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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Autoren XYZ]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 16:29:33 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Zirnkilton, Georg: Über den Gräbern (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=36013</link>
			<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 06:24:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=36013</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Zirnkilton    </span>                   <br />
1792 - ?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Über den Gräbern<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Könnt ihr sie hören drunten meine Klage,<br />
Fühlt ihr das Brennen herzentquollner Thränen,<br />
Und spricht zu euch hinab das heiße Sehnen,<br />
Und was ich dichte, sinne, bebend wage;<br />
<br />
O dann erkennt aus meines Busens Schlage,<br />
Wie gern ich mag an diesen Urnen lehnen,<br />
Wo alle Stürme schwach die Schwingen dehnen,<br />
Die Nacht entkeimt zu ewiglichtem Tage!<br />
<br />
Ich schmiege mich mit Lust an diese Hügel,<br />
Und fühle meine Welt hier aufgethan;<br />
Schon schreitet frei der Geist die Sternenbahn,<br />
<br />
Und löst vom Himmelsaal das Zaubersiegel.<br />
In’s Land der Heimath bin ich eingegangen,<br />
Befriedigt ist mein Hoffen, mein Verlangen!<br />
 <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Fort, fort von Hier aus dieser engen Klause,<br />
Hinauf zum Göttersitz der Uraniden!<br />
Fort aus dem Norden zu der Glut des Süden!<br />
Zerbrich du Bau von diesem Kerkerhause!<br />
<br />
Fort, fort aus dieser lästigen Karthause,<br />
Wo von dem höhern Leben abgeschieden<br />
Ein knechtisch Loos despotisch will gebieten,<br />
Die Geister fesselt kettenstarre Pause!<br />
<br />
Leicht wird der Abschied aus beengtem Thale<br />
Dem Pilger zu dem freien Bergeshöhen;<br />
dort sieht er reifen seine Ideale,<br />
<br />
Die nur in Dämm’rung hier den Sinn umwehen.<br />
Dort wird dem Aug’ der Schleier weggenommen.<br />
Fort, fort! der Tag der Freiheit ist gekommen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Zirnkilton    </span>                   <br />
1792 - ?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Über den Gräbern<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
Könnt ihr sie hören drunten meine Klage,<br />
Fühlt ihr das Brennen herzentquollner Thränen,<br />
Und spricht zu euch hinab das heiße Sehnen,<br />
Und was ich dichte, sinne, bebend wage;<br />
<br />
O dann erkennt aus meines Busens Schlage,<br />
Wie gern ich mag an diesen Urnen lehnen,<br />
Wo alle Stürme schwach die Schwingen dehnen,<br />
Die Nacht entkeimt zu ewiglichtem Tage!<br />
<br />
Ich schmiege mich mit Lust an diese Hügel,<br />
Und fühle meine Welt hier aufgethan;<br />
Schon schreitet frei der Geist die Sternenbahn,<br />
<br />
Und löst vom Himmelsaal das Zaubersiegel.<br />
In’s Land der Heimath bin ich eingegangen,<br />
Befriedigt ist mein Hoffen, mein Verlangen!<br />
 <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Fort, fort von Hier aus dieser engen Klause,<br />
Hinauf zum Göttersitz der Uraniden!<br />
Fort aus dem Norden zu der Glut des Süden!<br />
Zerbrich du Bau von diesem Kerkerhause!<br />
<br />
Fort, fort aus dieser lästigen Karthause,<br />
Wo von dem höhern Leben abgeschieden<br />
Ein knechtisch Loos despotisch will gebieten,<br />
Die Geister fesselt kettenstarre Pause!<br />
<br />
Leicht wird der Abschied aus beengtem Thale<br />
Dem Pilger zu dem freien Bergeshöhen;<br />
dort sieht er reifen seine Ideale,<br />
<br />
Die nur in Dämm’rung hier den Sinn umwehen.<br />
Dort wird dem Aug’ der Schleier weggenommen.<br />
