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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Autoren PQ]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 22:30:15 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Pichler, Karolne: Beim Frühlingsregen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31963</link>
			<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 23:01:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31963</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karoline Pichler  </span>    <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Geb. v. Greiner </span>      <br />
1769 - 1843<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Beim Frühlingsregen</span><br />
<br />
Herab vom Himmel rauscht ein warmer Regen,<br />
Die Tropfen säuseln un den duft’gen Zweigen;<br />
Da lösen Blüten sich mit sanftem Neigen<br />
Und fallen schon im schwankenden Bewegen.<br />
<br />
Ein Lufthauch kommt den Sinkenden entgegen<br />
Und spielet mit dem anmutvollen Reigen,<br />
Daß lagssam nur die Blüten niedersteigen<br />
Und sich im grünen Grase schlafen legen.<br />
<br />
Wie lieb der weiße Schein durchs Grüne leuchtet!<br />
O, unschuldsvolles Los, nach kurzem Blühen<br />
Ganz unbekannt noch mit des Lebens Mühen,<br />
<br />
Von warmer Thränen Himmelstau befeuchtet,<br />
Von der Gespielen vollem Chor umgeben,<br />
Gleichwie im Traum, ins Grab hinabzuschweben<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karoline Pichler  </span>    <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Geb. v. Greiner </span>      <br />
1769 - 1843<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Beim Frühlingsregen</span><br />
<br />
Herab vom Himmel rauscht ein warmer Regen,<br />
Die Tropfen säuseln un den duft’gen Zweigen;<br />
Da lösen Blüten sich mit sanftem Neigen<br />
Und fallen schon im schwankenden Bewegen.<br />
<br />
Ein Lufthauch kommt den Sinkenden entgegen<br />
Und spielet mit dem anmutvollen Reigen,<br />
Daß lagssam nur die Blüten niedersteigen<br />
Und sich im grünen Grase schlafen legen.<br />
<br />
Wie lieb der weiße Schein durchs Grüne leuchtet!<br />
O, unschuldsvolles Los, nach kurzem Blühen<br />
Ganz unbekannt noch mit des Lebens Mühen,<br />
<br />
Von warmer Thränen Himmelstau befeuchtet,<br />
Von der Gespielen vollem Chor umgeben,<br />
Gleichwie im Traum, ins Grab hinabzuschweben<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Preuschen, Hermione von: Rosenhain]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30706</link>
			<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 05:48:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30706</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermione von Preuschen</span><br />
1854 - 1918<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rosenhain</span><br />
<br />
Ein stiller, müder Tag – wir schreiten sacht<br />
den engen Pfad, in Palmen eingetaucht,<br />
dazwischen blühender Orangen Pracht<br />
schwerschwülen Duft in unsre Seelen haucht.<br />
<br />
Felswände unter uns, und silbern dort<br />
Olivenwald, verdämmernd leis zum Meer,<br />
das Mahnen seiner Brandung, fort und fort,<br />
tönt dräuend wie die Sehnsucht drüber her.<br />
<br />
Nun dicht und voll, mit Blüten überdeckt<br />
ein Rosenhain, in Blumen fast erstickt,<br />
am Wege mächtig sich ein Felsblock reckt,<br />
da rasten wir, allein und weltentrückt,<br />
<br />
und süßer, goldenroter Abendglanz<br />
schlingt auch um unsre Stirn den Rosenkranz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermione von Preuschen</span><br />
1854 - 1918<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rosenhain</span><br />
<br />
Ein stiller, müder Tag – wir schreiten sacht<br />
den engen Pfad, in Palmen eingetaucht,<br />
dazwischen blühender Orangen Pracht<br />
schwerschwülen Duft in unsre Seelen haucht.<br />
<br />
Felswände unter uns, und silbern dort<br />
Olivenwald, verdämmernd leis zum Meer,<br />
das Mahnen seiner Brandung, fort und fort,<br />
tönt dräuend wie die Sehnsucht drüber her.<br />
<br />
Nun dicht und voll, mit Blüten überdeckt<br />
ein Rosenhain, in Blumen fast erstickt,<br />
am Wege mächtig sich ein Felsblock reckt,<br />
da rasten wir, allein und weltentrückt,<br />
<br />
und süßer, goldenroter Abendglanz<br />
schlingt auch um unsre Stirn den Rosenkranz.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfander, Gertrud: Licht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30705</link>
			<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 05:47:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30705</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
