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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Carl Reuleaux ]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 09:01:02 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Graf Badeni]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32098</link>
			<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 06:54:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32098</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Graf Badeni</span><br />
<br />
<br />
Hinweggefegt wie körperlose Blätter<br />
Bist endlich Du vom Schauplak Deiner Thaten,<br />
Ja endlich! Der ein Gräflein, schlecht beraten,<br />
Du Dich gebläht als Oesterreichs Erretter.<br />
<br />
Erretterschaft zu fröhnen und als Retter <br />
Zu brüsten sich und Völkerpotentaten, <br />
Ist schwierig' Ding; Dir ist es nicht geraten,<br />
Den Plan Dein stürzte grimmen Sturms Geschmetter.<br />
<br />
Wer ist es, der den Völkern Oestreichs Sehnen <br />
Verlieh und Kraft, sich Sortschritt zu verweben, <br />
Sind's die Polacken oder die Slowenen <br />
<br />
Sind's Serben, Czechen oder auch Ruthenen <br />
Auf, frag's Dich, der Du keck es preisgegeben, <br />
Welch' Art von Stoff im Reich blüht Deiner - Venen! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Graf Badeni</span><br />
<br />
<br />
Hinweggefegt wie körperlose Blätter<br />
Bist endlich Du vom Schauplak Deiner Thaten,<br />
Ja endlich! Der ein Gräflein, schlecht beraten,<br />
Du Dich gebläht als Oesterreichs Erretter.<br />
<br />
Erretterschaft zu fröhnen und als Retter <br />
Zu brüsten sich und Völkerpotentaten, <br />
Ist schwierig' Ding; Dir ist es nicht geraten,<br />
Den Plan Dein stürzte grimmen Sturms Geschmetter.<br />
<br />
Wer ist es, der den Völkern Oestreichs Sehnen <br />
Verlieh und Kraft, sich Sortschritt zu verweben, <br />
Sind's die Polacken oder die Slowenen <br />
<br />
Sind's Serben, Czechen oder auch Ruthenen <br />
Auf, frag's Dich, der Du keck es preisgegeben, <br />
Welch' Art von Stoff im Reich blüht Deiner - Venen! -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Den Manen Karl Grillenberger's.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32091</link>
			<pubDate>Sat, 11 Jan 2025 23:13:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32091</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Den Manen Karl Grillenberger's.</span><br />
<br />
<br />
Ein ganzer Mann“ so kann man künden, sagen. <br />
 Von ihm, der jählings sich vermählt den Toten*), <br />
  Der unentwegbar stets sein Herz entboten <br />
  Prinzip, das vielumstürmt in unsern Tagen. <br />
<br />
Mit Mäßigung hat Münzen er geschlagen <br />
Aus jenem Recht, das, wählerhandentboten, <br />
Ihn rief zu Schlachten, wo es unverboten, <br />
Der Rede Banner frank und frei zu tragen. <br />
<br />
Der Arbeit Göttern war er stets verbunden, <br />
Und jenen, die der Arbeit Selder pflügen, <br />
War Sürsprech stets er warm und unumwunden. <br />
<br />
Drum sei ein Strahlenkranz ihm hier gewunden, <br />
Ein Kranz der Pflicht ist's; Ehre jenen Zügen, <br />
Die Ziere ihm, der Ird'sches überwunden! <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Den Manen Karl Grillenberger's.</span><br />
<br />
<br />
Ein ganzer Mann“ so kann man künden, sagen. <br />
 Von ihm, der jählings sich vermählt den Toten*), <br />
  Der unentwegbar stets sein Herz entboten <br />
  Prinzip, das vielumstürmt in unsern Tagen. <br />
<br />
Mit Mäßigung hat Münzen er geschlagen <br />
Aus jenem Recht, das, wählerhandentboten, <br />