Fort, fort! der Tag der Freiheit ist gekommen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zitz-Halein, Kathinka: Tiefes Gefühl (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30635</link>
			<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 22:12:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30635</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kathinka Zitz-Halein</span><br />
1801 - 1877<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Tiefes Gefühl<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Der Frühling grüßt die neubegrünten Auen,<br />
Im dunkeln Laube blüht das Veilchen wieder,<br />
Bald tönen Philomelens süße Lieder,<br />
Bald werden wir die stolze Rose schauen.<br />
<br />
An deiner Seite wandl' ich auf und nieder,<br />
Umfange dich mit schweigendem Vertrauen;<br />
Vor böser Zukunft wird mir nimmer grauen,<br />
Nur Freude netzet mir die Augenlieder.<br />
<br />
Wie ist's seit kurzem anders doch geworden,<br />
Die Lyra hallte nur von Klagakkorden<br />
Und jetzo singet sie der Liebe Glück.<br />
<br />
Mir ist ein neues Leben aufgegangen,<br />
Und mit des Herzens seligstem Verlangen<br />
Häng' ich beglückt an deinem Feuerblick.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
O! könntest du's nur einmal so recht denken,<br />
Begreifen ganz mein seliges Empfinden -<br />
Ich möchte dich mit ew'gen Ketten binden<br />
Und gleich dem Pelikan mit Blute tränken.<br />
<br />
O! könnt' ich für mein Sehnen Worte finden,<br />
Und diese tief dir in die Seele senken;<br />
Ich möchte dir mein Leben freudig schenken,<br />
Kann nur mein Arm im Todte dich umwinden.<br />
<br />
Nur dich trag' ich im innersten Gemüthe,<br />
Nur dein bin ich, bin dir auf immer eigen,<br />
Dich tauscht' ich selbst um einen Himmel nicht.<br />
<br />
Wie treu ich liebe soll die Zukunft zeigen,<br />
Mich hält die starke Fessel deiner Güte,<br />
Bis einst die Parze meinen Faden bricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kathinka Zitz-Halein</span><br />
1801 - 1877<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Tiefes Gefühl<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Der Frühling grüßt die neubegrünten Auen,<br />
Im dunkeln Laube blüht das Veilchen wieder,<br />
Bald tönen Philomelens süße Lieder,<br />
Bald werden wir die stolze Rose schauen.<br />
<br />
An deiner Seite wandl' ich auf und nieder,<br />
Umfange dich mit schweigendem Vertrauen;<br />
Vor böser Zukunft wird mir nimmer grauen,<br />
Nur Freude netzet mir die Augenlieder.<br />
<br />
Wie ist's seit kurzem anders doch geworden,<br />
Die Lyra hallte nur von Klagakkorden<br />
Und jetzo singet sie der Liebe Glück.<br />
<br />
Mir ist ein neues Leben aufgegangen,<br />
Und mit des Herzens seligstem Verlangen<br />
Häng' ich beglückt an deinem Feuerblick.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
O! könntest du's nur einmal so recht denken,<br />
Begreifen ganz mein seliges Empfinden -<br />
Ich möchte dich mit ew'gen Ketten binden<br />
Und gleich dem Pelikan mit Blute tränken.<br />
<br />
O! könnt' ich für mein Sehnen Worte finden,<br />
Und diese tief dir in die Seele senken;<br />
Ich möchte dir mein Leben freudig schenken,<br />
Kann nur mein Arm im Todte dich umwinden.<br />
<br />
Nur dich trag' ich im innersten Gemüthe,<br />
Nur dein bin ich, bin dir auf immer eigen,<br />
Dich tauscht' ich selbst um einen Himmel nicht.<br />
<br />
Wie treu ich liebe soll die Zukunft zeigen,<br />
Mich hält die starke Fessel deiner Güte,<br />
Bis einst die Parze meinen Faden bricht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zimmermann, Joseph: Das Kreuz]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26679</link>
			<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 08:02:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26679</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Kreuz</span><br />