 <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Licht</span><br />
<br />
Wir zaudern, wo ein Gott uns Rettung fand<br />
So glückumwoben und so glanzumlichtet?<br />
Nun hat mein bangend Herz sich aufgerichtet.<br />
Den Vorhang heb ich auf mit zager Hand.<br />
<br />
Und würd uns hier im düstern Abendland<br />
Jedwedes Glück durch Vorurteil vernichtet:<br />
O weißt du noch, wie du mir oft berichtet<br />
Von jenem fernen, zauberischen Strand?<br />
<br />
Wo ungekühlt glutfarbne Sonne loht,<br />
Wo nimmermehr uns bittre Trennung droht,<br />
Wo friedevoll die heiligen Palmen winken,<br />
<br />
Dorthin, Geliebter, lass' uns gläubig ziehn,<br />
Dort will ich glückdurchschüttert auf den Knien<br />
Maßlose Wonn' aus deinem Antlitz trinken.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
 <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Licht</span><br />
<br />
Wir zaudern, wo ein Gott uns Rettung fand<br />
So glückumwoben und so glanzumlichtet?<br />
Nun hat mein bangend Herz sich aufgerichtet.<br />
Den Vorhang heb ich auf mit zager Hand.<br />
<br />
Und würd uns hier im düstern Abendland<br />
Jedwedes Glück durch Vorurteil vernichtet:<br />
O weißt du noch, wie du mir oft berichtet<br />
Von jenem fernen, zauberischen Strand?<br />
<br />
Wo ungekühlt glutfarbne Sonne loht,<br />
Wo nimmermehr uns bittre Trennung droht,<br />
Wo friedevoll die heiligen Palmen winken,<br />
<br />
Dorthin, Geliebter, lass' uns gläubig ziehn,<br />
Dort will ich glückdurchschüttert auf den Knien<br />
Maßlose Wonn' aus deinem Antlitz trinken.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Preuschen, Hermione von: Horch - von fern ein goldenhelles Flöten]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30707</link>
			<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 17:24:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30707</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermione von Preuschen</span><br />
1854 - 1918<br />
<br />
<br />
Horch - von fern ein goldenhelles Flöten,<br />
auf - hinaus -, den ewigen Wurm zu töten,<br />
der dir rastlos raunt: Wo blieb dein Glück?<br />
Sehnsucht laß zu Hause nur zurück.<br />
<br />
Fern im Blauen müssen Wunder liegen,<br />
fern im Blauen wird dein Genius siegen!<br />
Wo die Rosenhänge leuchtend stehn,<br />
unter Ilios lichten Sonnenhöhn.<br />
<br />
Fort vom Ofen - der beschränkten Enge,<br />
in die Weite locken Wunderklänge,<br />
lockt der Liebe flötensüß Getön:<br />
<br />
Bin das Einzige - die Menschensonne,<br />
noch in Höllen Paradieseswonne -,<br />
selbst der Tod in meinem Arm ist schön!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermione von Preuschen</span><br />
1854 - 1918<br />
<br />
<br />
Horch - von fern ein goldenhelles Flöten,<br />
auf - hinaus -, den ewigen Wurm zu töten,<br />
der dir rastlos raunt: Wo blieb dein Glück?<br />
Sehnsucht laß zu Hause nur zurück.<br />
<br />
Fern im Blauen müssen Wunder liegen,<br />
fern im Blauen wird dein Genius siegen!<br />
Wo die Rosenhänge leuchtend stehn,<br />
unter Ilios lichten Sonnenhöhn.<br />
<br />
Fort vom Ofen - der beschränkten Enge,<br />
in die Weite locken Wunderklänge,<br />
lockt der Liebe flötensüß Getön:<br />
<br />
Bin das Einzige - die Menschensonne,<br />
noch in Höllen Paradieseswonne -,<br />
selbst der Tod in meinem Arm ist schön!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfander, Gertrud: Liebesmacht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30704</link>
			<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 17:23:58 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30704</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Liebesmacht</span><br />
<br />
Und türmt sich himmelhoch die Bitterkeit,<br />
Und ob mich alle, alle mißverstehn,<br />
Dir nach, mein Lieb, will unentwegt ich gehn,<br />
Dein zaubermächtiger Blick hat mich gefeit.<br />
<br />
Hohn auf die Mädchenwelt, die nicht verzeiht,<br />
Hohn dieser Art, mit der sie nach mir sehn!<br />
In dir, mein Lieb, will unentwegt ich stehn,<br />
Ob auch der Sturm mich faßt, ich bin gefeit.<br />
<br />
Und flöss' der Becher voll des Gifts, des herben,<br />
Und droht mir Untergang und jäh Verderben,<br />
Wie selig wär's, um deinetwillen sterben!<br />
<br />
Dir an die Brust, dem ich mich gab zu eigen,<br />
Wollt mein ermüdet Haupt ich wortlos neigen,<br />
Bis uns umschläng' barmherzigen Todes Schweigen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Liebesmacht</span><br />
<br />
Und türmt sich himmelhoch die Bitterkeit,<br />
Und ob mich alle, alle mißverstehn,<br />
Dir nach, mein Lieb, will unentwegt ich gehn,<br />
Dein zaubermächtiger Blick hat mich gefeit.<br />
<br />
Hohn auf die Mädchenwelt, die nicht verzeiht,<br />
