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=403" target="_blank" title="">Hiroshima Innen.jpg</a> (Größe: 32,64 KB / Downloads: 297)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
Die Textauswahl besorgte Barbara Macherius.<br />
<br />
Texte beigesteuert haben:<br />
<br />
Tahere Asghary<br />
Christa Eschmann<br />
Monika Garn-Hennlich<br />
Klaus Hespe<br />
Barbara Macherius<br />
Dieter P. Meier Lenz (gest. 2015)<br />
Marcus Neuert<br />
Holger Nieberg<br />
Julia Sander<br />
Susanne Schieble<br />
Katrin Skusa<br />
Tarja Sohmer<br />
ZaunköniG<br />
Jacek T. Zielinski.<br />
<br />
Die Veranstaltung selbst stand unter der Regie von Hans Martin Ritter, der auch einzelne Sprechparts übernommen hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Im vergangenen Jahr jährte sich zum 70. Mal der Atombombenabwurf auf Hiroshima.<br />
Für die Partnerstadt Hannover und die hiesige Deutsch-Japanische Gesellschaft Anlass genug für einen ganzen Reigen von Veranstaltungen rund um das Thema, darunter auch eine szenische Lesung mit der Gruppe Poesie im Künstlerhaus.<br />
<br />
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<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
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<br />
Als Mitglied der Gruppe Poesie bin ich auch mit ein paar Texten in der nun erschienenen Dokumentation zur Veranstaltung vertreten. Sie enthält neben den Texten der Lesung auch sehr gute Grafiken und Fotografien von Petra und Hartmut Freese.<br />
<br />
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<br />
Die Textauswahl besorgte Barbara Macherius.<br />
<br />
Texte beigesteuert haben:<br />
<br />
Tahere Asghary<br />
Christa Eschmann<br />
Monika Garn-Hennlich<br />
Klaus Hespe<br />
Barbara Macherius<br />
Dieter P. Meier Lenz (gest. 2015)<br />
Marcus Neuert<br />
Holger Nieberg<br />
Julia Sander<br />
Susanne Schieble<br />
Katrin Skusa<br />
Tarja Sohmer<br />
ZaunköniG<br />
Jacek T. Zielinski.<br />
<br />
Die Veranstaltung selbst stand unter der Regie von Hans Martin Ritter, der auch einzelne Sprechparts übernommen hat.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[William Shakespeare – 22 Sonette / Sonnets – deutsch / english]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3435</link>
			<pubDate>Sat, 03 Oct 2015 08:59:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3435</guid>
			<description><![CDATA[Des Stolzes nicht ganz ledig, darf ich verkünden, dass ich als Shakespeare-Übersetzer im neusten Druck-Werk des Svato-Verlags vertreten sein werde. Verkaufsstart ist erst nach der Frankfurter Buchmesse, aber Vorbestellungen sind schon jetzt möglich. Und bei den nicht ganz billigen bibliophilen Editionen ist vielleicht auch der Vorzugspreis bei Subskription nicht zu vernachlässigen.<br />
<br />
Näheres direkt beim Verlag:<br />
<br />
Link:<br />
<a href="http://www.svato.de/svato/?page_id=2050" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Svato-Verlag: William Shakespeare – 22 Sonette / Sonnets – deutsch / english</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Des Stolzes nicht ganz ledig, darf ich verkünden, dass ich als Shakespeare-Übersetzer im neusten Druck-Werk des Svato-Verlags vertreten sein werde. Verkaufsstart ist erst nach der Frankfurter Buchmesse, aber Vorbestellungen sind schon jetzt möglich. Und bei den nicht ganz billigen bibliophilen Editionen ist vielleicht auch der Vorzugspreis bei Subskription nicht zu vernachlässigen.<br />
<br />
Näheres direkt beim Verlag:<br />
<br />
Link:<br />
<a href="http://www.svato.de/svato/?page_id=2050" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Svato-Verlag: William Shakespeare – 22 Sonette / Sonnets – deutsch / english</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Tropfenfänger & Kreisende Kolben]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3314</link>
			<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 11:11:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3314</guid>
			<description><![CDATA[Dirk Schindelbeck &amp; Alexander Rosner<br />
<br />
<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tropfenfänger &amp; Kreisende Kolben</span></span><br />
Deutsche Marken-Sonette 2.0.15<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
<br /><!-- start: attachment_icon -->
<img src="https://sonett-archiv.com/forum/images/attachtypes/image.gif" title="JPEG Image" border="0" alt=".jpg" />
<!-- end: attachment_icon -->&nbsp;&nbsp;<a href="attachment.php?aid=398" target="_blank" title="">Tropfenfänger-web.jpg</a> (Größe: 32,29 KB / Downloads: 409)
<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
Was der Titel nahelegt, ahnt bereits der aufmerksame Forenbesucher.<br />
Konsumartikel und Technik als Beispiele eher unkonventioneller Topiks in der Sonettdichtung bilden einen wichtigen Teil dieser Sammlung. Dabei sind diese Werbe-Sonette nicht allein Kuriositätenkabinett sondern liefern in der Gesammtschau auch so etwas wie einen Übersicht deutscher Befindlichkeiten und Attitüden, mit Schwerpunkt auf der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft, so sind neben legendären und schrägen Werbekampagnen auch Alltags-Skizzen ausgebreitet, wo Alt- und Neuhippies genauso ihr Fett wegbekommen wie Kaffeefahrtsteilnehmer oder Modellbauer. Sehr passend die Umschlaggestaltung, die sich mit ihrem umlaufenden Bilderband weniger an anderen Lyrikpublikationen orientiert als an zeitgeschichtlichen Dokumentationen und Chroniken.<br />
<br />
Eigenwillig die Einleitung, die Schindelbeck mit "Betriebsanleitung" betitelt:<br />
<br />
".Es [das Sonett] spiegelt moderne Strukturen von Produktion, Distribution und Konsumption, hat festgelegte Qualitätsstandards, entspricht rationeller Modulbauweise, ist stapelbar...."<br />
<br />
ernsthaft?<br />
<br />
Nicht ganz, aber eben auch nicht so abwegig wie es Traditionalisten auf Anhieb erscheinen mag. Apropos Tradition: Wer im Sonett in erster Linie das Kling-Gedicht sehen will, wird hier und da über metrische Unreinheiten stolpern, doch legt Schindelbeck nachvollziehbar dar, dass diese konventionelle Sicht auf das Sonett ziemlich eindimensional ist. Dabei ist der Autor kein moderner Sprachzertrümmerer; aber das Wesen des Sonettes sucht (und findet) er in der Dramaturgie oder wie er es nennt, in den Ablauffiguren.<br />
<br />
Im Verlauf seiner Betriebsanleitung kommt Schindelbeck auf die Beziehungen des Sonetts zu anderen Kunstgattungen und Kulturtechniken zu sprechen und so abwegig sie zunächst scheinen mögen, tritt er mit eigenen Sonetten erfolgreich den Beweis der eigenen Theoreme an.<br />
<br />
Bis hierher war nur von Dirk Schindelbecks Beitrag die Rede.<br />
Das ist weniger dem Umstand zu verdanken, dass er Mitschreiber in diesem Forum ist, als vielmehr der Tatsache, dass er einziger Autor des Buches ist, sowohl der Sonette als auch des umfangreichen einleitenden, theoretischen Teils.<br />
<br />