<br />
Am Holz' erkor die Schlange sich Genossen,<br />
Dem Menschen lehrte sie der Sinne Macht,<br />
Daß er sich selbst Gott ähnlich hat gedacht!<br />
Vom Apfelbaume ist das Gift geflossen.<br />
<br />
Am Holz hat Gottes Sohn sein Blut vergossen;<br />
Da ward der Menschheit Licht aus Todesnacht.<br />
Am Kreuz hat Jesu Christ sein Werk vollbracht,<br />
Vom Kreuze ist uns alles Heil entsprossen.<br />
<br />
Wo einst das Glück dem Menschen ging verloren,<br />
Da hat es neu Gott wieder ihm erkoren.<br />
Drum faßt den Sinn von des Apostels Lehre:<br />
<br />
"Das Kreuzholz ist des Christen höchster Ruhm,<br />
"Sein Stammbaum, und im Kampfe seine Wehre,<br />
"Sein erstes, heiligstes Palladium!"<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Kreuz</span><br />
<br />
Am Holz' erkor die Schlange sich Genossen,<br />
Dem Menschen lehrte sie der Sinne Macht,<br />
Daß er sich selbst Gott ähnlich hat gedacht!<br />
Vom Apfelbaume ist das Gift geflossen.<br />
<br />
Am Holz hat Gottes Sohn sein Blut vergossen;<br />
Da ward der Menschheit Licht aus Todesnacht.<br />
Am Kreuz hat Jesu Christ sein Werk vollbracht,<br />
Vom Kreuze ist uns alles Heil entsprossen.<br />
<br />
Wo einst das Glück dem Menschen ging verloren,<br />
Da hat es neu Gott wieder ihm erkoren.<br />
Drum faßt den Sinn von des Apostels Lehre:<br />
<br />
"Das Kreuzholz ist des Christen höchster Ruhm,<br />
"Sein Stammbaum, und im Kampfe seine Wehre,<br />
"Sein erstes, heiligstes Palladium!"<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zimmermann, Joseph: Die Liebe]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26680</link>
			<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 07:45:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26680</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Liebe</span><br />
<br />
Der Liebe Lust, die taumelnd du empfunden,<br />
Ach, zu geschwind ist wieder sie entschwunden.<br />
Zu kurze Frist in leicht beschwingten Stunden<br />
Hat sie an deine Sinnenwelt gebunden.<br />
<br />
Und traurig nun, mit schweißbedecktem Mühen,<br />
Die Tage sich in dunkler Trägheit ziehen:<br />
Statt Rosen mußten dir nur Dornen blühen,<br />
Des Glückes Freuden dich verhöhnend fliehen!<br />
<br />
In deinem Herzen gift'ge Dolche wühlen,<br />
Schlaflose Nächte deine Glut nicht kühlen,<br />
Die Leidenschaften dich in Trauer hüllen.<br />
<br />
O mögest du, o Jüngling, diese Lehren<br />
Zu deinem ew'gen Heil recht innig hören;<br />
Laß niemals dich verführen von Cytheren!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Liebe</span><br />
<br />
Der Liebe Lust, die taumelnd du empfunden,<br />
Ach, zu geschwind ist wieder sie entschwunden.<br />
Zu kurze Frist in leicht beschwingten Stunden<br />
Hat sie an deine Sinnenwelt gebunden.<br />
<br />
Und traurig nun, mit schweißbedecktem Mühen,<br />
Die Tage sich in dunkler Trägheit ziehen:<br />
Statt Rosen mußten dir nur Dornen blühen,<br />
Des Glückes Freuden dich verhöhnend fliehen!<br />
<br />
In deinem Herzen gift'ge Dolche wühlen,<br />
Schlaflose Nächte deine Glut nicht kühlen,<br />
Die Leidenschaften dich in Trauer hüllen.<br />
<br />
O mögest du, o Jüngling, diese Lehren<br />
Zu deinem ew'gen Heil recht innig hören;<br />
Laß niemals dich verführen von Cytheren!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Ludwig: Pflicht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26211</link>
			<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 04:12:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26211</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Pflicht</span><br />
<br />
An dunkler schilfbewachsner Felsengrotte<br />