Hohn dieser Art, mit der sie nach mir sehn!<br />
In dir, mein Lieb, will unentwegt ich stehn,<br />
Ob auch der Sturm mich faßt, ich bin gefeit.<br />
<br />
Und flöss' der Becher voll des Gifts, des herben,<br />
Und droht mir Untergang und jäh Verderben,<br />
Wie selig wär's, um deinetwillen sterben!<br />
<br />
Dir an die Brust, dem ich mich gab zu eigen,<br />
Wollt mein ermüdet Haupt ich wortlos neigen,<br />
Bis uns umschläng' barmherzigen Todes Schweigen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfander, Gertrud: Schicksal]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30703</link>
			<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 07:21:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30703</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schicksal</span><br />
<br />
Ich weiß, es war vom Schicksal mir beschieden,<br />
Daß einst zu dir mein Aug ich sollte kehren,<br />
Und ich Unselige, wie konnt ich wehren,<br />
Daß du mir raubtest kaum errungnen Frieden?<br />
<br />
Tiefschmerzlich Glück ward seither mir hienieden,<br />
Traumselig Elend will mein Hirn betören.<br />
Ich muß dich suchen, muß die Sehnsucht mehren,<br />
Wünscht auch die Welt, daß wir uns streng vermieden.<br />
<br />
Könnt ich dich hassen nur, könnt ich dir grollen,<br />
Daß du mich wider Willen hast entflammt . . .!<br />
So aber muß ich wilde Glut dir zollen.<br />
<br />
Muß fühlen, was mein Mädchenstolz verdammt,<br />
Muß lieben, wo ich hätte hassen sollen, -<br />
Maßloses Weh, das solchem Streit entstammt!<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gertrud Pfander</span><br />
1874 - 1898<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schicksal</span><br />
<br />
Ich weiß, es war vom Schicksal mir beschieden,<br />
Daß einst zu dir mein Aug ich sollte kehren,<br />
Und ich Unselige, wie konnt ich wehren,<br />
Daß du mir raubtest kaum errungnen Frieden?<br />
<br />
Tiefschmerzlich Glück ward seither mir hienieden,<br />
Traumselig Elend will mein Hirn betören.<br />
Ich muß dich suchen, muß die Sehnsucht mehren,<br />
Wünscht auch die Welt, daß wir uns streng vermieden.<br />
<br />
Könnt ich dich hassen nur, könnt ich dir grollen,<br />
Daß du mich wider Willen hast entflammt . . .!<br />
So aber muß ich wilde Glut dir zollen.<br />
<br />
Muß fühlen, was mein Mädchenstolz verdammt,<br />
Muß lieben, wo ich hätte hassen sollen, -<br />
Maßloses Weh, das solchem Streit entstammt!<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Peters, August: Sonette (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30234</link>
			<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 06:18:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=30234</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">August Peters</span><br />
1817 - 1864<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonette<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
O wär' es wahr dein Wort, das deinem Minnen<br />
Solch' grauenvoll Verhängniß beigemessen,<br />
Daß, wer noch jemals deine Huld besessen,<br />
Durch sie gestützt von seines Glückes Zinnen.<br />
<br />
Daß flugs das Leben denen müßt' entrinnen,<br />
Die dürstend diesen Zaubertrank genössen -<br />
Auf die Gefahr hin schlürft' ich ihn vermessen,<br />
Du mächtigste von allen Zauberinnen.<br />
<br />
O sel'ges Unheil, siegreich Unterliegen!<br />
O Blühn im Welken, Schwelgen im Versiegen -<br />
Komm, komm, und lasse glühend dich umranken!<br />
<br />
Sieh', meine Seele brennt, die Pulse schlagen<br />
Und lechzend wetterleuchten die Gedanken<br />
Vor Sehnsucht, solchen Untergang zu wagen! <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Doch nein! ein Strahl aus deinen Augensternen<br />
Und stille steht das ungestüme Sehnen;<br />
Dein eigner Blick straft deines Mundes Wähnen<br />
Und läßt mich eine süße Wahrheit lernen.<br />
<br />
Und wunderlieblich wie aus Himmelsfernen<br />
Klingt durch die Seele mir ein heilig Tönen,<br />
Wirft mich zu Füßen meiner Göttlichschönen,<br />
Mir beten vor dem Heiligsten zu lernen.<br />
<br />
Das Allerheiligste - ich seh' es offen:<br />
Dein großes Herz mit seinem Heilandszuge,<br />
Der mächtig es zu allem Elend neiget.<br />
<br />
Und macht, daß es Verlornes liebend suche,<br />
Wonach es selbstvergessen niedersteiget,<br />
Wo jedes Glück schon welk und jedes Hoffen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">August Peters</span><br />
1817 - 1864<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sonette<br />
<br />
1.</span><br />
<br />
O wär' es wahr dein Wort, das deinem Minnen<br />
Solch' grauenvoll Verhängniß beigemessen,<br />
Daß, wer noch jemals deine Huld besessen,<br />