Die gleichwertige Nennung Alexander Rossners auf dem Buchdeckel ist dennoch gerechtfertigt. Das Buch ist reich illustriert, dabei grafisch und typografisch ausgewogen, was angesichts unterschiedlicher Bildformate nicht selbstverständlich ist. <br />
<br />
<br />
<br />
Lavori-Verlag Freiburg, <br />
160 S., 90 Abbildungen, <br />
geb., 29,80 Euro, <br />
ISBN 798-3-935737-64-7]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dirk Schindelbeck &amp; Alexander Rosner<br />
<br />
<span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tropfenfänger &amp; Kreisende Kolben</span></span><br />
Deutsche Marken-Sonette 2.0.15<br />
<br />
<br />
<!-- start: postbit_attachments_attachment -->
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<!-- end: postbit_attachments_attachment --><br />
<br />
<br />
Was der Titel nahelegt, ahnt bereits der aufmerksame Forenbesucher.<br />
Konsumartikel und Technik als Beispiele eher unkonventioneller Topiks in der Sonettdichtung bilden einen wichtigen Teil dieser Sammlung. Dabei sind diese Werbe-Sonette nicht allein Kuriositätenkabinett sondern liefern in der Gesammtschau auch so etwas wie einen Übersicht deutscher Befindlichkeiten und Attitüden, mit Schwerpunkt auf der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft, so sind neben legendären und schrägen Werbekampagnen auch Alltags-Skizzen ausgebreitet, wo Alt- und Neuhippies genauso ihr Fett wegbekommen wie Kaffeefahrtsteilnehmer oder Modellbauer. Sehr passend die Umschlaggestaltung, die sich mit ihrem umlaufenden Bilderband weniger an anderen Lyrikpublikationen orientiert als an zeitgeschichtlichen Dokumentationen und Chroniken.<br />
<br />
Eigenwillig die Einleitung, die Schindelbeck mit "Betriebsanleitung" betitelt:<br />
<br />
".Es [das Sonett] spiegelt moderne Strukturen von Produktion, Distribution und Konsumption, hat festgelegte Qualitätsstandards, entspricht rationeller Modulbauweise, ist stapelbar...."<br />
<br />
ernsthaft?<br />
<br />
Nicht ganz, aber eben auch nicht so abwegig wie es Traditionalisten auf Anhieb erscheinen mag. Apropos Tradition: Wer im Sonett in erster Linie das Kling-Gedicht sehen will, wird hier und da über metrische Unreinheiten stolpern, doch legt Schindelbeck nachvollziehbar dar, dass diese konventionelle Sicht auf das Sonett ziemlich eindimensional ist. Dabei ist der Autor kein moderner Sprachzertrümmerer; aber das Wesen des Sonettes sucht (und findet) er in der Dramaturgie oder wie er es nennt, in den Ablauffiguren.<br />
<br />
Im Verlauf seiner Betriebsanleitung kommt Schindelbeck auf die Beziehungen des Sonetts zu anderen Kunstgattungen und Kulturtechniken zu sprechen und so abwegig sie zunächst scheinen mögen, tritt er mit eigenen Sonetten erfolgreich den Beweis der eigenen Theoreme an.<br />
<br />
Bis hierher war nur von Dirk Schindelbecks Beitrag die Rede.<br />
Das ist weniger dem Umstand zu verdanken, dass er Mitschreiber in diesem Forum ist, als vielmehr der Tatsache, dass er einziger Autor des Buches ist, sowohl der Sonette als auch des umfangreichen einleitenden, theoretischen Teils.<br />
<br />
Die gleichwertige Nennung Alexander Rossners auf dem Buchdeckel ist dennoch gerechtfertigt. Das Buch ist reich illustriert, dabei grafisch und typografisch ausgewogen, was angesichts unterschiedlicher Bildformate nicht selbstverständlich ist. <br />
<br />
<br />
<br />
Lavori-Verlag Freiburg, <br />
160 S., 90 Abbildungen, <br />
geb., 29,80 Euro, <br />
ISBN 798-3-935737-64-7]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Andreas Seger: Gegenüber]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2107</link>
			<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 08:42:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=2107</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Andreas Seger<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Gegenüber</span></span><br />
<br />
28 Klanggedichte<br />
edition maya<br />
<br />
ISBN 978-3-930758-35-7<br />
<br />
<br />
<br />
Die 28 Sonette sind als Softcover im Format ca. 20x20 erschienen. Etwas unhandlich als Reiselektüre, doch die Gestaltung, durchgehend farbig, komplementär in rot/grün um Fotografien von Chris Blomen-Pfaff ergänzt ist durchaus ansprechend gelöst.<br />
Der Band wird eingeleitet durch ein zweiseitiges Vorwort von Rüdiger Heins, Verleger und vermutlich Lektor des Werkes. Ausführlich und kenntnisreich geht er darin auf Geschichte und Form-Charakteristika des Sonetts ein. Etwas vermisse ich an der Stelle, welchen Zugang der Autor zur Form hat. Die Aussage, Seger sei Komponist und Chorsänger und Sonette sind Klanggedichte, ist etwas knapp geraten gegenüber den allgemeineren Erklärungen zur Gattung Sonett. Sein Lob "Andreas Seger gelingt es [...] das klassische Formgebilde seiner Sonette kraftvoll in die Form dieser Dichtkunst einzubinden" ist da auch nicht sehr erhellend. Was bindet er wo ein? Die Form der Sonette in Sonette?<br />
Man könnte über solche Leerhülsen hinwegsehen, wären die Aussagen zum vorliegenden Text nicht insgesammt dünn gesäet. Nun, es geht um Themenbereiche, die uns alle betreffen: Liebe, Erotik, Sexualität. Soviel wird dann doch noch verraten.<br />
<br />
Mit der Erotik ist das so eine Sache. Sie ist mit das intimste, das Menschen gemeinsam erleben, darüber öffentlich zu reden, oder zu schreiben, wurde immer wieder versucht. Da gibt es die klassische Minne, die jedes Körpergefühl auf eine geistig-seelische Ebene transzendiert, da gibt es die frivolen Doppeldeutigkeiten oder die provokant-drastische Sprache moderner Tabubrecher.<br />
Seger versucht einen Mittelweg, doch selten gelingt diese Gradwanderung. Sehr sinnliche Bildfindungen wechseln mit kopflastigen Betrachtungen, gerade da, wo der Kopf eigentlich nichts mehr zu suchen hat. Z. B. das erste Sonett:<br />
<br />
da reimt sich, gleich im ersten Quartett<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Dir gegenüber in der Wanne liegen<br />
...<br />
und Lust auf unsre nackten Körper kriegen"</blockquote>
<br />
Allein lautmalerisch ist "kriegen" keine sehr sinnliche Vokabel und auch der Laie wird ahnen, dass es nur des Reimes wegen dort steht.<br />
Eine Kleinigkeit? Sicher, solche billigen Reime finden sich auch bei bekannten und hochdekorierten Autoren, aber ich finde es nicht glücklich, solch einen Einstieg zu wählen. Weiter hinten im Text würde es weniger auffallen. dazu der "Lavendelölbadduft": .... ÖL - BAD - DUFT: Drei silben mit starker Betonung aneinandergereiht! Auch dies keine Todsünde, doch so einfach zu beheben: Lavendelblütenduft?<br />
Im zweiten Quartett die Beschreibung:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Du legst den linken Fuß auf mein Gesicht,<br />
bewegst ihn hin und her...</blockquote>
<br />
da haben wir so eine gelungene Bildfindung doch dann folgt sein Statement:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>"Mich stört das nicht, - <br />
im Gegenteil -</blockquote>
<br />
Warum lässt der Autor so ein Bild nicht einfach stehen, bzw. entwickelt es weiter, statt hier ganz verkopft ein mutmasslich unterstelltes Unbehagen zu negieren?<br />
<br />