Ihn rief zu Schlachten, wo es unverboten, <br />
Der Rede Banner frank und frei zu tragen. <br />
<br />
Der Arbeit Göttern war er stets verbunden, <br />
Und jenen, die der Arbeit Selder pflügen, <br />
War Sürsprech stets er warm und unumwunden. <br />
<br />
Drum sei ein Strahlenkranz ihm hier gewunden, <br />
Ein Kranz der Pflicht ist's; Ehre jenen Zügen, <br />
Die Ziere ihm, der Ird'sches überwunden! <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dem Domkapitular Dr. Schädler.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32090</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jan 2025 00:15:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32090</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Domkapitular Dr. Schädler.</span><br />
<br />
<br />
Dein Wort ist üppig, Deiner Rede Rauschen <br />
Gleichwie ein Strom, der seiner Ufer Flanken <br />
Mit Wollust peitscht, auch förderst Du Gedanken <br />
An's Licht, die flott dem Ohr entgegenrauschen. <br />
<br />
Es ist auch unterhaltend Dir zu lauschen, <br />
zu hören, wie mit Gluten zu umranken <br />
Bestrebt Du Satzung, der zu Süßen sanken <br />
So viel schon seit Sankt Peters Banner rauschen.<br />
<br />
Doch daß Du neulich wolltest auferwecken <br />
Durch glühend Wort die Strafe, die verklungen, <br />
Seitdem die Völker feiern Auferwecken: <br />
<br />
Dies hieß mich doch in Dir den Drang entdecken, <br />
Zu knie'n vor dem, was dem Prinzip verschlungen, <br />
Das Finstres will und dem ein Gott der Stecken!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Domkapitular Dr. Schädler.</span><br />
<br />
<br />
Dein Wort ist üppig, Deiner Rede Rauschen <br />
Gleichwie ein Strom, der seiner Ufer Flanken <br />
Mit Wollust peitscht, auch förderst Du Gedanken <br />
An's Licht, die flott dem Ohr entgegenrauschen. <br />
<br />
Es ist auch unterhaltend Dir zu lauschen, <br />
zu hören, wie mit Gluten zu umranken <br />
Bestrebt Du Satzung, der zu Süßen sanken <br />
So viel schon seit Sankt Peters Banner rauschen.<br />
<br />
Doch daß Du neulich wolltest auferwecken <br />
Durch glühend Wort die Strafe, die verklungen, <br />
Seitdem die Völker feiern Auferwecken: <br />
<br />
Dies hieß mich doch in Dir den Drang entdecken, <br />
Zu knie'n vor dem, was dem Prinzip verschlungen, <br />
Das Finstres will und dem ein Gott der Stecken!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dem Redeheros im Österreichischen Abgeordnetenhause Dr. Lecher]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32088</link>
			<pubDate>Mon, 23 Dec 2024 06:13:46 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32088</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Redeheros im Österreichischen <br />
Abgeordnetenhause Dr. Lecher</span><br />
<br />
Viel' Kämpfe werden heute ausgetragen, <br />
Wo Kraft und Dauerleistung schwingt Paniere, <br />
  infliegt das Roß, der Rennbahn edle Siere, <br />
Sich selbst und Züglern Lorbern zu erjagen. <br />
<br />
Im Rudersport nach Siegen Mannen jagen, <br />
Radsport erheischt, daß Kraft sich nicht verliere <br />
Bei Dauerfahrt, auf daß die Joppe ziere <br />
Emblem, das spricht von flotten Siegs Erjagen. <br />
<br />
Die Dauerleistung sprüht auch Glanz beim Becher, <br />
Wo unter'n Tisch der Schwächling stürzt und sinket, <br />
Wenn Trinken Sport im Kreise froher Zecher.<br />
<br />
Verunglimpfung entmarkte jüngst ein Rächer <br />
Ein Dauerredner!: Ruhm und Glorie winket <br />
Nun ihm, dem Held, dem Rederecken - Lecher! <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dem Redeheros im Österreichischen <br />