Durch sie gestützt von seines Glückes Zinnen.<br />
<br />
Daß flugs das Leben denen müßt' entrinnen,<br />
Die dürstend diesen Zaubertrank genössen -<br />
Auf die Gefahr hin schlürft' ich ihn vermessen,<br />
Du mächtigste von allen Zauberinnen.<br />
<br />
O sel'ges Unheil, siegreich Unterliegen!<br />
O Blühn im Welken, Schwelgen im Versiegen -<br />
Komm, komm, und lasse glühend dich umranken!<br />
<br />
Sieh', meine Seele brennt, die Pulse schlagen<br />
Und lechzend wetterleuchten die Gedanken<br />
Vor Sehnsucht, solchen Untergang zu wagen! <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">2.</span><br />
<br />
Doch nein! ein Strahl aus deinen Augensternen<br />
Und stille steht das ungestüme Sehnen;<br />
Dein eigner Blick straft deines Mundes Wähnen<br />
Und läßt mich eine süße Wahrheit lernen.<br />
<br />
Und wunderlieblich wie aus Himmelsfernen<br />
Klingt durch die Seele mir ein heilig Tönen,<br />
Wirft mich zu Füßen meiner Göttlichschönen,<br />
Mir beten vor dem Heiligsten zu lernen.<br />
<br />
Das Allerheiligste - ich seh' es offen:<br />
Dein großes Herz mit seinem Heilandszuge,<br />
Der mächtig es zu allem Elend neiget.<br />
<br />
Und macht, daß es Verlornes liebend suche,<br />
Wonach es selbstvergessen niedersteiget,<br />
Wo jedes Glück schon welk und jedes Hoffen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfaffenzeller, Joseph Wilhelm: An Sie (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26816</link>
			<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 00:18:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26816</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Sie.<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Wenn nach dem mächt'gen Sturmgedröhne<br />
In erhabner Majestät,<br />
Und in glanzumfloßner Schöne<br />
Phöbus wieder neu ersteht:<br />
<br />
Holde! eine Freudenthräne<br />
Würzet dann mein Dankgebet,<br />
Weil ich Gott vertrauend wähne,<br />
Daß so jeder Sturm verweht.<br />
<br />
Sei mir ferner Kampf beschieden!<br />
Durch der Stürme ganzen Kreis<br />
Kämpf ich muthvoll gleich Aleiden;<br />
<br />
Denn kein Kampf wird mir zu heiß,<br />
Ist ja meines Lebens Frieden -<br />
Meine Hebe Kampfespreis.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Mädchen, wenn ein Seraph käme,<br />
Angethan mit Glanz und Licht,<br />
Und mich freundlich mit sich nähme,<br />
Mädchen! - nein, ich folgt' ihm nicht,<br />
<br />
Tränk' ich dort des Lichtes Ströme,<br />
Himmel wär' mir Himmel nicht!<br />
Meines Himmels Angenehme<br />
Wohnt in deinem Angesicht.<br />
<br />
Sanft vereint durch süße Bande<br />
Auf der Erde Prüfungslande<br />
Lieben wir das Leben aus;<br />
<br />
Knüpfen dann an seinem Rande<br />
Neu und fest der Liebe Bande,<br />
Für das ew'ge Vaterhaus.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Sie.<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Wenn nach dem mächt'gen Sturmgedröhne<br />
In erhabner Majestät,<br />
Und in glanzumfloßner Schöne<br />
Phöbus wieder neu ersteht:<br />
<br />
Holde! eine Freudenthräne<br />
Würzet dann mein Dankgebet,<br />
Weil ich Gott vertrauend wähne,<br />
Daß so jeder Sturm verweht.<br />
<br />
Sei mir ferner Kampf beschieden!<br />
Durch der Stürme ganzen Kreis<br />
Kämpf ich muthvoll gleich Aleiden;<br />
<br />
Denn kein Kampf wird mir zu heiß,<br />
Ist ja meines Lebens Frieden -<br />
Meine Hebe Kampfespreis.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Mädchen, wenn ein Seraph käme,<br />
Angethan mit Glanz und Licht,<br />
Und mich freundlich mit sich nähme,<br />
Mädchen! - nein, ich folgt' ihm nicht,<br />
<br />
Tränk' ich dort des Lichtes Ströme,<br />
Himmel wär' mir Himmel nicht!<br />
Meines Himmels Angenehme<br />
Wohnt in deinem Angesicht.<br />
<br />
Sanft vereint durch süße Bande<br />
Auf der Erde Prüfungslande<br />
Lieben wir das Leben aus;<br />
<br />
Knüpfen dann an seinem Rande<br />
Neu und fest der Liebe Bande,<br />
Für das ew'ge Vaterhaus.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Peillon, Julie: An Fräulein Nanette Herwig (2)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26811</link>
			<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 23:34:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26811</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Fräulein Nanette Herwig<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">beim Tode der Fräulein Theres von Stör.</span><br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Was trauerst, Freundin, du am Sarkophage,<br />
Der nun, was Erdenhülle ist, verschließt?<br />
Die Thräne, so auf blassen Marmor fließt,<br />
Vergeblich ist sie, wie die Todtenklage.<br />