Und so geht es in den anderen Sonetten weiter. Die Beschreibung sinnlicher Momente bleibt zu oft visuell orientiert, als dass dort Nähe zum Geschehen aufkeimen könnte. Wo sind die Körpergerüche, die Geräusche, die Haptik? und dort, wo sich Seger einer Metapher bedient ist sie selten präzise, sondern gene mal superlativ: Da werden funkelnde Sterne bemüht, der Schöpfung Schönheit, da wird der Mond vom Himmel gestohlen und der höchste Berg erklommen. Das ist nicht wirklich sinnlich und es ist auch nicht neu.<br />
<br />
Im Sonett VI hat den Musiker Seger auch noch sein Taktgefühl verlassen:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Allein mit Dir durch Feld und Wiesen streifen<br />
an einem Tag im Frühling - Hand in Hand.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir können das Glück geradezu greifen </span>-</blockquote>
<br />
Es mag im Gesang von Fall gelingen ein Wort gegen den natürlichen Akzent zu betonen; im gedruckten Wort geht das nicht!<br />
Dazu voch Reime wie Lust/Brust (Sonett II) oder Trieben/lieben (Sonett V). Für die meisten Dichter neben Herz/Schmerz die absoluten No-Goes. So dogmatisch muß man nicht sein, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie bewusst gesetzt sind. Eine Ironie zumindest ist dort nicht zu erkennen. und Worte wie "schön" oder "nackt" werden für meinen Geschmack zu oft strapaziert.<br />
<br />
<br />
Es liegt vielleicht in der Anlage als "Konzeptband", aber Seger hätte besser ein Jahr länger sammeln sollen um aus einem größeren Fundus schöpfen zu können. Der Ungeduld des Erstlings ist es wohl mit zuzuschreiben, dass "Gegenüber" nicht durchgängig überzeugen kann.<br />
<br />
<br />
ZaunköniG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Andreas Seger<br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size">Gegenüber</span></span><br />
<br />
28 Klanggedichte<br />
edition maya<br />
<br />
ISBN 978-3-930758-35-7<br />
<br />
<br />
<br />
Die 28 Sonette sind als Softcover im Format ca. 20x20 erschienen. Etwas unhandlich als Reiselektüre, doch die Gestaltung, durchgehend farbig, komplementär in rot/grün um Fotografien von Chris Blomen-Pfaff ergänzt ist durchaus ansprechend gelöst.<br />
Der Band wird eingeleitet durch ein zweiseitiges Vorwort von Rüdiger Heins, Verleger und vermutlich Lektor des Werkes. Ausführlich und kenntnisreich geht er darin auf Geschichte und Form-Charakteristika des Sonetts ein. Etwas vermisse ich an der Stelle, welchen Zugang der Autor zur Form hat. Die Aussage, Seger sei Komponist und Chorsänger und Sonette sind Klanggedichte, ist etwas knapp geraten gegenüber den allgemeineren Erklärungen zur Gattung Sonett. Sein Lob "Andreas Seger gelingt es [...] das klassische Formgebilde seiner Sonette kraftvoll in die Form dieser Dichtkunst einzubinden" ist da auch nicht sehr erhellend. Was bindet er wo ein? Die Form der Sonette in Sonette?<br />
Man könnte über solche Leerhülsen hinwegsehen, wären die Aussagen zum vorliegenden Text nicht insgesammt dünn gesäet. Nun, es geht um Themenbereiche, die uns alle betreffen: Liebe, Erotik, Sexualität. Soviel wird dann doch noch verraten.<br />
<br />
Mit der Erotik ist das so eine Sache. Sie ist mit das intimste, das Menschen gemeinsam erleben, darüber öffentlich zu reden, oder zu schreiben, wurde immer wieder versucht. Da gibt es die klassische Minne, die jedes Körpergefühl auf eine geistig-seelische Ebene transzendiert, da gibt es die frivolen Doppeldeutigkeiten oder die provokant-drastische Sprache moderner Tabubrecher.<br />
Seger versucht einen Mittelweg, doch selten gelingt diese Gradwanderung. Sehr sinnliche Bildfindungen wechseln mit kopflastigen Betrachtungen, gerade da, wo der Kopf eigentlich nichts mehr zu suchen hat. Z. B. das erste Sonett:<br />
<br />
da reimt sich, gleich im ersten Quartett<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Dir gegenüber in der Wanne liegen<br />
...<br />
und Lust auf unsre nackten Körper kriegen"</blockquote>
<br />
Allein lautmalerisch ist "kriegen" keine sehr sinnliche Vokabel und auch der Laie wird ahnen, dass es nur des Reimes wegen dort steht.<br />
Eine Kleinigkeit? Sicher, solche billigen Reime finden sich auch bei bekannten und hochdekorierten Autoren, aber ich finde es nicht glücklich, solch einen Einstieg zu wählen. Weiter hinten im Text würde es weniger auffallen. dazu der "Lavendelölbadduft": .... ÖL - BAD - DUFT: Drei silben mit starker Betonung aneinandergereiht! Auch dies keine Todsünde, doch so einfach zu beheben: Lavendelblütenduft?<br />
Im zweiten Quartett die Beschreibung:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Du legst den linken Fuß auf mein Gesicht,<br />
bewegst ihn hin und her...</blockquote>
<br />
da haben wir so eine gelungene Bildfindung doch dann folgt sein Statement:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>"Mich stört das nicht, - <br />
im Gegenteil -</blockquote>
<br />
Warum lässt der Autor so ein Bild nicht einfach stehen, bzw. entwickelt es weiter, statt hier ganz verkopft ein mutmasslich unterstelltes Unbehagen zu negieren?<br />
<br />
Und so geht es in den anderen Sonetten weiter. Die Beschreibung sinnlicher Momente bleibt zu oft visuell orientiert, als dass dort Nähe zum Geschehen aufkeimen könnte. Wo sind die Körpergerüche, die Geräusche, die Haptik? und dort, wo sich Seger einer Metapher bedient ist sie selten präzise, sondern gene mal superlativ: Da werden funkelnde Sterne bemüht, der Schöpfung Schönheit, da wird der Mond vom Himmel gestohlen und der höchste Berg erklommen. Das ist nicht wirklich sinnlich und es ist auch nicht neu.<br />
<br />
Im Sonett VI hat den Musiker Seger auch noch sein Taktgefühl verlassen:<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Allein mit Dir durch Feld und Wiesen streifen<br />
an einem Tag im Frühling - Hand in Hand.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir können das Glück geradezu greifen </span>-</blockquote>
<br />
Es mag im Gesang von Fall gelingen ein Wort gegen den natürlichen Akzent zu betonen; im gedruckten Wort geht das nicht!<br />
Dazu voch Reime wie Lust/Brust (Sonett II) oder Trieben/lieben (Sonett V). Für die meisten Dichter neben Herz/Schmerz die absoluten No-Goes. So dogmatisch muß man nicht sein, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie bewusst gesetzt sind. Eine Ironie zumindest ist dort nicht zu erkennen. und Worte wie "schön" oder "nackt" werden für meinen Geschmack zu oft strapaziert.<br />
<br />
<br />
Es liegt vielleicht in der Anlage als "Konzeptband", aber Seger hätte besser ein Jahr länger sammeln sollen um aus einem größeren Fundus schöpfen zu können. Der Ungeduld des Erstlings ist es wohl mit zuzuschreiben, dass "Gegenüber" nicht durchgängig überzeugen kann.<br />
<br />
<br />
ZaunköniG]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Achim Amme: Auf eigene Gefahr]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1901</link>
			<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 08:21:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1901</guid>
			<description><![CDATA[Achim Amme<br />
<br />
Auf eigene Gefahr<br />
Sexy Sonnets<br />
<br />