Abgeordnetenhause Dr. Lecher</span><br />
<br />
Viel' Kämpfe werden heute ausgetragen, <br />
Wo Kraft und Dauerleistung schwingt Paniere, <br />
  infliegt das Roß, der Rennbahn edle Siere, <br />
Sich selbst und Züglern Lorbern zu erjagen. <br />
<br />
Im Rudersport nach Siegen Mannen jagen, <br />
Radsport erheischt, daß Kraft sich nicht verliere <br />
Bei Dauerfahrt, auf daß die Joppe ziere <br />
Emblem, das spricht von flotten Siegs Erjagen. <br />
<br />
Die Dauerleistung sprüht auch Glanz beim Becher, <br />
Wo unter'n Tisch der Schwächling stürzt und sinket, <br />
Wenn Trinken Sport im Kreise froher Zecher.<br />
<br />
Verunglimpfung entmarkte jüngst ein Rächer <br />
Ein Dauerredner!: Ruhm und Glorie winket <br />
Nun ihm, dem Held, dem Rederecken - Lecher! <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hoher Besuch.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32087</link>
			<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 07:41:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32087</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hoher Besuch.</span><br />
(München, Ende Oktober 1897.)<br />
<br />
Ein Gast erschien jüngst in Germaniens Gauen, <br />
 Ein Gast, der Kaiser, in gewalt'gen Reichen, <br />
 Ein Kaiser, den in Reichen sonder Gleichen <br />
 Selbstherrschers Glanz und Macht und Prunk bethauen. <br />
<br />
Im höchsten Norden huld'gen und vertrauen <br />
Ihm Völker, die noch halben Wilden gleichen, <br />
Der holde Süd und jedwed' Zone reichen <br />
Kniebeugung ihm und Zittern und Vertrauen. <br />
<br />
Ein Gast war dieser Kaiser und er senkte <br />
Trotzdem der Härte Stachel dort in Herzen, <br />
Wo Höflichkeit mit Bannern ihn umsenkte. <br />
<br />
Ein bitter' Korn ist's, Deutschland!: man beschenkte <br />
Mit Gift dich, das so leicht nicht auszumerzen, <br />
Weil's frißt und weil's verbitterte und — kränkte!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hoher Besuch.</span><br />
(München, Ende Oktober 1897.)<br />
<br />
Ein Gast erschien jüngst in Germaniens Gauen, <br />
 Ein Gast, der Kaiser, in gewalt'gen Reichen, <br />
 Ein Kaiser, den in Reichen sonder Gleichen <br />
 Selbstherrschers Glanz und Macht und Prunk bethauen. <br />
<br />
Im höchsten Norden huld'gen und vertrauen <br />
Ihm Völker, die noch halben Wilden gleichen, <br />
Der holde Süd und jedwed' Zone reichen <br />
Kniebeugung ihm und Zittern und Vertrauen. <br />
<br />
Ein Gast war dieser Kaiser und er senkte <br />
Trotzdem der Härte Stachel dort in Herzen, <br />
Wo Höflichkeit mit Bannern ihn umsenkte. <br />
<br />
Ein bitter' Korn ist's, Deutschland!: man beschenkte <br />
Mit Gift dich, das so leicht nicht auszumerzen, <br />
Weil's frißt und weil's verbitterte und — kränkte!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zur Canisiuskundgebung]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32089</link>
			<pubDate>Mon, 09 Dec 2024 10:19:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32089</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zur Canisiuskundgebung</span><br />
<br />
Entschlummert war der Haß auf den Gebieten, <br />
Die Dulden, religiöses, führen sollen <br />
Im Banner, die, von Göttlichem umquollen, <br />
Uns Behres und Erhabenes entbieten. <br />
<br />
Sanft eingelullt war kassen, und der Srieden <br />
Goßz Rosen in die Kerzen, hieß entrollen <br />
Der Einigkeit Panier, dem Völker zollen <br />
So gerne Buld und Freundliches hienieden. <br />
<br />