Ruht Psyche, schlummernd auf geblähtem Moose,<br />
Umschauckelt leis' vom lauen Westgekose,<br />
Geheiligt ist der Ort dem Donnergotte.<br />
<br />
Sie wiegt sich leicht im holden Zauberschooße:<br />
Vergangenheit und Zukunft bringt der Bote:<br />
Sie lebet nach arkadischem Gebote -<br />
Erwacht - und bebt vor ihrem Sklavenloose!<br />
<br />
Die Gegenwart ragt, als Koloß sich thürmend,<br />
In Einsamkeit, von ihren Lieben ferne,<br />
Und hebet ihr Gemüth zum Hoffnungssterne<br />
<br />
Tiefseufzend. - Da erscheinet, sie beschirmend,<br />
Des Trostes Genius, der Glaube milde -<br />
Die Jungfrau eilt in hehre Lichtgefilde.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Pflicht</span><br />
<br />
An dunkler schilfbewachsner Felsengrotte<br />
Ruht Psyche, schlummernd auf geblähtem Moose,<br />
Umschauckelt leis' vom lauen Westgekose,<br />
Geheiligt ist der Ort dem Donnergotte.<br />
<br />
Sie wiegt sich leicht im holden Zauberschooße:<br />
Vergangenheit und Zukunft bringt der Bote:<br />
Sie lebet nach arkadischem Gebote -<br />
Erwacht - und bebt vor ihrem Sklavenloose!<br />
<br />
Die Gegenwart ragt, als Koloß sich thürmend,<br />
In Einsamkeit, von ihren Lieben ferne,<br />
Und hebet ihr Gemüth zum Hoffnungssterne<br />
<br />
Tiefseufzend. - Da erscheinet, sie beschirmend,<br />
Des Trostes Genius, der Glaube milde -<br />
Die Jungfrau eilt in hehre Lichtgefilde.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zimmermann, Joseph: An eine Lukretia unsrer Tage]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26681</link>
			<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 03:59:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26681</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An eine Lukretia unsrer Tage</span><br />
<br />
Heil dir und Ruhm, du edle Kämpferin!<br />
Der Siege schönsten hast du dir errungen.<br />
Du hast das Netz zerstäubt, das Wollustsinn<br />
Mit Satanstücke hat um dich geschlungen!<br />
<br />
Dein Kampf für Tugend und für Gott war kühn.<br />
Es hat die Siegsposaun' dir laut geklungen!<br />
Der Unschuld Lilien dir herlich blüh'n, -<br />
Dir widmen selbst die Engel Huldigungen.<br />
<br />
Es ist so schön im Kampfe zu bestehen,<br />
Und eine Heldin auf dem Thron' zu sehen;<br />
Nimm hin des Sieges schönen Lorbeerkranz!<br />
<br />
Im Freudenchor der Engel bald umfangen,<br />
Seh' ich dich, Edle, in dem hehren Glanz'<br />
Schon jetzt verklärt vor Gottes Throne prangen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Zimmermann</span><br />
1787 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An eine Lukretia unsrer Tage</span><br />
<br />
Heil dir und Ruhm, du edle Kämpferin!<br />
Der Siege schönsten hast du dir errungen.<br />
Du hast das Netz zerstäubt, das Wollustsinn<br />
Mit Satanstücke hat um dich geschlungen!<br />
<br />
Dein Kampf für Tugend und für Gott war kühn.<br />
Es hat die Siegsposaun' dir laut geklungen!<br />
Der Unschuld Lilien dir herlich blüh'n, -<br />
Dir widmen selbst die Engel Huldigungen.<br />
<br />
Es ist so schön im Kampfe zu bestehen,<br />
Und eine Heldin auf dem Thron' zu sehen;<br />
Nimm hin des Sieges schönen Lorbeerkranz!<br />
<br />
Im Freudenchor der Engel bald umfangen,<br />
Seh' ich dich, Edle, in dem hehren Glanz'<br />
Schon jetzt verklärt vor Gottes Throne prangen!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Ludwig: Die Zeit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26212</link>
			<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 02:33:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26212</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Zeit</span><br />
<br />
Die Zeit verwischt mit sanfter Seraphsmilde<br />
Der herben Trennung heiße Trauerzähren,<br />