Gollenstein<br />
ISBN 3-938823-15-1<br />
14,00 Euro<br />
<br />
<br />
Inn 66 Sonetten präsentiert Achim Amme ein Kaleidoskop weiblicher Sexualität von der Träumerin bis zur Emanze,   läßt Amme die verschiedensten Frauentypen zu Wort kommen und wir erfahren etwas von Fetischphantasien und Traumprinzen. Dabei versucht er nicht reflektierend den Frauenversteher zu geben, sondern bringt möglicht ungefilterte Aussagen in die literarische Form.<br />
Der Untertitel "Sexy Sonnets" ist etwas irreführend, da die wenigsten Sonette wirklich auf Verführung aus sind.<br />
Man merkst den Texten deutlich an, daß sie aus Interviews entstanden sind: Sie sind eher Statements der weiblichen Sexualität, aber das tut dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch.<br />
<br />
Auf der Verlagsseite ist das Buch zur Zeit "nicht lieferbar"<br />
aber man kann sein Glück auch beim Autor versuchen:<br />
<a href="http://www.achim-amme.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">http://www.achim-amme.de</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Achim Amme<br />
<br />
Auf eigene Gefahr<br />
Sexy Sonnets<br />
<br />
Gollenstein<br />
ISBN 3-938823-15-1<br />
14,00 Euro<br />
<br />
<br />
Inn 66 Sonetten präsentiert Achim Amme ein Kaleidoskop weiblicher Sexualität von der Träumerin bis zur Emanze,   läßt Amme die verschiedensten Frauentypen zu Wort kommen und wir erfahren etwas von Fetischphantasien und Traumprinzen. Dabei versucht er nicht reflektierend den Frauenversteher zu geben, sondern bringt möglicht ungefilterte Aussagen in die literarische Form.<br />
Der Untertitel "Sexy Sonnets" ist etwas irreführend, da die wenigsten Sonette wirklich auf Verführung aus sind.<br />
Man merkst den Texten deutlich an, daß sie aus Interviews entstanden sind: Sie sind eher Statements der weiblichen Sexualität, aber das tut dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch.<br />
<br />
Auf der Verlagsseite ist das Buch zur Zeit "nicht lieferbar"<br />
aber man kann sein Glück auch beim Autor versuchen:<br />
<a href="http://www.achim-amme.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">http://www.achim-amme.de</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am liebsten rund mit Kanten]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1601</link>
			<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 08:52:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1601</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am liebsten rund mit Kanten</span><br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/forum/images/attachment/293.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 293.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
Die <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gruppe Poesie</span></span> aus Hannover hat im Juni ihr 25. Jähriges Bestehen mit einer großen Lesung im KoKi (Kommunales Kino im Künstlerhaus) gefeiert. Zur Jubiläumslesung ist auch eine Broschur unter obigem Titel erhältlich. Mit dabei sind:<br />
<br />
Tahere Ashary<br />
Jürgen Borchers<br />
Christa Eschmann<br />
Karin Fischer<br />
Monika Garn-Hennlich<br />
Joachim Grünhagen<br />
Klaus Hespe<br />
Wulf Hühn<br />
Barbara Macherius<br />
Siegfried Macht<br />
Dieter P. Meier-Lenz<br />
Holger Nieberg<br />
Susanne Schieble<br />
Tarja Sohmer<br />
Dirk Strauch (ZaunköniG)<br />
Hans Ulle<br />
Jacek T. Zielinski<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Vorwort zur Jubiläumsbroschüre der Gruppe Poesie</span><br />
     <br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"> <span style="color: #FF4500;" class="mycode_color">Poesie, was ist das?</span></span> <br />
<br />
<br />
Wir nennen die Dichtkunst, insbesondere die Versdichtung, Poesie - und auch die Verzauberung, die eine Landschaft, eine Abendstimmung oder ein besonderer Augenblick auslösen können.<br />
<br />
Man sagt, uns ginge Poesie mehr und mehr verloren. Halten wir in der heutigen Zeit nichts mehr von "flüchtigem Zauber"? Schlagen wir uns lieber auf "die sichere, kalkulierbare Seite"?<br />
<br />
Und doch ist sie da, die Poesie. Sie erwartet uns überall, wir könnten ihr täglich begegnen, versuchen, sie zu ergründen und würden, wie so viele vor uns, auf jede Frage eine neue Frage oder eine weitere unzulängliche Antwort finden. <br />
 <br />
Zugegeben, das ist anstrengend. Die Poesie macht es uns nicht leicht. Sie lässt sich nicht einfach im Vorbeigehen in die Tasche stecken und abends in der Mikrowelle aufwärmen. Wir müssen uns schon zu ihr ins Gras hinabbeugen und "hallo" sagen, ihr Raum geben in uns, ihr nachschauen, wenn sie wenig später himmelwärts davonfliegt oder mit einem atemberaubenden Hüftschwung um die nächste Ecke verschwindet.<br />
<br />
Vielleicht ist Poesie ja die verwunschene Zwillingsschwester der Liebe! Und jeder von uns könnte der Prinz sein, den sie wach küsst, wenn er nur dies Quäntchen Mut besäße, ihr in ein blühendes Rapsfeld zu folgen! Sie würde ihn sicher auslachen, wenn er dann begänne die Rapsblüten zu zählen. 30 Blüten je Rispe, 10 Rispen je Pflanze und das Feld wogend gelb bis zum Horizont. Doch unmittelbar nach diesem Lachen würde sie ihn durch einen einzigen Blick, all das verstehen lehren, was er bisher nie begreifen konnte, würde ihn in den Arm nehmen und hineinblühen mit ihm in dies Feld ohne Zahl mit seinem maßlosen Zwischenraum - Rapsduft bis unter die Haut auf Augenhöhe. Und später dann, auf dem Nachhauseweg, würde er sich nicht den Blütenstaub von Hemd und Hose klopfen, und er würde dem Pflasterstein zunicken, auf dem sie stand, als er Poesie erstmals erahnte.<br />
<br />
Jemand, der Angst hat, einen anderen zu berühren, sich berühren zu lassen, berührt zu sein, mag Poesie anzweifeln, sie mit einem coolen Achselzucken zum Kitsch werfen und sie heimlich ersehnen, denn es gibt Tage, da ahnt er, was er nicht weiß.<br />
 <br />
Poesie ist alles, was uns menschlicher macht und was uns als Menschen zu tun gibt. Sie ist Haut und Häutung, Einklang und Frucht, Verwandlung, Ohnmacht, manchmal auch Flucht, ein imaginäres Geländer vielleicht, ein rettendes Wort und sie ist - unwiderlegbar.<br />
  <br />
Am Ende des letzten Gedichts unserer Broschüre steht ein "O" und mit solch einem erstaunten O fängt Poesie an. Sie werden ihre Schwingungen zwischen den Worten und Zeilen vieler Gedichte als treibende Kraft spüren können.<br />
<br />
Aber Sie werden auch Gedichte finden, in denen sie die Abwesenheit von Poesie wahrnehmen. Sie verbirgt sich, mag sein, hinter Trotz oder in einem widerständigen Dennoch, das losläuft und nachschaut, "was sich bewegt" "in dürren Zeiten", wenn sich nichts einstellen will und wir von Hilf-, Hoffnungs- und Orientierungs-/ Losigkeiten gelähmt werden.<br />
<br />
Sie streunt farblos umher,  wenn sich die Menschen in solch zerstörerischen Wirklichkeiten wie Krieg, Terror oder einem globalen Dschungelgeräuschklima von ihrem Menschsein so weit entfernen, dass Poesie nicht mehr möglich scheint.<br />
<br />