<br />
Ein Fiebertraum sind dieses Lebens Tage,<br />
Nur Sternen jenseits, deine Palme sprießt;<br />
Wenn dich der Seraph wonnebebend grüßt,<br />
Der dich entreißt der schweren Erdenplage.<br />
<br />
Das Leben hier mit allen seinen Freuden,<br />
was beut es wohl, das neidenswürdig war?<br />
Es ist nur Kampf mit Ungemach und Leiden,<br />
<br />
Und überall droht Sorge und Gefahr.<br />
So lange wir im Erdennebel wallen,<br />
Wird niemal vor dem Blick der Schleier fallen.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Drum weine nicht, wenn in der Schönheit Blüthe<br />
Die Jungfau gleich der Rosenknosp' erbleicht;<br />
Der Jüngling hoffnungsreich, voll Kraft und Güte<br />
Ds stolze Haupt zum letzten Schlummer neigt.<br />
<br />
Die Flamme, die im Todeskampf verglühte,<br />
Und früh empor zu bessern Sternen steigt,<br />
Blieb unentweiht, der Tugend reine Hütte,<br />
Nicht von der Leidenschaften Sturm gebeugt.<br />
<br />
Beglückt drum, wer im kühlen Erdschooß ruht.<br />
Zu Ihm empor auf hoher Andacht Flügel<br />
Erhebe dich, Der alles weise thut.<br />
<br />
Auf's Leben drücket der Vollendung Siegel<br />
Der Tod allein! O Freundin, zittre nicht!<br />
Aus Grabesnacht strahlt Auferstehungslicht. -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Fräulein Nanette Herwig<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">beim Tode der Fräulein Theres von Stör.</span><br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Was trauerst, Freundin, du am Sarkophage,<br />
Der nun, was Erdenhülle ist, verschließt?<br />
Die Thräne, so auf blassen Marmor fließt,<br />
Vergeblich ist sie, wie die Todtenklage.<br />
<br />
Ein Fiebertraum sind dieses Lebens Tage,<br />
Nur Sternen jenseits, deine Palme sprießt;<br />
Wenn dich der Seraph wonnebebend grüßt,<br />
Der dich entreißt der schweren Erdenplage.<br />
<br />
Das Leben hier mit allen seinen Freuden,<br />
was beut es wohl, das neidenswürdig war?<br />
Es ist nur Kampf mit Ungemach und Leiden,<br />
<br />
Und überall droht Sorge und Gefahr.<br />
So lange wir im Erdennebel wallen,<br />
Wird niemal vor dem Blick der Schleier fallen.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.</span><br />
<br />
Drum weine nicht, wenn in der Schönheit Blüthe<br />
Die Jungfau gleich der Rosenknosp' erbleicht;<br />
Der Jüngling hoffnungsreich, voll Kraft und Güte<br />
Ds stolze Haupt zum letzten Schlummer neigt.<br />
<br />
Die Flamme, die im Todeskampf verglühte,<br />
Und früh empor zu bessern Sternen steigt,<br />
Blieb unentweiht, der Tugend reine Hütte,<br />
Nicht von der Leidenschaften Sturm gebeugt.<br />
<br />
Beglückt drum, wer im kühlen Erdschooß ruht.<br />
Zu Ihm empor auf hoher Andacht Flügel<br />
Erhebe dich, Der alles weise thut.<br />
<br />
Auf's Leben drücket der Vollendung Siegel<br />
Der Tod allein! O Freundin, zittre nicht!<br />
Aus Grabesnacht strahlt Auferstehungslicht. -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfaffenzeller, Joseph Wilhelm: Zufriedenheit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26815</link>
			<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 23:34:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26815</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zufriedenheit</span><br />
<br />
Was frag' ich nach Gold und Ehren,<br />
Was um Fürstenglück und Streit,<br />
Was nach Prunk und Lüsternheit,<br />
Um die Götzen großer Herren!<br />
<br />
Ha! das mag ich leicht entbehren,<br />
Statt der Wünsche steten Streit<br />
Wähl' ich mir Zufriedenheit<br />
Und der Weisheit goldne Lehren.<br />
<br />
Mehr als alle Leckerbissen,<br />
Mehr als Gold und Edelstein<br />
Ist ein ruhig gut Gewissen.<br />
<br />
Hab' ich das, Verstand und Wein,<br />
Und ein Liebchen obendrein,<br />
Alles Andre will ich missen!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zufriedenheit</span><br />
<br />
Was frag' ich nach Gold und Ehren,<br />
Was um Fürstenglück und Streit,<br />
Was nach Prunk und Lüsternheit,<br />
Um die Götzen großer Herren!<br />
<br />
Ha! das mag ich leicht entbehren,<br />
Statt der Wünsche steten Streit<br />
Wähl' ich mir Zufriedenheit<br />
Und der Weisheit goldne Lehren.<br />
<br />
Mehr als alle Leckerbissen,<br />
Mehr als Gold und Edelstein<br />
Ist ein ruhig gut Gewissen.<br />
<br />
Hab' ich das, Verstand und Wein,<br />
Und ein Liebchen obendrein,<br />
Alles Andre will ich missen!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Peillon, Julie: An Fräulein Johanna von Prentner]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26810</link>