Gibt hohe Tröstung aus des Himmels Sphären,<br />
Wie Rauch verdünstet sie die Schmerzgebilde.<br />
<br />
Die Zeit deckt sicher mit bestrahltem Schilde,<br />
Wenn böse Leidenschaften Trug gewähren,<br />
Und Blutes Ungestüm Gelüste nähren:<br />
Dier Zeit führt uns in friedliche Gefilde.<br />
<br />
Sie eilet hin auf raschen Windes Flügeln,<br />
Vergangenheit und Gegenwart zerrinnen,<br />
Und Zukunft folgt in Farbentäuschung ihnen.<br />
<br />
Sie findet nur in stillen Grabeshügeln<br />
Ihr Ende; - nur in jenen lichten Höhen<br />
Begründet Ewigkeit ihr Untergehen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Zeit</span><br />
<br />
Die Zeit verwischt mit sanfter Seraphsmilde<br />
Der herben Trennung heiße Trauerzähren,<br />
Gibt hohe Tröstung aus des Himmels Sphären,<br />
Wie Rauch verdünstet sie die Schmerzgebilde.<br />
<br />
Die Zeit deckt sicher mit bestrahltem Schilde,<br />
Wenn böse Leidenschaften Trug gewähren,<br />
Und Blutes Ungestüm Gelüste nähren:<br />
Dier Zeit führt uns in friedliche Gefilde.<br />
<br />
Sie eilet hin auf raschen Windes Flügeln,<br />
Vergangenheit und Gegenwart zerrinnen,<br />
Und Zukunft folgt in Farbentäuschung ihnen.<br />
<br />
Sie findet nur in stillen Grabeshügeln<br />
Ihr Ende; - nur in jenen lichten Höhen<br />
Begründet Ewigkeit ihr Untergehen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Ludwig: Sehnsucht nach Anton]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26210</link>
			<pubDate>Fri, 17 Nov 2023 08:01:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26210</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehnsucht nach Anton</span><br />
<br />
Ach, todt mein Sohn! - Vor Kurzem noch die Freude<br />
Des frohen Vaters, die er kurz genossen!<br />
Bewohnt er schon den lichten Raum, den großen,<br />
Und lächelt er schon an der Mutter Seite?<br />
<br />
Im Rosenkleide schon des Todes Beute,<br />
Ein Jüngling, an den Vater fest geschlossen?<br />
Ach, alle schönen Bilder sind zerflossen,<br />
Und jammernd steh' ich auf der öden Weite!<br />
<br />
Der beste Vater hat ihn mir gegeben,<br />
Den edlen Sohn, für dieses Pilgerleben:<br />
Muß ich verzweifelnd jetzt am Abgrund stehen?<br />
<br />
Mein Glaube lebt! - Mir wird's im Innern heller!<br />
Gott ist die Liebe! Wie Gebirg und Thäler<br />
Sind Trennung - Trost gewährt ein Wiedersehen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehnsucht nach Anton</span><br />
<br />
Ach, todt mein Sohn! - Vor Kurzem noch die Freude<br />
Des frohen Vaters, die er kurz genossen!<br />
Bewohnt er schon den lichten Raum, den großen,<br />
Und lächelt er schon an der Mutter Seite?<br />
<br />
Im Rosenkleide schon des Todes Beute,<br />
Ein Jüngling, an den Vater fest geschlossen?<br />
Ach, alle schönen Bilder sind zerflossen,<br />
Und jammernd steh' ich auf der öden Weite!<br />
<br />
Der beste Vater hat ihn mir gegeben,<br />
Den edlen Sohn, für dieses Pilgerleben:<br />
Muß ich verzweifelnd jetzt am Abgrund stehen?<br />
<br />
Mein Glaube lebt! - Mir wird's im Innern heller!<br />
Gott ist die Liebe! Wie Gebirg und Thäler<br />
Sind Trennung - Trost gewährt ein Wiedersehen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Anton Leopold: Der Abend]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26214</link>
			<pubDate>Fri, 17 Nov 2023 08:01:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26214</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Abend</span><br />
<br />
Wenn Purpur auf die Wolken sich ergießet,<br />
Und nimmermehr des Waldbewohners Liedern<br />
Die Flurensänger einen Laut erwiedern;<br />
Dann segenreich der Thau vom Aether fließet,<br />
<br />
Die Rose duftend aus der Knospe sprießet,<br />
Die zarte Liebe allen Menschenbrüdern<br />
Den Busen füllt, und friedlich alle Biedern<br />