Und so gibt es auch Gedichte in dem Bändchen, in denen Poesie gerade an solchen Tiefpunkten unbeirrbar und unerwartet in zerstörten Räumen auftaucht, wenn ein Mensch, nur einer von vielen, seinen scheinbar unmöglichen Traum weiterträumt und weiterreicht oder wenn einer, nur einer von vielen, die Lächerlichkeit, Gedichte zu schreiben, weniger beunruhigend findet als das Fehlen eines Gedichts oder wenn zwei, nur zwei, Hand in Hand irgendwohin aufbrechen.<br />
 <br />
Barbara Macherius<br />
 <br />
 <br />
<br />
Erhältlich ist das Büchlein für 5 € z. B. bei <a href="http://www.gruppepoesie.de/kontakt.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">http://www.gruppepoesie.de/kontakt.html</a><br />
oder bei <a href="http://www.shop.edition-elf.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">mir</a>.<br />
<br />
ZaunköniG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Am liebsten rund mit Kanten</span><br />
<br />
<img src="http://www.sonett-archiv.com/forum/images/attachment/293.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 293.jpg]" class="mycode_img" /><br />
<br />
Die <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gruppe Poesie</span></span> aus Hannover hat im Juni ihr 25. Jähriges Bestehen mit einer großen Lesung im KoKi (Kommunales Kino im Künstlerhaus) gefeiert. Zur Jubiläumslesung ist auch eine Broschur unter obigem Titel erhältlich. Mit dabei sind:<br />
<br />
Tahere Ashary<br />
Jürgen Borchers<br />
Christa Eschmann<br />
Karin Fischer<br />
Monika Garn-Hennlich<br />
Joachim Grünhagen<br />
Klaus Hespe<br />
Wulf Hühn<br />
Barbara Macherius<br />
Siegfried Macht<br />
Dieter P. Meier-Lenz<br />
Holger Nieberg<br />
Susanne Schieble<br />
Tarja Sohmer<br />
Dirk Strauch (ZaunköniG)<br />
Hans Ulle<br />
Jacek T. Zielinski<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Vorwort zur Jubiläumsbroschüre der Gruppe Poesie</span><br />
     <br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"> <span style="color: #FF4500;" class="mycode_color">Poesie, was ist das?</span></span> <br />
<br />
<br />
Wir nennen die Dichtkunst, insbesondere die Versdichtung, Poesie - und auch die Verzauberung, die eine Landschaft, eine Abendstimmung oder ein besonderer Augenblick auslösen können.<br />
<br />
Man sagt, uns ginge Poesie mehr und mehr verloren. Halten wir in der heutigen Zeit nichts mehr von "flüchtigem Zauber"? Schlagen wir uns lieber auf "die sichere, kalkulierbare Seite"?<br />
<br />
Und doch ist sie da, die Poesie. Sie erwartet uns überall, wir könnten ihr täglich begegnen, versuchen, sie zu ergründen und würden, wie so viele vor uns, auf jede Frage eine neue Frage oder eine weitere unzulängliche Antwort finden. <br />
 <br />
Zugegeben, das ist anstrengend. Die Poesie macht es uns nicht leicht. Sie lässt sich nicht einfach im Vorbeigehen in die Tasche stecken und abends in der Mikrowelle aufwärmen. Wir müssen uns schon zu ihr ins Gras hinabbeugen und "hallo" sagen, ihr Raum geben in uns, ihr nachschauen, wenn sie wenig später himmelwärts davonfliegt oder mit einem atemberaubenden Hüftschwung um die nächste Ecke verschwindet.<br />
<br />
Vielleicht ist Poesie ja die verwunschene Zwillingsschwester der Liebe! Und jeder von uns könnte der Prinz sein, den sie wach küsst, wenn er nur dies Quäntchen Mut besäße, ihr in ein blühendes Rapsfeld zu folgen! Sie würde ihn sicher auslachen, wenn er dann begänne die Rapsblüten zu zählen. 30 Blüten je Rispe, 10 Rispen je Pflanze und das Feld wogend gelb bis zum Horizont. Doch unmittelbar nach diesem Lachen würde sie ihn durch einen einzigen Blick, all das verstehen lehren, was er bisher nie begreifen konnte, würde ihn in den Arm nehmen und hineinblühen mit ihm in dies Feld ohne Zahl mit seinem maßlosen Zwischenraum - Rapsduft bis unter die Haut auf Augenhöhe. Und später dann, auf dem Nachhauseweg, würde er sich nicht den Blütenstaub von Hemd und Hose klopfen, und er würde dem Pflasterstein zunicken, auf dem sie stand, als er Poesie erstmals erahnte.<br />
<br />
Jemand, der Angst hat, einen anderen zu berühren, sich berühren zu lassen, berührt zu sein, mag Poesie anzweifeln, sie mit einem coolen Achselzucken zum Kitsch werfen und sie heimlich ersehnen, denn es gibt Tage, da ahnt er, was er nicht weiß.<br />
 <br />
Poesie ist alles, was uns menschlicher macht und was uns als Menschen zu tun gibt. Sie ist Haut und Häutung, Einklang und Frucht, Verwandlung, Ohnmacht, manchmal auch Flucht, ein imaginäres Geländer vielleicht, ein rettendes Wort und sie ist - unwiderlegbar.<br />
  <br />
Am Ende des letzten Gedichts unserer Broschüre steht ein "O" und mit solch einem erstaunten O fängt Poesie an. Sie werden ihre Schwingungen zwischen den Worten und Zeilen vieler Gedichte als treibende Kraft spüren können.<br />
<br />
Aber Sie werden auch Gedichte finden, in denen sie die Abwesenheit von Poesie wahrnehmen. Sie verbirgt sich, mag sein, hinter Trotz oder in einem widerständigen Dennoch, das losläuft und nachschaut, "was sich bewegt" "in dürren Zeiten", wenn sich nichts einstellen will und wir von Hilf-, Hoffnungs- und Orientierungs-/ Losigkeiten gelähmt werden.<br />
<br />
Sie streunt farblos umher,  wenn sich die Menschen in solch zerstörerischen Wirklichkeiten wie Krieg, Terror oder einem globalen Dschungelgeräuschklima von ihrem Menschsein so weit entfernen, dass Poesie nicht mehr möglich scheint.<br />
<br />
Und so gibt es auch Gedichte in dem Bändchen, in denen Poesie gerade an solchen Tiefpunkten unbeirrbar und unerwartet in zerstörten Räumen auftaucht, wenn ein Mensch, nur einer von vielen, seinen scheinbar unmöglichen Traum weiterträumt und weiterreicht oder wenn einer, nur einer von vielen, die Lächerlichkeit, Gedichte zu schreiben, weniger beunruhigend findet als das Fehlen eines Gedichts oder wenn zwei, nur zwei, Hand in Hand irgendwohin aufbrechen.<br />
 <br />
Barbara Macherius<br />
 <br />
 <br />
<br />
Erhältlich ist das Büchlein für 5 € z. B. bei <a href="http://www.gruppepoesie.de/kontakt.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">http://www.gruppepoesie.de/kontakt.html</a><br />
oder bei <a href="http://www.shop.edition-elf.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">mir</a>.<br />
<br />
ZaunköniG]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Heinrich Eggers: Sonette aus der Gefangenschaft]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1483</link>
			<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 17:31:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1483</guid>
			<description><![CDATA[Vor einigen Wochen ist mir ein dünnes, reichlich lädiertes Heftchen in die Hand gefallen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Aus der Gefangenschaft</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sonette</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Heinrich Eggers</span></span><br />
<br />
Es ist weder Verlag, noch Druckerei angegeben, also offenbar nur als Manuskript gedruckt. Auch geht nicht aus dem Text hervor wann und wo der Autor in Gefangenschaft war.<br />
<br />