			<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 09:33:54 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26810</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Fräulein Johanna von Prentner,<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">k. b. Appellations-Gerichts-Direktors-Tochter.</span><br />
Beim Austritt aus dem Institut (1828)</span><br />
<br />
Du trittst nun aus dem stillen, engen Kreise<br />
Der Schule, Freundin! in die große Welt;<br />
Der Freiheit Wunsch, der in der Kindheit leise<br />
Die Brust bewegte, jetzt sie stürmisch schwellt, -<br />
<br />
Ist nun erhört, - gebrochen das Geleise!<br />
Daß nicht der hohe, kräft'ge Muth dir fehlt,<br />
Die Leidenschaften zu besiegen, das beweise<br />
So lange deine Stunden Gott gezählt.<br />
<br />
Dem Sieger an dem Ziele wird die Krone,<br />
Weil redlich er gekämpft und viel gelitten; -<br />
So wird dem Menschen Seligkeit zum Lohne,<br />
<br />
Wenn er mit Muth die Kämpfe durchgestritten.<br />
Dies sey dein Ziel! - Auf allen Wegen<br />
Blüht dir dann Freude Heil und Glück und Segen! -<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Fräulein Johanna von Prentner,<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">k. b. Appellations-Gerichts-Direktors-Tochter.</span><br />
Beim Austritt aus dem Institut (1828)</span><br />
<br />
Du trittst nun aus dem stillen, engen Kreise<br />
Der Schule, Freundin! in die große Welt;<br />
Der Freiheit Wunsch, der in der Kindheit leise<br />
Die Brust bewegte, jetzt sie stürmisch schwellt, -<br />
<br />
Ist nun erhört, - gebrochen das Geleise!<br />
Daß nicht der hohe, kräft'ge Muth dir fehlt,<br />
Die Leidenschaften zu besiegen, das beweise<br />
So lange deine Stunden Gott gezählt.<br />
<br />
Dem Sieger an dem Ziele wird die Krone,<br />
Weil redlich er gekämpft und viel gelitten; -<br />
So wird dem Menschen Seligkeit zum Lohne,<br />
<br />
Wenn er mit Muth die Kämpfe durchgestritten.<br />
Dies sey dein Ziel! - Auf allen Wegen<br />
Blüht dir dann Freude Heil und Glück und Segen! -<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfaffenzeller, Joseph Wilhelm: Eifersucht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26814</link>
			<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 09:33:37 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26814</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
Jüngst träumte mir, ich wäre bei Paulinen,<br />
Und scherzt' und kosete mit ihr:<br />
Da kam der Tod und sprach mit trotz'gen Mienen,<br />
Auf, Seladon, du mußt mit mir!<br />
<br />
Zwar eines möchte dir zur Rettung dienen -<br />
Ein Kuß von dieser Schönen hier,<br />
Vergönnst Du dieses Labsal mir,<br />
Wohlan! so bleib', ich ziehe leer von hinnen.<br />
<br />
Drauf macht er Miene, sie zu küssen,<br />
- Nein, nein, schrie ich, er Ungethüm!<br />
Ich will von dem Kontrakt nichts wissen.<br />
<br />
Statt seiner will ich nochmal küssen,<br />
Und dann, wenn's seyn muß, es beschließen,<br />
Doch gerne - geh' ich nicht mit ihm.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
Jüngst träumte mir, ich wäre bei Paulinen,<br />
Und scherzt' und kosete mit ihr:<br />
Da kam der Tod und sprach mit trotz'gen Mienen,<br />
Auf, Seladon, du mußt mit mir!<br />
<br />
Zwar eines möchte dir zur Rettung dienen -<br />
Ein Kuß von dieser Schönen hier,<br />
Vergönnst Du dieses Labsal mir,<br />
Wohlan! so bleib', ich ziehe leer von hinnen.<br />
<br />
Drauf macht er Miene, sie zu küssen,<br />
- Nein, nein, schrie ich, er Ungethüm!<br />
Ich will von dem Kontrakt nichts wissen.<br />
<br />
Statt seiner will ich nochmal küssen,<br />
Und dann, wenn's seyn muß, es beschließen,<br />
Doch gerne - geh' ich nicht mit ihm.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Poesl, Georg: Das Mädchen im Fichtelgebirge (4)]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26100</link>
			<pubDate>Mon, 11 Dec 2023 00:10:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26100</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Poesl</span><br />
1781 - 1827<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Mädchen im Fichtelgebirge<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Garten blüht in erzgefülltem Grunde,<br />
Von dufterblühten Höhen rings umsäumt,<br />
Wo Bergkrystall der Quellen rauschend schäumt<br />
Aus jäher Felsenmassen dunklem Schlunde.<br />
<br />
Da zart gepflegt im ewig schönen Bunde<br />
Der Grazien ein Röschen hold entkeimt,<br />
Dem jede Blum' den ersten Preis einräumt,<br />
Schön sonder Gleichen, ohne Dornenwunde.<br />
<br />
O Göttin Flora, laß zur üpp'gen Rose<br />
Erblühen dieses Röschen unversehrt!<br />
Daß nie ein Sturm der Schönheit Schmuck zerstört!<br />
<br />
Schütz' diese Ros' im treuen Mutterschooße,<br />
Bis einst ein holder Jüngling sie liebkose,<br />