An ihr bewegtes Herz voll Wehmut schließet.<br />
<br />
Ich höre trostreich dann aus jenen fernen,<br />
Aus jenen Milionen klaren Sternen<br />
Die laut an mich gesproch'nen Trostesworte:<br />
<br />
"Du mußt die Nebelräume kühn durchfliegen,<br />
Mit Starkmuth Schmerz und Leidenschaft besiegen<br />
Durch klare Sterne führt die Himmelspforte!"<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Abend</span><br />
<br />
Wenn Purpur auf die Wolken sich ergießet,<br />
Und nimmermehr des Waldbewohners Liedern<br />
Die Flurensänger einen Laut erwiedern;<br />
Dann segenreich der Thau vom Aether fließet,<br />
<br />
Die Rose duftend aus der Knospe sprießet,<br />
Die zarte Liebe allen Menschenbrüdern<br />
Den Busen füllt, und friedlich alle Biedern<br />
An ihr bewegtes Herz voll Wehmut schließet.<br />
<br />
Ich höre trostreich dann aus jenen fernen,<br />
Aus jenen Milionen klaren Sternen<br />
Die laut an mich gesproch'nen Trostesworte:<br />
<br />
"Du mußt die Nebelräume kühn durchfliegen,<br />
Mit Starkmuth Schmerz und Leidenschaft besiegen<br />
Durch klare Sterne führt die Himmelspforte!"<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Ludwig: Der Kirchhof]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26213</link>
			<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 08:55:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26213</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kirchhof</span><br />
<br />
Es waltet ernste Feier um die Grüfte,<br />
Verwesung naget rastlos am Gebeine;<br />
Zur Ruhe laben kühle Abendlüfte<br />
Im blaßen schauervollen Mondesscheine.<br />
<br />
Die Todtenkränze an dem Leichensteine<br />
Entbinden vielfacht der Verwesung Düfte:<br />
Es ruhen hier im friedlichen Vereine,<br />
Die einst der Leidenschaften Flamme prüfte!<br />
<br />
Hier sieht man grün die heil'ge Palme wehen!<br />
Bei Armen schlummern ruhig hier die Reichen<br />
Und Alle sich im düstern Grabe gleichen.<br />
<br />
Schau auf getrost zu lichten Himmelshöhen,<br />
Wo alle unsre theuern Lieben wohnen,<br />
Dort muß der Menschen bester Vater thronen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ludwig Zaupfer</span><br />
1778 - ? <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kirchhof</span><br />
<br />
Es waltet ernste Feier um die Grüfte,<br />
Verwesung naget rastlos am Gebeine;<br />
Zur Ruhe laben kühle Abendlüfte<br />
Im blaßen schauervollen Mondesscheine.<br />
<br />
Die Todtenkränze an dem Leichensteine<br />
Entbinden vielfacht der Verwesung Düfte:<br />
Es ruhen hier im friedlichen Vereine,<br />
Die einst der Leidenschaften Flamme prüfte!<br />
<br />
Hier sieht man grün die heil'ge Palme wehen!<br />
Bei Armen schlummern ruhig hier die Reichen<br />
Und Alle sich im düstern Grabe gleichen.<br />
<br />
Schau auf getrost zu lichten Himmelshöhen,<br />
Wo alle unsre theuern Lieben wohnen,<br />
Dort muß der Menschen bester Vater thronen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Anton Leopold: Die Nacht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26215</link>
			<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 08:55:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26215</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Nacht.</span><br />
<br />
Das Dorf erquickt des Schlummers süße Gabe,<br />
Gedecket dicht durch Haselnußgesträuche;<br />
Den Armen drückt nicht schnöder Güter Habe,<br />
Und Ruhe, vermisset nur der Reiche:<br />
<br />
Im Walde krächzet aufgeschreckt der Rabe,<br />
Die Frösche quacken in des Sumpfes Teiche;<br />
Die Eule flieget, wie aus einem Grabe,<br />
Im trägen Flug zum Wipfel einer Eiche:<br />
<br />
Vom fernen Moore in des Mondes Schimmer<br />
Erhebt ein Irrlicht seinen matten Flimmer,<br />