Eggers verwendet unregelmäßige Zeilenlängen, wie wir es beispielsweise von Rilkes Sonetten an Orpheus kennen, allerdings greifen die Reime von den Quartetten in die Terzinen über. <br />
Überrascht hat mich die doch sehr derbe Ausdrucksweise, die ich so nicht einmal von Brecht kenne, zumindest aus dieser Zeit (erste Hälfte 20. Jahrhundert.)<br />
<br />
Das Heft enthält ein einleitendes Gedicht und 9 Sonette. Zwei möchte ich hier stellvertretend vorstellen:<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">IV</span><br />
<br />
Zwischen kahlen Wellblechwänden, reihenweise protzen<br />
Männerärsche ab auf Kübeln, nur von Holz verschönt.<br />
In Zelten, von Gelächter, Singsang, grobem Scherz durchdröhnt,<br />
Warten wir. Wir fressen, saufen, scheißen, rotzen.<br />
<br />
Mit Gespräch und Witz von Wichsen, Ficken, Brüsten, Fotzen<br />
Wird das Elend der Gefangenschaft verhöhnt.<br />
Wer an Ewigkeitsgedanken einst gewöhnt,<br />
Hat die Wahl nur zwischen Stumpfsinn oder Kotzen.<br />
<br />
Stumpfe Gier und Langeweile glotzen<br />
Auf Gefühle, die, in diesem Dreck verpöhnt,<br />
An Erinnerung von reinem Glück schmarotzen.<br />
<br />
Wenn das Herz auch nächtlich wachend stöhnt -<br />
Ach, was hilft es Dir, dem Schlamm zu trotzen:<br />
Darm und Seele klaffen unversöhnt.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">VI</span><br />
<br />
Auch ich erliege den Versuchungen<br />
Des dumpfen Darbens und der dunklen Süchte.<br />
Ich fühle, wie ich Saaten in mir züchte,<br />
Gespeist aus flammenden Verfluchungen.<br />
<br />
Sie reifen. innen angefaulte Früchte:<br />
Die Gier nach einem Löffel Milch und Schrot,<br />
Nach Fleisch, Tabak, nach Butter, Brocken Brot,<br />
Die Sucht nach mehr! Mich ekelt - und ich flüchte<br />
<br />
In wahre und doch kranke Ehrlichkeit.<br />
Wenn sich geringes Mehr mir bot,<br />
Sie läßt es mir. Doch die Gefährlichkeit<br />
<br />
Des Spiels: erwehre Dich mit List der Not!...<br />
Bleib fest! Verachte die Begehrlichkeit!...<br />
Bedroht mich täglich mit dem stumpfen Tod.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor einigen Wochen ist mir ein dünnes, reichlich lädiertes Heftchen in die Hand gefallen.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Aus der Gefangenschaft</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sonette</span></span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: large;" class="mycode_size">Heinrich Eggers</span></span><br />
<br />
Es ist weder Verlag, noch Druckerei angegeben, also offenbar nur als Manuskript gedruckt. Auch geht nicht aus dem Text hervor wann und wo der Autor in Gefangenschaft war.<br />
<br />
Eggers verwendet unregelmäßige Zeilenlängen, wie wir es beispielsweise von Rilkes Sonetten an Orpheus kennen, allerdings greifen die Reime von den Quartetten in die Terzinen über. <br />
Überrascht hat mich die doch sehr derbe Ausdrucksweise, die ich so nicht einmal von Brecht kenne, zumindest aus dieser Zeit (erste Hälfte 20. Jahrhundert.)<br />
<br />
Das Heft enthält ein einleitendes Gedicht und 9 Sonette. Zwei möchte ich hier stellvertretend vorstellen:<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">IV</span><br />
<br />
Zwischen kahlen Wellblechwänden, reihenweise protzen<br />
Männerärsche ab auf Kübeln, nur von Holz verschönt.<br />
In Zelten, von Gelächter, Singsang, grobem Scherz durchdröhnt,<br />
Warten wir. Wir fressen, saufen, scheißen, rotzen.<br />
<br />
Mit Gespräch und Witz von Wichsen, Ficken, Brüsten, Fotzen<br />
Wird das Elend der Gefangenschaft verhöhnt.<br />
Wer an Ewigkeitsgedanken einst gewöhnt,<br />
Hat die Wahl nur zwischen Stumpfsinn oder Kotzen.<br />
<br />
Stumpfe Gier und Langeweile glotzen<br />
Auf Gefühle, die, in diesem Dreck verpöhnt,<br />
An Erinnerung von reinem Glück schmarotzen.<br />
<br />
Wenn das Herz auch nächtlich wachend stöhnt -<br />
Ach, was hilft es Dir, dem Schlamm zu trotzen:<br />
Darm und Seele klaffen unversöhnt.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">VI</span><br />
<br />
Auch ich erliege den Versuchungen<br />
Des dumpfen Darbens und der dunklen Süchte.<br />
Ich fühle, wie ich Saaten in mir züchte,<br />
Gespeist aus flammenden Verfluchungen.<br />
<br />
Sie reifen. innen angefaulte Früchte:<br />
Die Gier nach einem Löffel Milch und Schrot,<br />
Nach Fleisch, Tabak, nach Butter, Brocken Brot,<br />
Die Sucht nach mehr! Mich ekelt - und ich flüchte<br />
<br />
In wahre und doch kranke Ehrlichkeit.<br />
Wenn sich geringes Mehr mir bot,<br />
Sie läßt es mir. Doch die Gefährlichkeit<br />
<br />
Des Spiels: erwehre Dich mit List der Not!...<br />
Bleib fest! Verachte die Begehrlichkeit!...<br />
Bedroht mich täglich mit dem stumpfen Tod.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dies krönt das Innerste]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1274</link>
			<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 10:16:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1274</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dies krönt das Innerste</span><br />
Sonette englischer Romantiker<br />
(zweisprachig)<br />
<br />
<br />
Es ist soweit: Die Edition Elf feiert mit dem elften Band nun quasi Jübiläum. Gleichzeitig ist es der erste Titel, der dem Sonett-Forum entspringt. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Silja und Sneaky für  ihre Beiträge und das gegenseitige Lektorat.<br />
<br />
Auf 170 Seiten vereint er eine Auswahl der 70 besten Übersetzungen der englischen Früh- und Hochromantik, von Charlotte Smith bis Shelley und Keats. <br />
Die Anthologie ist ab sofort für 7,90 € über mich erhältlich.<br />
<br />
(Autoren/Übersetzer und Grafiker der Edition Elf fragen bitte nach Rabatten)<br />
<br />
<br />
ZaunköniG]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dies krönt das Innerste</span><br />
Sonette englischer Romantiker<br />
(zweisprachig)<br />
<br />
<br />
Es ist soweit: Die Edition Elf feiert mit dem elften Band nun quasi Jübiläum. Gleichzeitig ist es der erste Titel, der dem Sonett-Forum entspringt. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Silja und Sneaky für  ihre Beiträge und das gegenseitige Lektorat.<br />
<br />
Auf 170 Seiten vereint er eine Auswahl der 70 besten Übersetzungen der englischen Früh- und Hochromantik, von Charlotte Smith bis Shelley und Keats. <br />
Die Anthologie ist ab sofort für 7,90 € über mich erhältlich.<br />
<br />
(Autoren/Übersetzer und Grafiker der Edition Elf fragen bitte nach Rabatten)<br />
<br />
<br />
ZaunköniG]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Absenden!]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1234</link>
			<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 07:43:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1234</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Absenden!</span><br />
<br />
Vor einigen Tagen ist mir dieses Heft "Absenden!" ins Haus geflattert. Ein Heft das irgendwie auch mit der Vorgeschichte dieses Forums zu tun hat, denn zwischen 2001 und 2004 pflegte Robert Wohlleben auf seiner Seite <a href="http://www.fulgura.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.fulgura.de</a> ein eigenes Sonett-Forum, den sogenannten "Sprechsaal", meines Wissens das einzige Spezialforum dieser Art. Als dieses auf Grund technischer Probleme eingestellt wurde, war das Anlaß für mich, in diese Bresche zu springen. <br />