Ein Jüngling, ganz der Liebesblume werth.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.<br />
Rosett genannt</span><br />
<br />
Am Felsen, gleichend einer Oreade,<br />
Die Jungfrau anmuthleuchtend schnell verschwand;<br />
Kaum daß ihr Fuß berührt die Rosenpfade.<br />
Sanft in die Luft entflattert ihr Gewand.<br />
<br />
Zwar hält sie nicht den Bogen in der Hand,<br />
Vom Nacken, der im stahlgetränkten Bade<br />
Der Lust erglänzt, ragt keines köchers Rand,<br />
Das sicher er der Sehne sich entlade, -<br />
<br />
Doch wer sie sieht, bleibt still verwundert stehen.<br />
"Ist das Diana, der Gebirgeshöhen<br />
Beschützerin, die Jungfrau, keusch und strenge ?!"<br />
<br />
"Bin nur die arme Maid vom Berg' gekannt,<br />
Erglüht für blüh'nder Jugend Lustgesänge,<br />
Rosett nennt mich das Fichtelberger Land!"<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">III.<br />
<br />
Er</span><br />
<br />
Rosett, du ewig scheue Berggazelle,<br />
Du, lose Zaubrin, hast mir's angethan.<br />
Im Sehnsuchtstrieb' folg' ich der steilen Bahn,<br />
Verwünschend deine wundersame Schnelle.<br />
<br />
Doch ob die arme Brust auch Hoffnung schwelle,<br />
Dich endlich, meinen Wünschen hold, zu fahn,<br />
Ich muß gestehen, nur Erfüllung kann<br />
Den Müden heilen an der Labungsquelle.<br />
<br />
Gestorben wähnt' ich mich - vor Liebeswonnen,<br />
Begraben auch - in deinen weichen Armen,<br />
Erwecket wieder dann - von deinen Küßen,<br />
<br />
Fühlt' ich an deinem Busen mich erwarmen,<br />
Sah Himmel deinem Augenpaar ersprießen,<br />
Und glänzen drin zwei Blitz entflammte Sonnen.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">IV.<br />
<br />
Sie</span><br />
<br />
Warum verfolgst du mich, die Berggazelle,<br />
Was hab' ich armes Mädchen dir gethan?<br />
Was führt dich, Jägersmann, auf meine Bahn,<br />
Die ohne Rast du suchst, verfolgst so schnelle?!<br />
<br />
Ob deine Brust auch jenes Feuer schwelle,<br />
Ob dich umflattert jener süsse Wahn?<br />
Ach! halte ein, o Jäger, nimmer kann<br />
Ich fürder eilen, sinkend an der Quelle.<br />
<br />
O Götter, welche Sehnsucht, welche Wonnen,<br />
Zieh'n mich, zu ruhen in des Jägers Armen,<br />
Welch heiße Glut in seinen Flammenküßen!<br />
<br />
An meinem Busen wollt' ich ihn erwarmen,<br />
Und nun fühl' süsses Weh' ich mir ersprießen,<br />
Das Herz zersprengt die Glut der Augensonnen.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Georg Poesl</span><br />
1781 - 1827<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Mädchen im Fichtelgebirge<br />
<br />
I.</span><br />
<br />
Ein Garten blüht in erzgefülltem Grunde,<br />
Von dufterblühten Höhen rings umsäumt,<br />
Wo Bergkrystall der Quellen rauschend schäumt<br />
Aus jäher Felsenmassen dunklem Schlunde.<br />
<br />
Da zart gepflegt im ewig schönen Bunde<br />
Der Grazien ein Röschen hold entkeimt,<br />
Dem jede Blum' den ersten Preis einräumt,<br />
Schön sonder Gleichen, ohne Dornenwunde.<br />
<br />
O Göttin Flora, laß zur üpp'gen Rose<br />
Erblühen dieses Röschen unversehrt!<br />
Daß nie ein Sturm der Schönheit Schmuck zerstört!<br />
<br />
Schütz' diese Ros' im treuen Mutterschooße,<br />
Bis einst ein holder Jüngling sie liebkose,<br />
Ein Jüngling, ganz der Liebesblume werth.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">II.<br />
Rosett genannt</span><br />
<br />
Am Felsen, gleichend einer Oreade,<br />
Die Jungfrau anmuthleuchtend schnell verschwand;<br />
Kaum daß ihr Fuß berührt die Rosenpfade.<br />
Sanft in die Luft entflattert ihr Gewand.<br />
<br />
Zwar hält sie nicht den Bogen in der Hand,<br />
Vom Nacken, der im stahlgetränkten Bade<br />
Der Lust erglänzt, ragt keines köchers Rand,<br />
Das sicher er der Sehne sich entlade, -<br />
<br />
Doch wer sie sieht, bleibt still verwundert stehen.<br />
"Ist das Diana, der Gebirgeshöhen<br />
Beschützerin, die Jungfrau, keusch und strenge ?!"<br />
<br />
"Bin nur die arme Maid vom Berg' gekannt,<br />
Erglüht für blüh'nder Jugend Lustgesänge,<br />
Rosett nennt mich das Fichtelberger Land!"<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">III.<br />
<br />
Er</span><br />
<br />
Rosett, du ewig scheue Berggazelle,<br />
Du, lose Zaubrin, hast mir's angethan.<br />
Im Sehnsuchtstrieb' folg' ich der steilen Bahn,<br />
Verwünschend deine wundersame Schnelle.<br />
<br />
Doch ob die arme Brust auch Hoffnung schwelle,<br />
Dich endlich, meinen Wünschen hold, zu fahn,<br />
Ich muß gestehen, nur Erfüllung kann<br />
Den Müden heilen an der Labungsquelle.<br />
<br />
Gestorben wähnt' ich mich - vor Liebeswonnen,<br />
Begraben auch - in deinen weichen Armen,<br />
Erwecket wieder dann - von deinen Küßen,<br />
<br />