Und schweift umher im quellenreichen Riede.<br />
<br />
Nur bis des Morgenlichtes erste Strahlen<br />
Des Haines höchsten Saum mit Gold bemalen,<br />
Beherrscht das Todte erdenrund der Friede!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Nacht.</span><br />
<br />
Das Dorf erquickt des Schlummers süße Gabe,<br />
Gedecket dicht durch Haselnußgesträuche;<br />
Den Armen drückt nicht schnöder Güter Habe,<br />
Und Ruhe, vermisset nur der Reiche:<br />
<br />
Im Walde krächzet aufgeschreckt der Rabe,<br />
Die Frösche quacken in des Sumpfes Teiche;<br />
Die Eule flieget, wie aus einem Grabe,<br />
Im trägen Flug zum Wipfel einer Eiche:<br />
<br />
Vom fernen Moore in des Mondes Schimmer<br />
Erhebt ein Irrlicht seinen matten Flimmer,<br />
Und schweift umher im quellenreichen Riede.<br />
<br />
Nur bis des Morgenlichtes erste Strahlen<br />
Des Haines höchsten Saum mit Gold bemalen,<br />
Beherrscht das Todte erdenrund der Friede!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zech, Philippus Nerius: Das Sonett]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26219</link>
			<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 08:54:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26219</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philippus Nerius Zech</span><br />
1775 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Sonett</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(nach dem Spanischen, als von mir Sonette verlangt wurden.)</span><br />
<br />
Sie fordern ein Sonett. - Zum Werk ich eile.<br />
Schon ist ein Vers gemacht, und schon der Zweite.<br />
Geräth mir glücklich auch die dritte Zeile<br />
so ist die Vierte eine leichte Beute.<br />
<br />
Nun geht es schon zur Fünften. Welche Freude!<br />
Das rauschet ja so schnell, wie Liebespfeile.<br />
Ich bring es noch, weiß Gott! wie weite!<br />
Nun schon ich an der Achten zierlich feile.<br />
<br />
Was sagen Sie dazu? - ist das nicht wacker?<br />
Allein noch ist nicht ganz gepflügt der Acker:<br />
Noch ist mir Armen bang vor den Terzetten.<br />
<br />
Wird mir gleichwohl jetzt dieß Sonett gelingen,<br />
Dann hör ich auf, zur Stell, Sonett zu singen,<br />
Beim Zeus! mein Leben will ich dran verwetten!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philippus Nerius Zech</span><br />
1775 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Sonett</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(nach dem Spanischen, als von mir Sonette verlangt wurden.)</span><br />
<br />
Sie fordern ein Sonett. - Zum Werk ich eile.<br />
Schon ist ein Vers gemacht, und schon der Zweite.<br />
Geräth mir glücklich auch die dritte Zeile<br />
so ist die Vierte eine leichte Beute.<br />
<br />
Nun geht es schon zur Fünften. Welche Freude!<br />
Das rauschet ja so schnell, wie Liebespfeile.<br />
Ich bring es noch, weiß Gott! wie weite!<br />
Nun schon ich an der Achten zierlich feile.<br />
<br />
Was sagen Sie dazu? - ist das nicht wacker?<br />
Allein noch ist nicht ganz gepflügt der Acker:<br />
Noch ist mir Armen bang vor den Terzetten.<br />
<br />
Wird mir gleichwohl jetzt dieß Sonett gelingen,<br />
Dann hör ich auf, zur Stell, Sonett zu singen,<br />
Beim Zeus! mein Leben will ich dran verwetten!<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zaupfer, Anton Leopold: Der Kuß]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26216</link>
			<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 07:41:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26216</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kuß</span><br />
<br />
Nichts gleichet in des Aetna's Feuerschlunde,<br />
Der hochroth vor dem Ausbruch glühet,<br />
Dem Feuer, das von meinen Lippen sprühet,<br />
Sind nahe sie Klarissas Rosenmunde.<br />