Nun also dieser Nachhall auf Papier gebannt, und die 25 ausgewählten Texte kommen so frisch daher, als läse ich sie zum ersten Mal.<br />
Das kann nicht wirklich wundern, wenn man sich näher mit dem Herausgeber befasst, denn seit 1967 gibt er seine Meiendorfer Drucke heraus, die sich, nicht nur, aber hauptsächlich mit Sonettdichtung beschäftigen, und nicht zuletzt bewegt er sich selbst virtuos in dieser Form. Von seinen Kenntnissen und Kontakten hat schon damals der Sprechsaal profitiert und das spiegelt sich nun auch in diesem Auswahlheft, das just als 62. Meiendorfer Druck erschienen ist.<br />
<br />
Enthalten sind u. a. so gestandene Sonettisten wie Manfred Drewitz, Bettina Rosky und Gabriella Wollenhaupt.<br />
<br />
<br />
Absenden!<br />
Meiendorfer Druck 62<br />
Robert Wohlleben Verlag<br />
<a href="http://www.fulgura.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.fulgura.de</a><br />
ISBN 978-3-88159-073-0<br />
10,-€<br />
<br />
Erhältlich im Buchhandel,<br />
direkt beim Verlag<br />
oder bei mir]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Absenden!</span><br />
<br />
Vor einigen Tagen ist mir dieses Heft "Absenden!" ins Haus geflattert. Ein Heft das irgendwie auch mit der Vorgeschichte dieses Forums zu tun hat, denn zwischen 2001 und 2004 pflegte Robert Wohlleben auf seiner Seite <a href="http://www.fulgura.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.fulgura.de</a> ein eigenes Sonett-Forum, den sogenannten "Sprechsaal", meines Wissens das einzige Spezialforum dieser Art. Als dieses auf Grund technischer Probleme eingestellt wurde, war das Anlaß für mich, in diese Bresche zu springen. <br />
Nun also dieser Nachhall auf Papier gebannt, und die 25 ausgewählten Texte kommen so frisch daher, als läse ich sie zum ersten Mal.<br />
Das kann nicht wirklich wundern, wenn man sich näher mit dem Herausgeber befasst, denn seit 1967 gibt er seine Meiendorfer Drucke heraus, die sich, nicht nur, aber hauptsächlich mit Sonettdichtung beschäftigen, und nicht zuletzt bewegt er sich selbst virtuos in dieser Form. Von seinen Kenntnissen und Kontakten hat schon damals der Sprechsaal profitiert und das spiegelt sich nun auch in diesem Auswahlheft, das just als 62. Meiendorfer Druck erschienen ist.<br />
<br />
Enthalten sind u. a. so gestandene Sonettisten wie Manfred Drewitz, Bettina Rosky und Gabriella Wollenhaupt.<br />
<br />
<br />
Absenden!<br />
Meiendorfer Druck 62<br />
Robert Wohlleben Verlag<br />
<a href="http://www.fulgura.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.fulgura.de</a><br />
ISBN 978-3-88159-073-0<br />
10,-€<br />
<br />
Erhältlich im Buchhandel,<br />
direkt beim Verlag<br />
oder bei mir]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ZaunköniG: Aber echt ist]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1213</link>
			<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 05:47:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1213</guid>
			<description><![CDATA[ZaunköniG<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber echt ist</span><br />
Edition Thaleia 2005<br />
140 Seiten<br />
<br />
<br />
Es geht mir wohl nicht alleine so, daß mir die jüngsten Kinder die liebsten sind, dennoch möchte ich euch meine früheren Publikationen nicht vorenthalten.<br />
"Aber echt ist" enthält neben meinen ersten Übersetzungen, auch eigene Sonette und Sonettenkränze, und um mich nicht ungebührlich selbst zu beweihräuchern lasse ich mal meinen Verleger zu Wort kommen:<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Verlagsinfo:<br />
<br />
Liebhaber und Kenner der klassischen Gedichtform des Sonetts werden in diesem Buch nicht nur Neues aus der Feder des Burgdorfer Dichters entdecken, sondern vielen alten Bekannten in neuen Nachdichtungen begegnen, u.a. Adam Mickiewicz, John Hamilton Reynolds, William Sydney Walker, Francesco Petrarca, Jacques Perk, Emil Aarestrup, Susan Evance und Hartley Coleridge.<br />
ZaunköniGs eigene Sonette und Sonettenkränze stehen im farbigen Neben- und Miteinander zu seinen Übersetzungen früherer Sonettendichter und liefern damit vielleicht den eindrucksvollsten Beweis, daß die strenge Metrik des Sonetts alles andere als eine antiquierte lyrische Form ist. </blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ZaunköniG<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber echt ist</span><br />
Edition Thaleia 2005<br />
140 Seiten<br />
<br />
<br />
Es geht mir wohl nicht alleine so, daß mir die jüngsten Kinder die liebsten sind, dennoch möchte ich euch meine früheren Publikationen nicht vorenthalten.<br />
"Aber echt ist" enthält neben meinen ersten Übersetzungen, auch eigene Sonette und Sonettenkränze, und um mich nicht ungebührlich selbst zu beweihräuchern lasse ich mal meinen Verleger zu Wort kommen:<br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Verlagsinfo:<br />
<br />
Liebhaber und Kenner der klassischen Gedichtform des Sonetts werden in diesem Buch nicht nur Neues aus der Feder des Burgdorfer Dichters entdecken, sondern vielen alten Bekannten in neuen Nachdichtungen begegnen, u.a. Adam Mickiewicz, John Hamilton Reynolds, William Sydney Walker, Francesco Petrarca, Jacques Perk, Emil Aarestrup, Susan Evance und Hartley Coleridge.<br />
ZaunköniGs eigene Sonette und Sonettenkränze stehen im farbigen Neben- und Miteinander zu seinen Übersetzungen früherer Sonettendichter und liefern damit vielleicht den eindrucksvollsten Beweis, daß die strenge Metrik des Sonetts alles andere als eine antiquierte lyrische Form ist. </blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Entschleunigung]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1096</link>
			<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 09:51:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1096</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschleunigung</span><br />
Gedichte<br />
<br />
Vor einigen Tagen ist mir ein Bändchen in die Hände gespielt worden mit den drei Inge-Czernik-Förderpreisträgern 2008.<br />
<br />
Neben recht ansehnlichen freien Versen von Monika Buchfeld und Claudia Beate Schill enthält das Buch auch eine Reihe Sonette von unserem geschätzten Forum-Kollegen <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008000;" class="mycode_color">Dirk Schindelbeck</span></span><br />
<br />
Entgegen seiner Gepflogenheiten hier, breitet er allerdings kein kuriositäten-Kabinett aus, sondern widmet sich geradezu klassisch, dem Themenkreis Zeit, Wandlung und Erinnerung, wie es der Buchtitel suggeriert, aber auch Alltagssituationen wie "Orangenschälen" oder "Schlaflose Nächte" neben dem schnarchenden Partner.<br />
<br />
Einige Sonette wie "Klassentreffen" sind bereits hier im Forum zu finden, so daß ich auf Textproben an dieser Stelle verzichten kann, und wer Dirks Sonette hier im Forum kennt, der weiß es ja: Die Poesie ist überall!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschleunigung</span><br />