Da kam von Rom ein häßlich' Wort geflogen, <br />
Des Bassens Sackel blutig zu entzünden <br />
In Herzen, die des Sriedens Gold gewogen -<br />
<br />
Wahrheit und Klarheit ward ihr Recht entzogen <br />
Wann kommt die Zeit für Rom, die Zeit zu zünden, <br />
Nicht Thesen, deren Marken Haß gezogen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zur Canisiuskundgebung</span><br />
<br />
Entschlummert war der Haß auf den Gebieten, <br />
Die Dulden, religiöses, führen sollen <br />
Im Banner, die, von Göttlichem umquollen, <br />
Uns Behres und Erhabenes entbieten. <br />
<br />
Sanft eingelullt war kassen, und der Srieden <br />
Goßz Rosen in die Kerzen, hieß entrollen <br />
Der Einigkeit Panier, dem Völker zollen <br />
So gerne Buld und Freundliches hienieden. <br />
<br />
Da kam von Rom ein häßlich' Wort geflogen, <br />
Des Bassens Sackel blutig zu entzünden <br />
In Herzen, die des Sriedens Gold gewogen -<br />
<br />
Wahrheit und Klarheit ward ihr Recht entzogen <br />
Wann kommt die Zeit für Rom, die Zeit zu zünden, <br />
Nicht Thesen, deren Marken Haß gezogen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Ludwig den Zweiten.]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32086</link>
			<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 08:23:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32086</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Ludwig den Zweiten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Vor dem Paradebette.)</span></span><br />
<br />
Zu Glück und Glanz, zu Ruhm und Macht geboren,<br />
Und nun auf dunkler Kissen Prunk gebettet:<br />
Hat Dich, o König, grause That errettet <br />
Aus jenem Arm, den Schicksal Dir erkoren. <br />
<br />
Und wenn Dir auch die Stirne nicht Alloren <br />
Umschmücken, die des Kriegsgotts Gunst verkettet: <br />
Nicht minder drum hast Deutschlands Pfad geglättet <br />
In Zeiten Du, als Krieg vor seinen Thoren.<br />
<br />
Drum decke sich der Mantel glüher Liebe <br />
Auf jene Schwächen, denen Du Gebärer, <br />
Daß Vorwurfs Grollen jach von hinnen stiebe. <br />
<br />
Und so ein Makel auch, ein ernster, bliebe: <br />
Er sei gemerzt! Erhab'ner Kunst Verklärer, <br />
Hast Du ein Recht auf Gunst, Verehrung Liebe! - <br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Ludwig den Zweiten.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Vor dem Paradebette.)</span></span><br />
<br />
Zu Glück und Glanz, zu Ruhm und Macht geboren,<br />
Und nun auf dunkler Kissen Prunk gebettet:<br />
Hat Dich, o König, grause That errettet <br />
Aus jenem Arm, den Schicksal Dir erkoren. <br />
<br />
Und wenn Dir auch die Stirne nicht Alloren <br />
Umschmücken, die des Kriegsgotts Gunst verkettet: <br />
Nicht minder drum hast Deutschlands Pfad geglättet <br />
In Zeiten Du, als Krieg vor seinen Thoren.<br />
<br />
Drum decke sich der Mantel glüher Liebe <br />
Auf jene Schwächen, denen Du Gebärer, <br />
Daß Vorwurfs Grollen jach von hinnen stiebe. <br />
<br />
Und so ein Makel auch, ein ernster, bliebe: <br />
Er sei gemerzt! Erhab'ner Kunst Verklärer, <br />
Hast Du ein Recht auf Gunst, Verehrung Liebe! - <br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Welch' herb' Geschick!]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32085</link>
			<pubDate>Thu, 21 Nov 2024 08:31:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32085</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonett.</span><br />
(Geschrieben 18. Mai 1892)<br />
<br />
Welch' herb' Geschick!: mit freud'gem Blick begrüßten<br />