Fühlt' ich an deinem Busen mich erwarmen,<br />
Sah Himmel deinem Augenpaar ersprießen,<br />
Und glänzen drin zwei Blitz entflammte Sonnen.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">IV.<br />
<br />
Sie</span><br />
<br />
Warum verfolgst du mich, die Berggazelle,<br />
Was hab' ich armes Mädchen dir gethan?<br />
Was führt dich, Jägersmann, auf meine Bahn,<br />
Die ohne Rast du suchst, verfolgst so schnelle?!<br />
<br />
Ob deine Brust auch jenes Feuer schwelle,<br />
Ob dich umflattert jener süsse Wahn?<br />
Ach! halte ein, o Jäger, nimmer kann<br />
Ich fürder eilen, sinkend an der Quelle.<br />
<br />
O Götter, welche Sehnsucht, welche Wonnen,<br />
Zieh'n mich, zu ruhen in des Jägers Armen,<br />
Welch heiße Glut in seinen Flammenküßen!<br />
<br />
An meinem Busen wollt' ich ihn erwarmen,<br />
Und nun fühl' süsses Weh' ich mir ersprießen,<br />
Das Herz zersprengt die Glut der Augensonnen.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Peillon, Julie: Die Parzen]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26809</link>
			<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 23:56:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26809</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Parzen<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Nach Beranger.)</span></span><br />
<br />
Ich hab die sichern Mittel nun gefunden,<br />
Womit die Parzen werden überwunden;<br />
Sie spinnen unablässig fort mit Freuden,<br />
Und säumen meinen Faden abzuschneiden. -<br />
<br />
Laßt volle Becher ächten Weins sie munden,<br />
Dann lehren sie euch in den schönsten Stunden:<br />
"Die Menschen müssen sich zu Glückeszeiten<br />
"Auf freudenvolle Tage vorbereiten!"<br />
<br />
Atropos legt die Todesscheere nieder,<br />
Denn sie vernimmt das Klingen meiner Lieder<br />
Und Clotho mehrt den riesengroßen Rocken;<br />
<br />
Weil perlenvolle Becher Weins sie locken;<br />
Und Lachesis spinnt bei Amoren weiter:<br />
Denn Liebe, Wein und Lieder machen heiter!<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Julie Peillon</span><br />
1778 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Parzen<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">(Nach Beranger.)</span></span><br />
<br />
Ich hab die sichern Mittel nun gefunden,<br />
Womit die Parzen werden überwunden;<br />
Sie spinnen unablässig fort mit Freuden,<br />
Und säumen meinen Faden abzuschneiden. -<br />
<br />
Laßt volle Becher ächten Weins sie munden,<br />
Dann lehren sie euch in den schönsten Stunden:<br />
"Die Menschen müssen sich zu Glückeszeiten<br />
"Auf freudenvolle Tage vorbereiten!"<br />
<br />
Atropos legt die Todesscheere nieder,<br />
Denn sie vernimmt das Klingen meiner Lieder<br />
Und Clotho mehrt den riesengroßen Rocken;<br />
<br />
Weil perlenvolle Becher Weins sie locken;<br />
Und Lachesis spinnt bei Amoren weiter:<br />
Denn Liebe, Wein und Lieder machen heiter!<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfaffenzeller, Joseph Wilhelm: Glück]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26813</link>
			<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 23:56:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=26813</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Glück</span><br />
<br />
Heiter bin ich und zufrieden,<br />
Was das Glück mir auch beschert;<br />
Wenn mich Peru's Schätze mieden,<br />
bin ich drum bedauernswerth?<br />
<br />
Dem ist höh'res Glück beschieden,<br />
Der, von Phöbus Wort belehrt,<br />
Sich im Liede schafft den Frieden,<br />
Und des Leides sich erwehrt.<br />
<br />
Heimisch in dem Chor der Musen,<br />
Selig wie Anakreon,<br />
Scheut er nicht des Grams Medusen;<br />
<br />
Hochbeglückt ein Göttersohn,<br />
Seine Welt in seinem Busen<br />
Singt er Gros Lob und Lohn.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Joseph Wilhelm Pfaffenzeller</span><br />
1807 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Glück</span><br />
<br />
Heiter bin ich und zufrieden,<br />
Was das Glück mir auch beschert;<br />
Wenn mich Peru's Schätze mieden,<br />
bin ich drum bedauernswerth?<br />
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Dem ist höh'res Glück beschieden,<br />
Der, von Phöbus Wort belehrt,<br />
Sich im Liede schafft den Frieden,<br />
Und des Leides sich erwehrt.<br />
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Heimisch in dem Chor der Musen,<br />
Selig wie Anakreon,<br />
Scheut er nicht des Grams Medusen;<br />
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Hochbeglückt ein Göttersohn,<br />
Seine Welt in seinem Busen<br />
Singt er Gros Lob und Lohn.<br />
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