<br />
Und huldigt sie zur heitern Morgenstunde,<br />
Wenn voll die Rose in dem Garten blühet,<br />
Der reinen Minne segenreichen Bunde,<br />
So ist ihr Thun nur für mein Glück bemühet.<br />
<br />
Gelingt es ihr, dem Käfig zu entschlüpfen,<br />
Und kann sie mich auf stiller Flur begrüßen,<br />
Dann fühlt das Herz sich reich bei keuschen Küßen.<br />
<br />
Gefühle, die mich an Klarissa knüpfen,<br />
Begehre von der Zeit ich nur zurücke - -<br />
Für dieses Leben - kurze Augenblicke!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Anton Leopold Zaupfer</span><br />
1811 - 1832<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kuß</span><br />
<br />
Nichts gleichet in des Aetna's Feuerschlunde,<br />
Der hochroth vor dem Ausbruch glühet,<br />
Dem Feuer, das von meinen Lippen sprühet,<br />
Sind nahe sie Klarissas Rosenmunde.<br />
<br />
Und huldigt sie zur heitern Morgenstunde,<br />
Wenn voll die Rose in dem Garten blühet,<br />
Der reinen Minne segenreichen Bunde,<br />
So ist ihr Thun nur für mein Glück bemühet.<br />
<br />
Gelingt es ihr, dem Käfig zu entschlüpfen,<br />
Und kann sie mich auf stiller Flur begrüßen,<br />
Dann fühlt das Herz sich reich bei keuschen Küßen.<br />
<br />
Gefühle, die mich an Klarissa knüpfen,<br />
Begehre von der Zeit ich nur zurücke - -<br />
Für dieses Leben - kurze Augenblicke!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zech, Philippus Nerius: Auf den Tod des Hrn Bischofs von Sailer]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26218</link>
			<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 07:41:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26218</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philippus Nerius Zech</span><br />
1775 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf den Tod des Hrn. Bischofs <br />
von Sailer in Regensburg.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Den 20. May 1832)</span><br />
<br />
Mein Auge thränt, das Herz, es ist zerrissen,<br />
Und fühlet tief den Schmerz der Todeswunde;<br />
Nichts tröstet es, will auch nichts hören, wissen,<br />
Was sonst ergötzt. es schlug die Trauerstunde!<br />
<br />
Es sehnt sich nach dem Arzte das Gewissen,<br />
Es sehnt sich nach dem liebevollen Munde,<br />
Es kann der Vater nimmermehr vermissen<br />
Der Trost und Rath gespendet in der Runde.<br />
<br />
Das Aug' nicht thränt; das Herz es ist gestillet,<br />
Und süße Wehmuth es vielmehr erfüllet,<br />
Und nicht ertönen drinen Schmerzensklagen.<br />
<br />
Das Herz voll Liebe schlägt auch dort noch oben,<br />
Er sieht und kennet unsre Wünsche droben<br />
Und läßt un Waisen hoffnungslos nicht zagen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Philippus Nerius Zech</span><br />
1775 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf den Tod des Hrn. Bischofs <br />
von Sailer in Regensburg.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Den 20. May 1832)</span><br />
<br />
Mein Auge thränt, das Herz, es ist zerrissen,<br />
Und fühlet tief den Schmerz der Todeswunde;<br />
Nichts tröstet es, will auch nichts hören, wissen,<br />
Was sonst ergötzt. es schlug die Trauerstunde!<br />
<br />
Es sehnt sich nach dem Arzte das Gewissen,<br />
Es sehnt sich nach dem liebevollen Munde,<br />
Es kann der Vater nimmermehr vermissen<br />
Der Trost und Rath gespendet in der Runde.<br />
<br />
Das Aug' nicht thränt; das Herz es ist gestillet,<br />
Und süße Wehmuth es vielmehr erfüllet,<br />
Und nicht ertönen drinen Schmerzensklagen.<br />
<br />
Das Herz voll Liebe schlägt auch dort noch oben,<br />
Er sieht und kennet unsre Wünsche droben<br />
Und läßt un Waisen hoffnungslos nicht zagen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
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