Wir Dich im Herzen wilder Schmerzen Brände,<br />
Als Du des Sessels Kreuzigungsgelände<br />
Entrückt nach Wochen, langen, schmerzverbüßten:<br />
<br />
In Kissen dich gebettet! wir versüßten<br />
Mit Scherz die That Dir, kosten Deine Hände,<br />
Wir logen, daß zum Bessern nun sich wende,<br />
Und wußten, daß Dich Todesschatten küßten.<br />
<br />
Welch' herb' Geschick! Jetzt stehen wir alleine<br />
Und es verbleibt uns nur Dein Grab zu schmücken<br />
Und Deiner zu gedenken, Sanfte, Reine.<br />
<br />
Wir stehen ohne Trost! nur 'S eine, Eine<br />
Erhält uns: daß, wo Sonnen Dich umzücken,<br />
Dir Sich'rung ward, daß man Dich heiß - beweine!! -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonett.</span><br />
(Geschrieben 18. Mai 1892)<br />
<br />
Welch' herb' Geschick!: mit freud'gem Blick begrüßten<br />
Wir Dich im Herzen wilder Schmerzen Brände,<br />
Als Du des Sessels Kreuzigungsgelände<br />
Entrückt nach Wochen, langen, schmerzverbüßten:<br />
<br />
In Kissen dich gebettet! wir versüßten<br />
Mit Scherz die That Dir, kosten Deine Hände,<br />
Wir logen, daß zum Bessern nun sich wende,<br />
Und wußten, daß Dich Todesschatten küßten.<br />
<br />
Welch' herb' Geschick! Jetzt stehen wir alleine<br />
Und es verbleibt uns nur Dein Grab zu schmücken<br />
Und Deiner zu gedenken, Sanfte, Reine.<br />
<br />
Wir stehen ohne Trost! nur 'S eine, Eine<br />
Erhält uns: daß, wo Sonnen Dich umzücken,<br />
Dir Sich'rung ward, daß man Dich heiß - beweine!! -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mysteriöse Sonette]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32084</link>
			<pubDate>Fri, 17 May 2024 03:26:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32084</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mysteriöse Sonette: In Rätselform</span><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Ein König ist's!: Er steht am Haupt der Schaaren,<br />
Die ihn zum Führer kühnlich sich erwählet, <br />
Die unwankbarer Ordnung sich vermählet, <br />
Und immerdar geblieben was sie waren. <br />
<br />
Denn schon seit vielen, vielen hundert Jahren <br />
Marschieren sie in Reihen, wohlgezählet, <br />
mit sichrem Fuß und Nerven, kampfgestählet, <br />
In ihres Kleids erobernden Talaren. <br />
<br />
Noch etwas will ich meinem Bild vereinen: <br />
Ein Jeder, selbst der Schaaren König, schwinget <br />
Ein Instrumentchen in der Hand, der feinen. <br />
<br />
Und wenn sich welche zum Konzerte einen: <br />
Dann grade ist's, daß jener Tusch erklinget, <br />
Der nimmer fremd den Großzen - wie den Kleinen! -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mysteriöse Sonette: In Rätselform</span><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Ein König ist's!: Er steht am Haupt der Schaaren,<br />
Die ihn zum Führer kühnlich sich erwählet, <br />
Die unwankbarer Ordnung sich vermählet, <br />
Und immerdar geblieben was sie waren. <br />
<br />
Denn schon seit vielen, vielen hundert Jahren <br />
Marschieren sie in Reihen, wohlgezählet, <br />
mit sichrem Fuß und Nerven, kampfgestählet, <br />
In ihres Kleids erobernden Talaren. <br />
<br />
Noch etwas will ich meinem Bild vereinen: <br />
Ein Jeder, selbst der Schaaren König, schwinget <br />
Ein Instrumentchen in der Hand, der feinen. <br />
<br />
Und wenn sich welche zum Konzerte einen: <br />
Dann grade ist's, daß jener Tusch erklinget, <br />
Der nimmer fremd den Großzen - wie den Kleinen! -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
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