für 10 Euro<br />
bei der Edition L.<br />
Albert-Einstein-Strasse 94<br />
68766 Hockenheim<br />
<a href="http://www.Czernik-Verlag-Edition-L.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.Czernik-Verlag-Edition-L.de</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschleunigung</span><br />
Gedichte<br />
<br />
Vor einigen Tagen ist mir ein Bändchen in die Hände gespielt worden mit den drei Inge-Czernik-Förderpreisträgern 2008.<br />
<br />
Neben recht ansehnlichen freien Versen von Monika Buchfeld und Claudia Beate Schill enthält das Buch auch eine Reihe Sonette von unserem geschätzten Forum-Kollegen <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008000;" class="mycode_color">Dirk Schindelbeck</span></span><br />
<br />
Entgegen seiner Gepflogenheiten hier, breitet er allerdings kein kuriositäten-Kabinett aus, sondern widmet sich geradezu klassisch, dem Themenkreis Zeit, Wandlung und Erinnerung, wie es der Buchtitel suggeriert, aber auch Alltagssituationen wie "Orangenschälen" oder "Schlaflose Nächte" neben dem schnarchenden Partner.<br />
<br />
Einige Sonette wie "Klassentreffen" sind bereits hier im Forum zu finden, so daß ich auf Textproben an dieser Stelle verzichten kann, und wer Dirks Sonette hier im Forum kennt, der weiß es ja: Die Poesie ist überall!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entschleunigung</span><br />
für 10 Euro<br />
bei der Edition L.<br />
Albert-Einstein-Strasse 94<br />
68766 Hockenheim<br />
<a href="http://www.Czernik-Verlag-Edition-L.de" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">www.Czernik-Verlag-Edition-L.de</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wolf Biermann: Das ist die feinste Liebeskunst]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=976</link>
			<pubDate>Tue, 06 May 2008 18:11:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5">Sneaky</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=976</guid>
			<description><![CDATA[Wolf Biermanns Übertragungen der Shakespearesonette (40 Stück) möchte ich jedem ans Herz legen. Biermann hat hervorragende Arbeit geleistet, seine Übersetzungen -wenn man das als Schönheitsfehler ankreiden will - sind überwiegend in Alexandrinern gehalten. Das schöne an den ÜBertragungen ist, dass im Grunde genommen neuzeitliche Sprache zur Anwendung kommt und sich Inversionen und -Syntaxverbiegungen sehr im Rahmen halten. ICh finde den Tonfall sehr erfrischend und die Wortwahl ist  nicht übermäßig romantisierend. <br />
<br />
Ein Beispiel trotz dem Copyright, das erste Quartett von Sonett XVIII<br />
<br />
Shall  I copmpare you<br />
<br />
Ich dich vergleichen mit `nem Sommertag? O nein!<br />
Viel lieblicher bist du und nicht so kunterbunt:<br />
In Blütenknospen bricht im Mai noch Eiswind ein,<br />
der Sommer pachtet viel zu kurz das Jahr. Ach und<br />
<br />
Salamandra hat schon eine Lanze für Stefan Georges Übertragungen gebrochen, ich tus nun für Biermanns. Die kann auf ihre eigene Art sehr gut neben Georges Übersetzung stehen. <br />
<br />
Wie gesagt, ein Blick darauf in einer gut sortierten Buchhandlung, dann weiß jeder obs nach seinem Geschmack ist. Nach meinem allemal<br />
<br />
Gruß<br />
<br />
Sneaky]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wolf Biermanns Übertragungen der Shakespearesonette (40 Stück) möchte ich jedem ans Herz legen. Biermann hat hervorragende Arbeit geleistet, seine Übersetzungen -wenn man das als Schönheitsfehler ankreiden will - sind überwiegend in Alexandrinern gehalten. Das schöne an den ÜBertragungen ist, dass im Grunde genommen neuzeitliche Sprache zur Anwendung kommt und sich Inversionen und -Syntaxverbiegungen sehr im Rahmen halten. ICh finde den Tonfall sehr erfrischend und die Wortwahl ist  nicht übermäßig romantisierend. <br />
<br />
Ein Beispiel trotz dem Copyright, das erste Quartett von Sonett XVIII<br />
<br />
Shall  I copmpare you<br />
<br />
Ich dich vergleichen mit `nem Sommertag? O nein!<br />
Viel lieblicher bist du und nicht so kunterbunt:<br />
In Blütenknospen bricht im Mai noch Eiswind ein,<br />
der Sommer pachtet viel zu kurz das Jahr. Ach und<br />
<br />
Salamandra hat schon eine Lanze für Stefan Georges Übertragungen gebrochen, ich tus nun für Biermanns. Die kann auf ihre eigene Art sehr gut neben Georges Übersetzung stehen. <br />
<br />
Wie gesagt, ein Blick darauf in einer gut sortierten Buchhandlung, dann weiß jeder obs nach seinem Geschmack ist. Nach meinem allemal<br />
<br />
Gruß<br />
<br />
Sneaky]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Martin Bidney: The Crimean Sonnets]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=974</link>
			<pubDate>Mon, 05 May 2008 20:10:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5">Sneaky</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=974</guid>
			<description><![CDATA[Hallo Leute,<br />
<br />
Ich hab nun, was sich im Titel vollmundig The Crimean Sonnets (translated with Sonnet Preface, Sonnet Replies and Notes) nennt.<br />
<br />
Der Übersetzer ist ein Professor emeritus an der New York State University mit Ph.D und MA in slawischen Sprachen. Das Buch unmfasst 101 Seiten, davon sind ca. 90 % Gedichte des Autors an Mickiewiecz, die Stationen in dessen Leben beschreiben. Dann gibts da magere 18 Sonette, die übersetzt worden sind und denen nochmal 18 Sonette des Verfassers gegenüberstehen, in denen er die Thematik des übersetzten Sonetts paraphrasiert.<br />
<br />
Mein Fazit: Finger weg davon, das ist der pure Nepp!. Mag ja sein, dass die Übersetzungen was taugen, aber nach dem ersten Querblättern hat mich ein Anflug von Verdruss ergriffen. Das Buch muss ich mal wieder in die Hand nehmen, wenn ich eine gute Stunde hab. Ansonsten gehts mir wie in Rocky Horror. <br />
<br />
Whew, here it comes again...<br />
<br />
Sneaky]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo Leute,<br />
<br />
Ich hab nun, was sich im Titel vollmundig The Crimean Sonnets (translated with Sonnet Preface, Sonnet Replies and Notes) nennt.<br />
<br />
Der Übersetzer ist ein Professor emeritus an der New York State University mit Ph.D und MA in slawischen Sprachen. Das Buch unmfasst 101 Seiten, davon sind ca. 90 % Gedichte des Autors an Mickiewiecz, die Stationen in dessen Leben beschreiben. Dann gibts da magere 18 Sonette, die übersetzt worden sind und denen nochmal 18 Sonette des Verfassers gegenüberstehen, in denen er die Thematik des übersetzten Sonetts paraphrasiert.<br />
<br />
Mein Fazit: Finger weg davon, das ist der pure Nepp!. Mag ja sein, dass die Übersetzungen was taugen, aber nach dem ersten Querblättern hat mich ein Anflug von Verdruss ergriffen. Das Buch muss ich mal wieder in die Hand nehmen, wenn ich eine gute Stunde hab. Ansonsten gehts mir wie in Rocky Horror. <br />
<br />
Whew, here it comes again...<br />
<br />
Sneaky]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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